Das Volk der Blauschöpfe hatte, weil sein Land immer mehr vom Nichts bedroht wurde, einen Boten zur Kindlichen Kaiserin geschickt, um Hilfe zu erbitten. Weil der Bote nicht zurückkam, machte es sich auf in das Land Nazagur, das einzige Land Phantásiens, das nicht vom Nichts verschlungen wird. Zurück blieb nur die Tochter des Boten, Tahâma. Als ihr Vater nun doch zurückkehrt, erfährt sie, dass ihrem Volk in Nazagur noch Schlimmeres bevorsteht. Sie macht sich auf zur Rettung ihrer Leute und trifft untwegs den Jäger Céredas und den Erdgnom Wurzgluck, die sie begleiten.
Einen Stern für Schweikerts hübsche Idee, ein Volk zu kreieren, das aus der Musik lebt, und das nur dann stark ist, wenn Harmonie, Rhythmus und Melodie, die jeweils ein Vertreter des Volkes in Händen hält, vereint handeln.
Doch der Rest ist nichts weiter als eine Mixtur aus History und Fantasy, garniert mit Elementen aus Michael Endes "Unendliche Geschichte". Wenn ein Buch sich "Legende von Phantásien" nennen darf, sollte man mehr erwarten als nur die Übernahme dreier Elemente, der Kindlichen Kaiserin, des Nichts und des Alten vom Wandernden Berg, die darüber hinaus keine aktive Funktion in der Geschichte haben.
Man hat es mit Figuren zu tun, die verschiedenen Genres entlehnt sind - nur in Ausnahmefällen der Fantasy. Mittelalterliches Stadtambiente, malerische Landschaften, die man bei jeder Fahrt durch heimatliche Gefilde entdecken kann, und das Böse, den Schattenlord und seine Werwolf-Gefährten, die unter dem Oberbegriff "Zombie" durch alte Horror-Filme geistern.
Ein gut gemeinter, aber missglückter Versuch, ein History-Märchen im Lande Phantásien anzusiedeln, aber in keiner Zeile ist der Geist des großes Vorbildes spürbar.