Vorweg - dies ist KEIN Fantasy-Roman! (Interessanterweise habe ich dieses Buch in mehreren Buchhandlungen in dieser Abteilung gefunden) - Leser dieses Genres werden unter Umständen nicht das finden, was sie suchen. Es ist ein Buch für Geschichtsinteressierte mit (vielleicht) einigen Vorkenntnisssen - zu empfehlen auch für Italien-Reisende, die nicht nur an Meer, Sonne und vino intessiert sind. Vor allem, wenn man in die südliche Toskana oder das nördliche Latium reist, ist dieses Buch empfehlenswert: die heute so stillen und ohne Touristenrummel zu besuchenden Stätten der Etrusker - ob Chiusi, Vulci, Tuscania, Caere oder Vei - werden in diesem Buch bevölkert von Menschen: von liebenden, hassenden, machtgierigen, heilkundigen, hellsichtigen Menschen - fast "wia' im richtigen Leben". Man lernt auf relativ unterhaltsame Weise sehr viel von den alten Etruskern - und damit gleichzeitig auch von den Anfängen der Stadt Rom. Das Buch zeichnet sich durch - soweit das von einer geschichtsinteressierten Laiin beurteilt werden kann - gute Rechereche und eine für Romane nicht mehr selbstverständliche gediegene Sprache aus - ein besonderes Lob daher auch der Übersetzerin Christa Efkemann! Ich jedenfalls habe so manchen TV-Abend ausfallen lassen, um mich 1075 Seiten lang den alten Etruskern zu widmen!