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Die Sexuelle Evolution: Partnerwahl und die Entstehung des Geistes (Sachbuch (Spektrum Paperback)) (German Edition) [Taschenbuch]

Geoffrey F. Miller
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 14,99 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

17. November 2009 Sachbuch (Spektrum Paperback)
Viele Aspekte der Entwicklungsgeschichte des menschlichen Geistes sind bis heute rätselhaft. Zwar hat die darwinsche natürliche Selektion die Evolution des Lebens auf der Erde in weiten Teilen erfolgreich erklären können, doch für jene zutiefst menschlichen und einzigartigen Ausprägungen des Geistes wie Kunst, Moral, Bewusstsein, Kreativität und Sprache scheint ihre Erklärungskraft nie ausreichend gewesen zu sein. Und sie hat auch wenig zur Lösung der Frage beigetragen, warum sich das menschliche Gehirn derart rasch - in weniger als zwei Millionen Jahren - entwickelt hat und warum ein so großes Gehirn einzigartig für unsere Art geblieben ist. Im vorliegenden Buch nun, das eine Pionierarbeit der Evolutionswissenschaften darstellt, werden diese Aspekte der menschlichen Natur endlich erforscht und erklärt. Noch bis vor kurzem haben die meisten Biologen Darwins Betonung seiner anderen großen Evolutionstheorie - der sexuellen Selektion durch Partnerwahl - ignoriert oder abgelehnt; ihr zufolge werden Merkmale allein deshalb favorisiert, weil sie sich als attraktiv für das andere Geschlecht erweisen. In den letzten zwei Jahrzehnten aber hat sich die Wissenschaft Darwins Erkenntnissen angenommen, nach denen eine zweite, gleichberechtigte Evolutionskraft neben das Überleben des Tauglichsten tritt: die Fortpflanzung des sexuell Attraktivsten. In diesem brillanten, gleichermaßen ambitionierten wie provozierenden Buch offenbart der Evolutionspsychologe Geoffrey Miller die evolutionäre Macht der sexuellen Auswahl und die Gründe dafür, dass unsere Vorfahren sich nicht nur von hübschen Gesichtern und gesunden Körpern angezogen fühlten, sondern auch der Verführungskraft eines gewitzten, sprachgewandten, großmütigen und bewussten Geistes erlagen. Der Facettenreichtum der modernen Psyche trägt dazu bei, die Evolution des menschlichen Geistes. . . . . . als eines Instruments der Brautwerbung und Partnerwahl aufzuklären - ähnlich

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Die Sexuelle Evolution: Partnerwahl und die Entstehung des Geistes (Sachbuch (Spektrum Paperback)) (German Edition) + Das egoistische Gen: Jubiläumsausgabe + Der entzauberte Regenbogen: Wissenschaft, Aberglaube und die Kraft der Phantasie
Preis für alle drei: EUR 44,93

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 576 Seiten
  • Verlag: Spektrum Akademischer Verlag; Auflage: 2001 (17. November 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3827425085
  • ISBN-13: 978-3827425089
  • Originaltitel: The Mating Mind. How Sexual Choice Shaped the Evolution of Human Nature
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 265.657 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

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Die Evolutionspsychologie wird zuweilen der "Dernier Cri" der wissenschaftlichen Mode genannt. Aber in ihrer kontroversesten Form ähnelt sie eher des Kaisers neuen Kleidern. Geoffrey Miller ist einer der radikalen Umdenker, die sich bemühen, das Phänomen in ein anderes Licht zu rücken. In seinem Buch Die sexuelle Evolution. Partnerwahl und die Entstehung des Geistes nimmt er Darwins "andere" Evolutionstheorie -- die der sexuellen Auslese, im Gegensatz zur natürlichen -- und baut sie zu einer Theorie darüber aus, wie der menschliche Geist den hohen Entwicklungsstand erreicht hat, sodass sexuelle Auswahl und die Verfeinerung von Kunst, Moral, Musik und Literatur gefördert werden.

Während viele Evolutionspsychologen den Geist als Schweizer Taschenmesser, und die kognitive Wissenschaft ihn eher als Computer betrachten, vergleicht ihn Miller mit einem Unterhaltungssystem, das dazu dient, andere Hirne zu stimulieren. Es ist ein Schwindel erregend ehrgeiziges Projekt, das an Studien wie Richard Dawkins' Das egoistische Gen anknüpft und das ohne die Genialität und Despektierlichkeit, die ihm Miller verleiht, schrecklich vage daherkäme. Durchdrungen von zeitgenössischen Populismen, verbindet das Buch Theorien über unkontrollierte Auslese, Eignungs-Indikatoren und sensorische Bevorzugung mit Erklärungen darüber, warum Männer mehr Trinkgeld geben als Frauen, und wie weibliche Auswahl den Penis geformt hat (im wahrsten Sinne des Wortes). Es geht sogar so weit, die Klugheit von Mary Poppins zu rühmen. Miller lässt seine Ideen derart hervorsprudeln, dass er Gefahr läuft, dass sie für leeres Gerede gehalten werden.

Die Tatsache, dass große Persönlichkeiten genauso sexuell anziehend wirken wie übergroße Brüste oder Bizepse mag in der Tat beruhigen. Aber die Chemie der Sexualität aufzudecken kann eine seltsam unerotische Angelegenheit sein -- vergleichbar mit der Analyse von Humor. Aber als Balzvorführung von Millers intellektuellem Gefieder ist Die sexuelle Evolution beachtlich. Wenn sein wahlloser Sammeltrieb auch gelegentlich nur Talmi ans Tageslicht fördert, so bietet er doch einen zugänglichen und interessanten Einblick in den modernen Darwinismus. Wer am meisten Sexappeal hat, überlebt. --David Vincent -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

Wie es dazu kommt, dass beispielsweise Humor zu einem Selektionsvorteil geworden ist, erklärt der Evolutionspsychologe Miller auf sehr gut verständliche Weise auch für den Laien. Wenngleich die reine Evolutionspsychologie bei vielen Sozialwissenschaftlern nicht unumstritten ist, bietet sie auf jeden Fall viele interessante Verständnishilfen, um unsere Sexualität zu verstehen. www.zdf.de, Dezember 2008 Der 1965 geborene Evolutionspsychologe legt mit diesem 500seitigen wissenschaftlichen Fachbuch ein anspruchsvolles und zudem in Teilen revolutionäres Werk vor (...). Ein informatives Buch, das (...) die tiefer an Evolutionsbiologie und Psychologie interessierten LeserInnen faszinieren wird. Hebammeninfo (...) Das Buch ist das Ergebnis eines Meisters seines Faches, der was von Partnerwahl und dem Entstehen des Geistes Wesentliches versteht und seinen Lesern plastisch und drastisch Außergewöhnliches zu vermitteln versteht. BIBLIO-KOM (..) Ausgehend von dieser Grundidee betrachtet Miller eine Fülle menschlicher Verhaltensweisen und diskutiert daran äußerst unterhaltsam, welche evolutionären Ursprünge altruistisches Verhalten, Münzfälschung, Sprache oder der Besitz von Geländewagen hat. Wenn auch einige Erklärungen etwas konstruiert erscheinen, bietet das Buch doch ein Feuerwerk an Anregungen und Denkanstößen und ist darüber hinaus auch noch humor- und phantasievoll geschrieben. Wer sich näher über die Partnerwerbung im Pleistozän und deren evolutionäre Folgen informieren will, ist bei Miller bestens aufgehoben. wissenschaft-online.de Bücher, die die Welt verändern, sind oftmals schlecht geschrieben, und Bücher, die toll geschrieben sind, können oft fundamental falsch sein. Geoffrey Millers Buch ist nicht nur ein wunderbares Gegenbeispiel - ein elegant und mit Witz abgefasstes Werk, das eine neue, weltverändernde wissenschaftliche Theorie präsentiert -, sondern es erklärt auch, warum in unserem Leben Schönheit oftmals ebenso viel gilt wie Wahrhaftigkeit (...) Millers brillante Leistung liegt darin, solche Gedankenstränge zusammenzuführen und sie mit dem von Mathematikern und Biologen entwickelten neuen Verständnis der Theorie der sexuellen Selektion sowie seinen eigenen kühnen Erweiterungen zu kombinieren (...) Millers Prosa ist so flüssig, klug und pointiert wie die eines guten Romanciers. Sunday Telegraph

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Kundenrezensionen

4.5 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Die deutsche Übersetzung des Buches The Mating Mind: How Sexual Choice Shaped the Evolution of Human Nature ist nicht schlecht geraten, aber der Titel "Die sexuelle Evolution" besitzt keinerlei Charme. In der italienischen Übersetzung dagegen, "Uomini, donne e code di pavone" ("Männer, Frauen und der Schwanz des Pfaus"), ist der Zauber des Originaltitels sogar noch übertroffen worden.

Der Verfasser, einer der führenden Evolutionspsychologen, vollbringt das Kunststück, in einer flüssigen Prosa das interessanteste Thema, das Menschen seit jeher beschäftigt, das Verhältnis zwischen Frau und Mann, wissenschaftlich, hier: evolutionspsychologisch, darzustellen.

Eines der schönsten Kapitel ist "10. Cyrano und Scheherazade". Dort zeigt der Verfasser sehr überzeugend und in einer fast schon poetischen Sprache, dass Poesie als "Handicap-System" fungiert:

"So muss beispielsweise beim iambischen Pentameter jeder Vers exakt aus zehn Silben bestehen, mit abwechselnder Betonung der aufeinander folgenden Silben. Darüber hinaus muss sich Lyrik in vielen Sprachen auch noch reimen. [...] Bei einigen lyrischen Formen wie Haiku, Limerick und Sonett ist die Gesamtzahl der Verse festgelegt (jeweils drei, fünf und 14). Die am höchsten geachteten Lyrikformen wie das Sonett sind die schwierigsten, weil sie alle vier Regeln miteinander kombinieren, wodurch dem Dichter ein vierfaches Handicap auferlegt wird. Einige poetische Handicaps wie Versmaß, Rhythmus und Reim finden sich in fast allen Kulturen, was nahe legt, dass unser Geist einige verbale Adaptationen für den Umgang damit entwickelt hat."

Im Original liest sich dies so:

"In iambic pentameter, for example, each line must be of exactly ten syllables, with alternating stresses on successive syllables. Moreover, poetry in many languages is expected to rhyme. [...] Some poetic forms such as haiku, limericks, and sonnets also have constraints for the total number of lines (three, five, and fourteen, respectively). The most highly respected poetic forms such as the sonnet are the most difficult, because they combine all four rules, creating a quadruple handicap under which the poet must labor. Some poetic handicaps such as meter, rhythm, and rhyme are fairly universal across cultures, suggesting that our minds have evolved some verbal adaptations for dealing with them."

Die - in meiner Sicht sehr einleuchtende - Pointe besteht darin, dass bloßes Grunzen eine Frau wenig beeindruckt, dass aber kunstvoll gefügte Worte, die nur wenigen gelingen (deswegen "Handicap-System"), womöglich noch musikalisch begleitet, den Zugang zu Seele und Geist (und Körper) eines weiblichen Wesens erheblich erleichtern.

Evolution vollzieht sich keineswegs nur durch natürliche Selektion, sondern zu einem beträchtlichen Teil durch sexuelle Selektion: Männer werben um die Gunst von Frauen, Frauen wählen diejenigen Männer aus, denen sie ihre Gunst schenken wollen.

Man sollte die Lektüre des Buches unbedingt mit diesem Kapitel beginnen, falls man am Anfang des Buches mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat.

Die Idee des Handicaps ist übrigens von dem israelischen Biologen Amotz Zahavi in die Evolutionswissenschaften eingeführt worden; vgl. The Handicap Principle: A Missing Piece of Darwin's Puzzle, dt. Übersetzung: Signale der Verständigung. Zuerst wurde diese Idee ignoriert oder belächelt, inzwischen wird sie sogar in maßgeblichen Lehrbüchern referiert und positiv gewürdigt, z. B. in Mark Ridleys Evolution.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Theorien über die �Romanzen� unserer Vorfahren 29. September 2004
Format:Gebundene Ausgabe
Das Anliegen des Autors ist, mich gelegentlich im Text aufzufordern, mir vorzustellen, wie es für meine Vorfahren war, sich in ein „ungleichhaarigeres, kleineres, ärmeres, weniger kreatives, weniger beredtes und weniger selbstbewusstes Wesen" als wir es sind, zu verlieben. „Allerdings sollte dieses Bild nicht allzu konkret sein, denn es gelang mir nie, beim Anblick eines Museumsmodells einer australopithecinen Frau echtes Verlangen zu verspüren, wie realistisch ihre fliehende Stirn, ihre kräftige Taille und ihr behaartes Hinterteil auch gefertigt sein möchte." Auf einer etwas abstrakteren Ebene - meint der Autor - wäre es allerdings leichter, die Romanzen unserer Vorfahren zu verstehen. Denn manchem würde es leichter fallen, die menschliche Evolution durch sexuelle Selektion zu begreifen als durch natürliche Selektion. Denn die Vorfahren sahen sich anderen Überlebensrisiken gegenüber als Menschen heutiger Zeit, jedoch die Probleme sexueller Zurückweisung, gebrochener Herzen, Eifersucht und sexueller Konkurrenz blieben und bleiben praktisch unverändert, so G.F. Miller. G.F. Miller ist der Überzeugung, dass die Romanze unserer Gene seit Jahrmillionen andauert - im Vergleich zu den Beziehungsromanzen der Vergangenheit und der Gegenwart. Menschen bestehen deshalb heute, weil denen eine ununterbrochene Serie erfolgreicher sexueller Beziehung gelang, und zwar in jeder Generation, sich etwa vor einer halbe Milliarde Jahren die ersten Tiere mit Augen und Gehirnen entwickelten. Die menschliche Evolution wäre die Geschichte davon, wie dieses „Tor" immer wieder neue Sicherheitssysteme hervorbrachte und wie sich unser Geist entwickelte, um uns an den immer wachsameren Torhütern charmant vorbeizumogeln. Das Buch ist das Ergebnis eines Meisters seines Faches, der was von Partnerwahl und dem Entstehen des Geistes Wesentliches versteht und seinen Lesern plastisch und drastisch Außergewöhnliches zu vermittelt versteht.

Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:
- Darwins Wunder
- Geistige Fitness
- Schmückendes Genie
- Verführungskünste
- Kreatives Werben

Für die erew BIBLIO-KOM Dr. Karl-J. Kluge

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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von cybpat
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch beschreibt auf sehr amüsante Art, wie wir Menschen uns, unter dem Druck der primär weiblichen Partner-Selektion, zu den sozialen Menschenaffen entwickelt haben könnten, die wir heute sind.
Der ersten 150 Seiten sind aus populärwissenschaftlicher Sicht etwas schwer verdaubar und man braucht etwas Geduld, bis man zu den spannenden Teilen des Buches kommt.
Doch wenn Miller dann beginnt, den menschlichen Geist mit dem Schwanz des Pfaus zu vergleichen, wird es richtig interessant.

Einziges Manko: Miller schreibt immer wieder, dass bestimmte Thesen so sein könnten, wie er sie darstellt, im späteren Verlauf des Buches benutzt er diese Thesen dann aber als Argumentationsgrundlage. Alles könnte so sein, aber eben auch anders.
Trotzdem eine sehr spannende Literatur, die zum Nachdenken anregt.

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