Autor Georg Bossong ist Professor für romanische Philologie. In "Die Sepharden" geht er eher in die hebräische und arabische Philologie. Auch wenn er immer wieder Nebenbetrachtungen einflicht, ist der Schwerpunkt die Geistes- und Kulturgeschichte. Angelpunkt der 120 Textteil-Seiten ist das Alhambraedikt, also die Ausweisung der spanischen Juden 1492. Vorher gab es sowohl bei Christen und Muslimen tolerantere und weniger tolerantere Herrscher. Nachher galt dieses Alhambraedikt bis ins Francoregime hinein. Komplett aufgehoben wurde es erst in der Demokratie. So verfolgt Bossong die ehedem spanischen Juden in die Levante, wo sie häufig im Osmanischen Reich eine etwas tolerantere Behandlung erfuhren, bis ins 20. Jahrhundert hinein. Während ich diese Zeilen schreibe (2009-03), hat die Identität als "spanische" oder zumindest orientalisch-sephardische Juden noch solche Bedeutung, dass es einen speziellen Oberrabbiner gibt, spezielle und einflussreiche Sephardim-Parteien in Israel, ...
Aktuelle Geschichte .... Weil ich mir persönlich mehr Geschichte und weniger Linguistik etc. gewünscht hätte, einen 'magen'/Stern weniger; dennoch ein klares Danke für diese Darstellung!