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Die Selb-Trilogie: Selbs Justiz / Selbs Betrug / Selbs Mord
 
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Die Selb-Trilogie: Selbs Justiz / Selbs Betrug / Selbs Mord [MP3 Audio] [Audio CD]

Bernhard Schlink , Margrit Osterwold , Hans Korte
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1., Aufl. (Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257802323
  • ISBN-13: 978-3257802320
  • Originaltitel: Die Selb-Trilogie
  • Größe und/oder Gewicht: 13,8 x 12,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 231.868 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Bernhard Schlink
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Gerhard Selb lebt in Mannheim. Er hat eine Vergangenheit als Nazi-Staatsanwalt, eine Gegenwart als Privatermittler. Er spielt Schach, aber er löst seine Fälle nicht wie Schachprobleme. Er verstrickt sich in sie, und die Wahrheit, die er herausfindet, ist stets auch eine Wahrheit über ihn selbst.

Über den Autor

Bernhard Schlink, geboren 1944 in Bielefeld, aufgewachsen in Heidelberg. Jurastudium dort und in Berlin, danach wissenschaftlicher Assistent. Erste Professur für VerfR und VerwR in Bonn, dann in Frankfurt. 1988 Richter des VerfGH für das Land NRW. Nach der Wende 1989 in Berlin tätig. Heute Professor für öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität in Berlin und Richter am LVerfGH in Münster. Zunächst Fachbuch-, dann Romanveröffentlichungen. Auszeichnungen: 1989 Glauser Autorenpreis für deutschsprachige Kriminalliteratur ("Die gordische Schleife"), 1992 Deutscher Krimi-Preis ("Selbs Betrug"), 1997 Hans-Fallada-Preis der Stadt Münster, Italiens 'Grinzane Cavour' und Prix Laure Bataillon ("Der Vorleser"). 1999 erstmals den "Welt"-Literaturpreis, im Februar 2000 die Ehrengabe der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Gesellschaft.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen ein fesselndes Hörerlebnis - Hans Korte ist Selb!, 2. Januar 2009
Von 
Wolfgang Gonsch (Passau) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Selb-Trilogie: Selbs Justiz / Selbs Betrug / Selbs Mord (Audio CD)
Im ersten Fall Selbs Justiz" (verfasst mit Co-Autor Walter Popp) wird der Privatdetektiv von einem alten Freund beauftragt, einem Hacker das Handwerk zu legen, der das werkseigene Computersystem durcheinander bringt. Bei der Lösung dieses Falles wir er zudem mit seiner eigenen Vergangenheit als junger, schneidiger Nazi-Staatsanwalt konfrontiert.

Der zweite Fall, "Selbs Betrug", führt des Öfteren zu Reflexionen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Ministerialdirigent Salger aus Bonn ersucht ihn, dessen verschwundene Tochter Leonore, zu finden. Doch der Auftraggeber ist nicht der, für den sich dieser ausgibt: Salger ist bereits tot! Es handelt sich vielmehr um den Ex- oder Noch-immer-Terroristen Helmut Lemke. Doch bevor Selb dies herausfindet, hat er die Leo genannte "Tochter" gefunden, die mit verändertem Aussehen und unter anderem Namen als Kindermädchen arbeitet. Sie gerät jedoch erneut in die Fänge des Terroristen und es kommt zum Showdown.

Mit Selbs Mord" endet nun diese Trilogie: dieses mal geht es um einen sehr sonderbaren Auftrag, der den Auftraggeber eigentlich gar nicht interessieren kann und Selb im Grunde ebenso wenig. Dennoch verstrickt er sich immer tiefer darin. Die Spur des Geldes einer Schwetzinger Bank führt den Privatdetektiv tief in den deutschen Osten, nach Cottbus, mitten hinein in die Niederlagen der Nachwendezeit.

Mit dem 68jährigen, eigenbrötlerischen und schrulligen Privatdetektiv und Schachliebhaber Gerhard Selb schufen die beiden Autoren eine Figur, die durchaus mit Marlowe und Maigret, den beiden Größten unter den Privatdetektiven mithalten kann. Originell und spannend aufgebaute Plots, ausgefeilte und ausgereifte Figuren, verpackt in unangestrengt zu lesende Literatur, gewürzt mit einer wohl dosierten Prise frischem Humor und dazu ein Protagonist, der so gar nicht in irgendwelche Klischees passen will: der mit allerlei Macken ausgestattete kauzige Privatdetektiv Gerhard Selb nebst Kater Turbo, die man beide einfach ins Herz schließen muss!

Schlinks Sprache ist präzise und packend, reich an gut sitzenden Pointen, voller versteckter Ironie und zum guten Teil auch bitter böse und sarkastisch. Diese drei gesellschaftskritischen Kriminalgeschichten sind durch die Bank komplex aufgebaut, nicht immer ganz logisch und in der einen oder anderen Szene hat man schon ein bisserl geistige Arbeit zu verrichten, sollte man zwischen den Zeilen lesen können, um nicht den berühmten roten Faden zu verlieren! Der raffiniert angelegte Spannungsbogen entschädigt aber immer wieder für diese kleinen Lesestaus und treibt einen immer und immer wieder weiter.

Wählt man nun für diese Kriminalgeschichten noch einen Sprecher aus, der den kauzigen Privatdetektiv authentisch und glaubwürdig herüber zu bringen vermag und in der Lage ist, den Plot einigermaßen spannend vorzutragen - dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen! Konnte auch nicht, denn Hans Korte - der Vorleser schlechthin - zelebriert diese Selb-Trilogie nicht nur, er ist Selb! Er macht aus einer handwerklich gut gemachten Kriminal-Trilogie ein herrliches und immer fesselnder werdendes Hör-Erlebnis, das leider nur 22 Stunden dauert!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Begrüßenwerte Gesamtausgabe von Schlinks Selb-Romanen, die zu den besten ihres Genres gehören, 10. Januar 2011
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Spätestens nach seinem auch international erfolgreichen und verfilmten Roman "Der Vorleser" ist der 1944 geborene Juraprofessor und Schriftsteller Bernhard Schlink zu den renommierten deutschen Schriftstellern zu zählen, der seit dem "Vorleser" mit zahlreichen Erzählungsbänden (zuletzt "Sommerlügen" und Romanen (zuletzt "Das Wochenende" ) nicht nur den Rezensenten immer wieder begeistert hat.

Sehr beeindruckt hat mich auch der 2007 erschienene rechtshistorische Aufsatzband "Vergangenheitsschuld", wo er sich mit der deutschen Vergangenheit nach Nazidiktatur und Ende der DDR auseinandersetzte.

Weniger bekannt sind in den letzten Jahren die Bücher, mit denen er seine schriftstellerische Arbeit begann, jene Kriminalromane um den Detektiv Gerhard Selb, die 1987, 1988 und dann noch einmal 2001 zuerst erschienen. Dass sie der Diogenes Verlag nun in einem handlichen Schuber als Gesamtausgabe ("Selb-Trilogie") dem Publikum noch einmal präsentiert, ist zu begrüßen. Mich hat es zu einer spannenden relecture eingeladen, andere können mit den drei spannenden Bänden Kriminalromane kennenlernen, die zu den besten ihres Genres gehören.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Hans Korte trägt den Hörer über die Untiefen hinweg, 10. Juni 2010
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Selb-Trilogie: Selbs Justiz / Selbs Betrug / Selbs Mord (Audio CD)
Lange vor seinem Welterfolg "Der Vorleser" schrieb Bernhard Schlink drei Kriminalromane, in deren Mittelpunkt der Privatdetektiv Gerhard Selb steht. Bei den Kritikern und Lesern kamen diese frühen Romane aus den 1980er-Jahren gemischt an. Und nicht jeder Einwand war unberechtigt. Aber diese Hörbuch-Produktion zeigt, wie ein genialer Sprecher wie Hans Korte Unebenheiten ausbügeln kann, als hätten sie nie bestanden. Seine Stimme entspricht genau der Vorstellung, die ich vom fast siebzigjährigen Privatdetektiven habe. Und nur weil er die Figur so genau trifft, nehme ich Selb ab, dass er seine männliche Vitalität noch immer auslebt, seine Vergangenheit als Staatsanwalt der Nazis halbwegs verdaut hat und mit den eigenen Marotten recht gut leben kann.

Während 22 Stunden erzählt Hans Korte, wie Selb sich als Detektiv durchs Leben schlägt, auf unkonventionelle Art verzwickte Fälle löst und als Held wider Willen nicht dem Zynismus verfällt. Lesern zeitgenössischer Kriminalromane mögen viele Verhaltensweisen und Figuren etwas altbacken vorkommen. Und das liegt sicher nicht nur daran, dass Selb noch nach Telefonzellen suchen muss und herzlich wenig von Computern versteht. Aber solche Anachronismen zeigen auch, dass die Kriminalistik mehr ist als DNA-Spuren zu analysieren und perfekte Rasterfahndungen durchzuführen.

Mein Fazit: Wer Detektive liebt, wie sie von Humphrey Bogart gespielt oder von Simenon beschrieben wurden, wird sich nicht daran stören, dass diese Kriminalromane von Bernhard Schlink stellenweise etwas verstaubt wirken. Zumal sie von einem Sprecher erzählt werden, der die Hauptfigur lebt und seine Hörer während 22 Stunden fesseln kann.
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