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3.0 von 5 Sternen
Im Namen der Göttin Diana, 21. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Die Seherin von Avignon: Roman (Gebundene Ausgabe)
Sybille und ihre Grossmutter sind was man heute Wiccaner oder Hexen nennen würde, und werden von allen Seiten ständig durch die Engstirnigkeit und Unsicherheit der Menschen, selbst ihrer eigenen Mutter, die die Grossmutter an die Inquistion verrät, bedroht. Der Autorin gelang es zwar sicherlich einen bunten Bogen zu spannen, der das Mittelalter und die Arbeit, sowohl als auch das private Wirken einer Hexe lebendig werden lässt, dennoch kann ich nicht nur Lob ansetzen. Zunächst mal verspürt man den innigen Wunsch, Teile der Geschichte müssten nicht über teils 40 (!) Seiten Beschreibung von der Sicht der Heldin und des Helden zweimal erzählt werden. Zudem ist es unbefriedigend, dass zwar immer wieder davon gesprochen wird, wie wichtig es ist, dass die Beiden zusammenkommen, und diverse Menschen sterben für das Paar, damit dies gelinge, doch gegönnt werden dem Leser nur wenige Worte der Beiden, in denen auch Beide wissen, wer sie sind und dass sie sich lieben. Zudem ist das Ende zu plump auf eine Fortsetzung angesetzt und der wirkliche Kreuzzug gegen die Korruption der Kirche und die Inquisition wird nur angetönt, jedoch unserer eigenen Phantasie oder einer Fortsetzung überlassen. Dennoch lässt die Autorin klar einige gute Ansätze der Naturreligion zu und lädt zu der (äusserst) harmlosen aber effektiven Art ihres Wirkens ein, zeigt auf, wie gut und weise die weisse Magie ist und begeht auch keine Hollywood-Klischee-Fehler in dieser Hinsicht. Dennoch, man ist sich nicht ganz sicher, ob Sybille, die weise Frau und Hexe nicht doch ein bisschen schizophren ist, da sie auch Marie, die Mutter Oberin eines Klosters und Handauflegerin ist. Ein klein wenig übertrieben vielleicht. Doch durch die spannende Art ein anregender Roman, der sich fliessend lesen lässt. Der Titel ist schlecht gewählt, denn in Avignon wird Sybille nur kurz gesehen und inhaftiert, gewirkt hat sie jedoch nur bei einer Gelegenheit dort...
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Tragisch und schön!, 8. Oktober 2005
„Die Seherin von Avignon" ist eine mitreißende Geschichte über eine Frau, die die grausame Hexenverfolgung über sich ergehen lassen muss, um ihre Bestimmung zu erreichen. Man bekommt dabei sowohl einen Einblick in die Grausamkeit der damaligen kirchlichen Methoden, lernt eine mystische Welt kennen und bekommt auch eine tragische Liebesgeschichte geboten. Von Anfang an fühlt man mit den Charakteren, die einem immer mehr ans Herz wachsen und die Geschichte bleibt bis zur letzten Seite voller Spannung und unerwarteter Wendungen. Auch Kalogridis' Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich kann dieses Buch allen Fans von historischen Romanen, die genauso gern in die Vergangenheit eintauchen wie ich, nur wärmstens empfehlen!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Leichte Abzüge in der B-Note!, 17. Januar 2005
Kalogridis hat mit „Die Seherin von Avignon" einen spannenden Roman um die Inquisition, die sog. Hexenverfolgung und die katholische Kirche geschrieben.
Ihre Schilderungen des mittelalterlichen Lebens und der Gegebenheiten (wie z.B. die Pest, der Ämterhandel innerhalb der Kirche, die Hexenverbrennungen und heidnische Religionen) sind eindrucksvoll, authentisch und haben mich völlig gefangen genommen.
Die leichten Abzüge in der „B-Note" gibt es, weil die Abstecher in den Bereich der Fantasy & Mystik mir teilweise verworren und weitschweifig erschienen.
Fazit: „Die Seherin von Avignon" ist im Großen und Ganzen eine gelungene Mischung zwischen „Die Päpstin" und „Die Nebel von Avalon", reicht aber an keines der beiden o.a. Bücher ganz heran. Trotz der nicht ganz überzeugenden Exkurse in die Bereiche Fantasy & Mystik sehr lesenswert!
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