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Die Seelen im Feuer [Audiobook] [Audio CD]

Sabine Weigand , Brigitta Assheuer ( Sprecher)
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (64 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 24,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

13. Oktober 2008
1626: Die Angst geht um in Deutschland, die Angst vor dem Teufel, der Zauberei, den Hexen. Der intrigante Fürstbischof von Bamberg will die freien Bürger der Stadt in ihre Schranken weisen. Neben den einfachen Leuten hat er es deshalb besonders auf die Stadträte abgesehen. Sie werden verhört und verurteilt. Sie werden verbrannt. Auch die junge Apothekerstochter Johanna droht in den Teufelskreis zu geraten, aus dem keiner entrinnt. Gelingt ihr die Flucht ins weltoffene Amsterdam? Bekommen die Bürger von Bamberg endlich Hilfe bei Kaiser und Papst, um dem Brennen ein Ende zu machen?

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Produktinformation

  • Audio CD: 1 Seiten
  • Verlag: Argon Verlag GmbH; Auflage: 1 (13. Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866105649
  • ISBN-13: 978-3866105645
  • Größe und/oder Gewicht: 14,2 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (64 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 863.729 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Deutschland, im Jahre des Herrn 1626. In Frankreich begründet René Descartes den modernen Rationalismus, in Holland preisen lebensfrohe Maler wie Rembrandt auf opulenten Gemälden die Freuden des diesseitigen Lebens. Währenddessen lodern hierzulande die Scheiterhaufen munter weiter. Während sich die Welt für die Segnungen der Neuzeit rüstet, versinkt Deutschland durch seine Hetze auf vermeintliche Ketzer und Hexen immer noch im tiefsten Mittelalter. Das Schrecklichste dabei: Jeden kann es treffen. Einmal bei Nachbarn, Unergebenen oder politischen Gegnern in Ungnade gefallen zu sein, reicht völlig aus.

So ist es auch in Bamberg. Hier lebt die Apothekertochter Johanna, deren Leben zunächst in glücklichen Bahnen zu laufen scheint. Der Hilfsschreiber Hans hat um ihre Hand angehalten, und auch, wenn er sich mit der Heirat Zeit lassen will, bis er Johanna ein besseres Leben bieten kann, scheint ihre Zukunft dadurch doch gesichert. Aber dann kommt der junge Cornelius in die Stadt zurück. Und der Fürstbischof von Bamberg macht sich einen Spaß daraus, durch den Verrat von einfachen Bürgern und Ratsmitgliedern an die Inquisition seine Macht weiter zu festigen. Auch Johanna und Cornelius werden hineingezogen in den teuflischen Strudel aus Aberglaube und Herrschaftswahn. Immer enger zieht sich die Schlinge, bis es plötzlich kein Entrinnen mehr zu geben scheint. Oder kommt letztlich doch noch Rettung von der römischen Kurie, sprich: vom Papst? Und: Gibt es Hoffnung auf einen Neuanfang, vielleicht sogar zu zweit?

Wie jeder historische Roman, so leidet auch Die Seelen im Feuer ein wenig an der Frage nach geschichtlicher Glaubwürdigkeit. Das liegt vor allem daran, dass es schwer ist, sich immer und bei jedem Satz in die Vorstellungs- und Bewusstseinswelt der Vergangenheit hineinzudenken. Ob einem Protagonisten aus dem deutschsprachigen Umfeld Anfang des 17. Jahrhunderts tatsächlich die „allgegenwärtige Dominanz der Kirche“ aufgefallen wäre, da diese Dominanz ja immerhin als Selbstverständlichkeit hingenommen wurde, darf zumindest bezweifelt werden. Trotzdem: Sabine Weigand schreibt immer noch die authentischsten historischen Romane. Und darunter gehört Die Seelen im Feuer zu einem der besten. -- Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

Eine auf professioneller Recherche beruhende, fesselnde, überaus spannende Geschichtsstunde! Die Konfrontation mit dem Leiden der verzweifelten Opfer, den fanatischen Hexenjägern und den kalt berechnenden Initiatoren der Verfolgung verlangt dem Leser eine wahre Tour de Force der Gefühle ab. -- literature.de, 26.11.2008 -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
51 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Seelen im Feuer 14. Oktober 2008
Von Eskalina TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Es beginnt Ende 1626 mit der pubertären Spinnerei des Hansi Moorhaupt, Sohn des Bürgermeisters der Stadt Bamberg, der nach der Lektüre des Buches Historia von D. Johann Fausten dem weitbeschreyten Zauberer und Schwarzkünstler" behauptet, einen Pakt mit dem Teufel geschlossen zu haben. Und es endet 1632 mit einer fast entvölkerten Stadt mit ausgestorbenen Straßenzügen, und verlassenen Häusern und verwaisten Geschäften. Eine Stille liegt über der Stadt, wie auf einem Kirchhof. Es gibt keine Wehfrauen mehr, keine Musikanten, keine Feste und keine Fröhlichkeit" - der, der das feststellt, ist einer der Hauptschuldigen an diesem Zustand - Fürstbischof Dornheim, der zusammen mit seinem Weihbischof Förner für die massenhaften Hexenverbrennungen und den Hexenwahn in Bamberg in diesen Jahren verantwortlich ist.

Es ist ein Buch, dass erschreckt, das aufrüttelt, und das sich an vielen Stellen nicht so einfach lesen lässt, wie andere historische Romane. Zu sehr habe ich mich in die Ereignisse hineinziehen lassen, zu sehr versucht, mir auch nur ansatzweise vorzustellen, welche Qualen die Angeklagten unter der Folter gelitten haben mussten. Es sind historische Briefe und Berichte eingebunden, die durch die Schreibweise der damaligen Zeit etwas schwieriger zu lesen sind, obwohl gerade sie dazu beitragen, dass das Buch trotz der eingestreuten Liebesgeschichte, sehr authentisch wirkt. So authentisch, dass ich es eher als sehr gut recherchiertes Sachbuch, denn als Roman empfunden habe.

Manchmal fehlte mir persönlich ein wenig das Fortschreiten der Handlung - die nämlich scheint sich einen großteil der Zeit nur auf der Stelle zu bewegen.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahsinn, der aus Aberglaube erwächst 8. Februar 2009
Von Bouquineur TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Bamberg 1626. Durch eine unbedachte Äußerung eines Kindes wird der Prozess der Hexenverfolgungen in Gang gesetzt, der auch Jahrhunderte später nichts von seinem Schrecken verloren hat. Was zunächst nur einzelne Personen betrifft weitet sich Laufe der nächsten Jahre immer weiter aus, bis niemand in der Stadt Bamberg mehr sicher vor der Anschuldigung ist, eine Hexe zu sein oder mit dem Teufel im Bunde zu stehen. Besonderer Voraussetzungen bedarf es nicht, die bloße Anschuldigung genügt.
Was aus religiösen Motiven begonnen hat schlägt mit der Zeit in politische Willkür um, da die Verurteilung gerade gut situierter Bamberger Bürger Geld in die Taschen des Fürstbischofs und seiner Hexen-Kommission spült.

Sabine Weigand zeichnet in ihrem Buch das Schreckensszenario, wie es sich seinerzeit zugetragen habenkönnte. Sie verbindet die fiktive Geschichte der Apothekerstochter Johanna und des jungen Arztes Cornelius mit tatsächlichen Vorkommnissen, die sich anhand von Protokollen, Briefen und Bestandslisten nachweisen lassen. Damit schafft sie eine Atmosphäre, die dem Leser mehr als einmal eine Gänsehaut über den Rücken laufen lässt, obwohl vieles nur angedeutet ist, es keine wirklichen Szenen von Folter oder physischer Grausamkeit gibt. Alleine die Angst und der psychische Druck auf die verhafteten Frauen, Männer und Kinder aber, der ständige Schatten des Misstrauens, der über Stadt liegt, die Scheiterhaufen auf dem Richtplatz und die ungewisse Zukunft der Protagonisten sorgen für einen Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Seite und erschüttern den Leser oftmals bis ins Mark.
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32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen keine heitere Lektüre 19. Oktober 2008
Von M. Wolf
Format:Gebundene Ausgabe
Sabine Weigand schreibt spannend und gut lesbar. Das Umfeld ist (wie auch bei ihren anderen Büchern) sehr gut recherchiert.
Der Leser wird in eine dichte Atmosphäre der Angst und der Denunziation, des Grauens und der Brutalität versetzt und das nicht in einer Fantasywelt, sondern in Bamberg im zweiten Viertel des 17. Jahrhunderts. Das macht das Buch sehr bedrückend.
Es ist die Zeit der Hexenprozesse und Bamberg war eins der Zentren dieser Prozesse. Sabine Weigand arbeitet mit Originalzitaten: Protokollen der Befragungen, Listen der Hingerichteten, Zitaten aus dem Hexenhammer u. a.
Hauptperson ist Johanna, Tochter eines Apothekers, klug und gebildet. Da sie ihrem Vater in der Apotheke hilft, Arzneien zubereitet und Kräuter dafür sammelt, ist es nahe liegend, dass sie auch in den Sog der Anklagen gerät. Dieser sich steigernde Wahn, der in immer höhere Gesellschaftsschichten greift - vor dem keiner mehr sicher ist, in ihrer Person und dem Umfeld wird dies beeindruckend und bedrückend geschildert.

Auch das Nachwort mit den Quellenangaben und ihrer Rechenschaft, wie sie mit historischen Fakten und fiktiven Personen umgegangen ist, ist sehr gut.

Trotz des "happy ends" für die Heldin: Das Buch ist gut, aber es bietet keine "gute Unterhaltung". Das sei dem (potentiellen) Leser vorher gesagt.

Trotzdem: sehr zu empfehlen!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein unglaublich mitreißender historischer Roman! 30. Oktober 2008
Von Izzy
Format:Gebundene Ausgabe
Sabine Weigand versteht es einfach, historisch präzise und gleichzeitig lebendig, anschaulich und spannend zu schreiben. Die Geschichte der Apothekerstochter Johanna zieht einen gleich in den Bann, man verfolgt ihr Leben in Bamberg, aber auch in der großen weiten Welt von Amsterdam. Im letzten Drittel des Romans liest man wirklich atemlos immer weiter, um zu erfahren, wie sich ihr Schicksal wendet; das ist voller Tempo und Spannung erzählt und die Handlung führt von Bamberg bis zum Papst nach Rom und zum Kaiser nach Wien. Man wird hineinversetzt in die Welt des 17. Jahrhunderts und kann sich total in die Figuren einfühlen, in ihre Angst vor den Hexen und in ihre Wünsche und Träume. Lesefreude mit Niveau.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen sehr gut
ein spannendes buch! wenn man bedenkt, dass es in unserem Land so früher mal zu ging...schon gruselig. aber es ist richtig gut geschrieben und liest sich auch toll! Lesen Sie weiter...
Vor 19 Tagen von Asiafan veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sabine Weigand: Die Seelen im Feuer
Gemäß der historischen Quellenlage unglaublich gut und beeindruckend recherchiert! Dabei bis zum Schluss spannend - geht wirklich unter die Haut! Lesen Sie weiter...
Vor 20 Tagen von kallistho veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Tolles Bucht
Tolles Bucht und sehr spannend. Unglaublich, wenn an der Geschichte auch nur ein bisschen Wahrheit ist. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Jutta Hunke veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Spannend und gut recherchiert
Sabine Weigand entführt den Leser ins 17. Jahrhundert in eine Welt, die zwischen Aberglaube und langsam beginnenden Fortschritt steht. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Kellerkatze veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Düsterer als düster
Ich habe das Buch nicht bis zum Ende gelesen, weil es mich depressiv macht.
Gerne lese ich historische Romane, in denen natürlich auch von Hexenverfolgung,... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Britta Urmersbach veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Spannend, lehrreich und gut als Reisevorbereitung
Das Buch habe ich mir als Vorbereitung eines Bambergbesuchs gekauft und habe Glück gehabt. Reale Orte sind auf geschichtlichem Hintergrund eingearbeitet und so bekommen... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von wulfilaa veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Beeindruckendes fesselndes tagebuch
Das war ein Roman, der mich von Anfang an fesselte und ich jede freie Minute nutzte, das Buch weiterzuverschlingen! Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von mag.michael haustein veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Erschütternd
Tolles Buch. Aber auch erschreckend, was Menschen zu tun bereit sind für Macht und Geld. Durch die vielen authentischen Prozessberichte umso erschütternder. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Charlie veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Super Umsetzung der Thematik
Ein super Buch, die Autorin schafft es die düstere Story gut zu erzählen und lässt den Leser tief in die Gefühlslage der einzelnen Charaktere eintauchen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Thomas Weber veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Der helle Wahnsinn
Dieses Buch ist eine Pflichtlektüre für alle Liebhaber historischer Romane, für alle, die sich gerne mit Geschichte beschäftigen - und für alle Franken... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Shirley Holmes veröffentlicht
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