Toll, dass es einen Nachfolger zu "Tod in Garmisch" gibt! Zwar ist die Geschichte eine ganz andere als im ersten Buch, aber von der ersten Seite an ist man darin gefangen. Die Seherin ist eine Frau, die ihre "Gabe" als Bürde empfindet und am liebsten niemandem erzählen würde, was sie in ihren Träumen gezeigt bekommt, (von einem Adler übrigens, wie er sehr eindrucksvoll auf dem Cover zu sehen ist.) Mit dieser Frau, die ganz alleine ihre zwei verwaisten Enkel großzieht, hat der Autor eine Person geschaffen, mit der man wirklich mitleiden und -erleben mag.
Ein Grab wird geschändet, ein junger Schlagzeuger wird getötet, Profikiller treiben ihr Unwesen, und auch ein rätselhafter BKA-Mann, von dem man nicht weiß, ob er zu den Guten oder Bösen gehört. Die Kommissare Schwemmer und Schafmann sind echte, glaubhafte Charaktere. Weder sinnschwere Grübler, noch reaktionäre Trottel, sondern humorvolle, intelligente und lebendige Figuren, wie man sie (zu) selten in deutschen Regionalkrimis findet.
Fazit: humorvoll, aber nicht albern; phantasievoll, aber nicht unrealistisch; spannend, aber nicht blutrünstig; kurzweilig, aber nicht hektisch. Ein Buch, das Spaß macht.