"Die Sibylle" ist eine beeindruckende Frauengestalt. Nach dem Tod des verschwenderischen Vaters, eines prächtigen Dorfgalans, muss Joaquina, genannt Quina, als noch junges Mädchen das übrig gebliebene Erbe des nordportugiesischen Bauernhofes zusammenhalten.
Die Brüder verlassen das Dorf, die Schwester heiratet einen ungeliebten Mann, und Quina wird den Mann, den sie liebt, nicht heiraten, da das bisschen Land zur Mitgift nicht reicht.
Ihr Kamp um den Erhalt des Erbes und eine eigene Stellung in der Welt bedeutet nicht nur harte Arbeit und Selbstdisziplin, er verlangt auch von ihr, Sehnsüchte und Glücksverlangen immer wieder zurückzustellen. Sie verzichtet auf die Ehe und wird zur Matriarchin, einsam inmitten eines unaufhaltsam verstädternden Familienclans, tätiger Mittelpunkt einer zaghaften Männerwelt.