Da treffen wir sie wieder die Fälle, die Robert Ressler in seinem
"Ich jagte Hannibal Lecter" schon einmal beschrieben hat.
Klar... sie haben ja auch zusammengearbeitet die Beiden.
Dem auch schon lobhudelnden Ressler kann man wenigstens noch
die Gründung der Profiling-Abteilung des FBI und das "Original"
des Buches zusprechen.
Vielleicht hat sich ja Douglas, der in dem Ressler-Buch vor allem
bei den Interviews in den Gefängnissen schlecht abschneidet und
als, wenn auch tüchtiger, "Lehrling" geoutet wird gedacht:
"Dem zeig ichs jetzt aber mal dem Alten".
Sicherlich, die Thematik ist reißerisch aufgemacht und es ist
am Rande auch vorstellbar wie "Profiling" funktioniert, aber
alleine der Einstieg mit dem vor lauter Mörderjagen zusammen-
gebrochenen Ich-Erzähler der im Worcoholic-Delir von seinen
Schatten gejagt wird, ist schon arg um Bewunderung heischend.
Wer wissen will, ob nun Ressler oder Douglas anhand des Tatort-
fotos rausgebracht hat, daß der Mörder ein dunkles Auto fährt
das einen nicht aufgeräumten Kofferraum hat, sollte beide Bücher
lesen. Wer sich tiefer mit der Thematik des Profilings beschäftigen will, ist bei Stephan Harbort oder Paul Britton
besser aufgehoben.