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Produktinformation
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Der Gerichtspsychiater Reinhard Haller hat sich die Motivsuche zum Beruf gemacht. In seinem jüngsten Buch unternimmt er eine Reise in das weite Land der verbrecherischen Seele. Während Autorinnen wie die forensische Anthropologin Kathy Reichs oder die Polizei- und Gerichtsreporterin Patricia Cornwell ihre Erfahrungen in Romanen verpacken und ihre Figuren sprechen lassen, setzt Haller auf die unverblümte Beschreibung nackter Tatsachen: Inhalte und Protagonisten liefern ihm die großen Kriminalfälle und Verbrecher unserer Zeit -- ihre Schicksale, ihr Leben und ihre Greueltaten liefern den Stoff für seine Geschichten.
Eingangs schildert der forensische Psychiater seine ersten beruflichen Erfahrungen: "Schon bald gelangte ich zur Erkenntnis, dass Verbrecher ganz normale Menschen sind, Menschen wie du und ich, mit oft gar nicht besonderen Lebenswegen, aber einem ganz besonderen Schicksal." Das Schicksal dieser "normalen" Menschen ist es auch, das Haller in seinem Werk genauer unter die Lupe nimmt, eindimensionale Erklärungen lehnt er ab. "Je größer die Straftat, desto umfassendere psychologische Kenntnisse stecken dahinter. Jeder Verbrecher war mir somit ein Stück weit auch Lehrmeister."
Indem Haller die Geschichten der Verbrecher nachzeichnet, versucht er, ihre Psyche zu erfassen. Er stürzt sich auf ihre Biografie, seziert sie akribisch und verwandelt jeden Fall in einen Thriller, in ein Zeitdokument. Dabei widmet der Vorarlberger dem Konzept des "gekränkten Genies" große Aufmerksamkeit. Nach Ansicht des international tätigen Experten steuert der Typ des neuen Verbrechers psychologisch zwischen Genie und Wahn.
In diese Kategorie fällt etwa Franz Fuchs. Der Bombenattentäter spielt in der Seele des Verbrechers eine ebenso wichtige Rolle wie sein Landsmann und Serienmörder Jack Unterweger, der eiskalte Narzisst.
Faszinierend, spannend und in einer allgemein verständlichen Sprache beschreibt Haller einmal mehr, einmal weniger spektakuläre Fälle. Dem Leser bleibt, sich ein Bild zu machen -- von den Verbrechern und von ihren Opfern. Mit emotionaler Wucht trifft ihn einmal Grauen und Abscheu, einmal Mitleid und Vertrautsein -- was bleibt, ist ein Wechselbad der Gefühle. --Ute Langthaler-Nusser
- Welche Motive beherrschen einen Sexualdelinquenten?
- Welchen Impulsen folgt ein pathologischer Brandstifter?
- Was treibt einen Serienmörder?
- Gibt es den "geborenen Verbrecher" oder sind psychodynamische, lebensgeschichtliche und soziale Einflüsse entscheidend?
All diesen Fragen wird am Beispiel großer Kriminalfälle aus aller Welt nachgegangen. Es werden zahlreiche Lebensläufe und deren schicksalhaftes Einmünden in kriminelles Verhalten nachgezeichnet und die individuelle Persönlichkeitsstruktur zahlreicher Verbrecher beschrieben. Besonderes Augenmerk wird auf das Konzept des "gekränkten Genies" gelegt, welches vor dem Hintergrund der Ereignisse des 11. September 2001 und dem sich einer staunenden Öffentlichkeit präsentierenden Typs des neuen Verbrechers - psychologisch anzusiedeln zwischen Genie und Wahnsinn - einen höchst aktuellen Bezug gewinnt.
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