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Die Seele der Elben: Roman
 
 

Die Seele der Elben: Roman [Kindle Edition]

Susanne Gerdom
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

Seelentrinker allein das Wort löst bei dem Halbelben Lluigolf eiskalte Schauer aus. Der Name der teuflischen Geschöpfe klingt ihm unheilvoll und todbringend in den Ohren. Lluigolf verrichtet in der Mark Raakus Dienst auf dem Gut des Markgrafen. Dort verfällt er der atemberaubend schönen Elbin Chantreea. Diese verfolgt jedoch andere Ziele, als er sich erhofft denn Chantreea gehört zu den gefürchteten Seelentrinkern. Sie giert danach, ihren Opfern die Seele zu entreißen und dadurch ewige Jugend zu erlangen. Chantreea aber hat nicht mit der Widerstandskraft des Halbelben gerechnet. Und auch nicht mit Lluigolfs engstem Verbündeten, dem zwergischen Magier Trurre

Über den Autor

Susanne Gerdom, 1958 in Düsseldorf geboren, wuchs am Niederrhein auf. Nach einer Buchhändlerlehre arbeitete sie als Regisseurin und Schauspielerin an verschiedenen Düsseldorfer Theatern. Nach den Romanen »Elbenzorn« und »Die Seele der Elben« eroberte sie die Herzen der Fantasy-Leser. »Elidar. Magierin der Drachen« erzählt eine phantastische Geschichte um Liebe, Verrat und Magie.Weiteres zur Autorin: http://www.susannegerdom.de/  

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von I. Ostwald VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Zum Inhalt:
Der Halbelf Lluigolf lebt in Weidenheim bei seiner menschlichen Mutter und seiner Stieffamilie. Aufgrund seiner Abstammung ist er wenig akzeptiert, sowohl von Leuten in seinem Dorf, als auch von den Elben, die in der Nähe wohnen. Mit der jungen Elbin Siiran hat er ein heimliches Verhältnis, das jedoch immer schwieriger wird, da es von ihren Eltern nicht erwünscht ist. Als Siiran plötzlich an einer mysteriösen Krankheit stirbt, verlässt Lluis seine Heimat und macht sich auf die Reise in die Mark Raakus, um dort eine Anstellung zu finden. Zunächst gerät er in zwielichtige Gesellschaft der "Kröte" und wird an einer Schule für Diebe angenommen und ausgebildet. Er lernt aber auch schnell neue Freunde kennen, den Zwerg Trurre, den Barden Garness und die ruppige Hadmut. Die Prinzessin Vanandel hingegen, die auf Schloß Raakus lebt, möchte am liebsten aus ihren gesellschaftlichen Zwängen ausbrechen. Ihre Zwangsverlobung mit einem Langweiler steht vor der Tür, während sie jede Gelegenheit nutzt, verkleidet in die Stadt zu schleichen und ihren Geschäften nach zu gehen. Der Zufall bringt die beiden schließlich zusammen, als Lluis eine Anstellung auf dem Schloß erhält. Hier trifft er auf die geheimnisvolle Elbin Chantreea, die ihn von Anfang an im wahrsten Sinne des Wortes verzaubert. Doch warum erleidet er immer Schwächeanfälle, sobald er in die Nähe der Elbin kommt?

Fazit:
Die Seele der Elben ist High Fantasy vom Feinsten! Sowohl sprachlich als auch inhaltlich weiß die Geschichte voll und ganz zu überzeugen. Elben, Zwerge, Orks, Magier und riesengroße Adler - viele klassische fantastische Figuren haben Einzug in diese Geschichte gehalten, jedoch bewegen sie sich abseits der üblichen Klischees und haben einen ganz eigenen Charakter. Gerade Susanne Gerdoms Version der Orks ist überraschend, witzig und unheimlich sympathisch, bitte mehr davon!

Ausstattung:
Das überformatige Taschenbuch ist ein wahres Schmuckstück im Bücherregal - die tolle Illustration auf tiefblauem Grund, die aufgrund des geschickt gewählten Ausschnitts sehr viel Interpretationsspielraum frei lässt, zieht alle Blicke auf sich.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Der Halbelf Lluigolf lebt in Weidenheim bei seiner (menschlichen) Mutter und hat ein Verhältnis mit der jungen Elbin Siiran. Deren Vater sieht das aber nicht gern und verbietet ihm weiteren Kontakt. Auch mit seinem Stiefvater kommt Lluigolf nicht gut zurecht. Dann stirbt Siiran plötzlich an einer merkwürdigen Krankheit. Lluigolf verlässt Weidenheim und geht in die Stadt Raakus. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bekommt er durch Vermittlung der Diebin Hadmut eine Ausbildung in einer Schule für Diebe.

In der nahen Residenz Schloß Raakus hadert die junge Prinzessin mit ihrem Schicksal. Ihr Vater, der Markgraf, will sie verheiraten. Also plant sie ihre Flucht, bei der ihr zunächst aber niemand helfen will. Weder der Barde und Narr ihres Vaters, der auch ihr Lehrer war, noch der Ork Groszbarrt, der Hauptmann der Wache und ihr besonderer Freund ist.

Um herauszufinden, woher diese seltsame Hadmut eigentlich kommt (es ist ein Auftrag des Anführers der Diebe, der »Kröte«) gelangt Lluigolf ins Schloss, dort ins Gefängnis und von dort in die »Sammlung« des Markgrafen, der allerlei seltsames Volk um sich schart, dazu Dracheneier und andere Exponate sammelt. Immer deutlicher wird aber eine seltsame Krankheit, die Lluigolf überraschende Schwächeanfälle bescheren. Überdeutlich werden diese, als die schöne Elbin Chaantrea sich für ihn interessiert. Diese hat aber ein ganz spezielles Interesse an Lluigolf, denn sie gehört zu den »Seelentrinkern«. Lluigolf erweist sich allerdings als überraschend widerstandsfähig, insbesondere auch deshalb, weil er auf die beiden Freunde - Hadmut und den Zwerg Trurre Silberzunge - bauen kann.

Die Handlung dieses Romans liegt zeitlich vor der des 2007 erschienenen »Elbenzorn«, mit dem Susanne Gerdom beeindruckend eigenständig in die Welt der tolkienschen Wesen einstieg. Sie führt dies in diesem zweiten Roman um die Elben (tatsächlich ist es ihr sechster) weiter und erfreulicherweise stehen die beiden Helden, die im ersten Roman zu kurz kamen und in der Mitte bereits ausscheiden mussten - Lluigolf und Trurre - im Fokus der Handlung. Elben, die Seelen anderer Elben »trinken« sind eine überaus interessante Erweiterung dieser literarischen Spezies. Fast noch besser sind ihr aber die Orks gelungen, die der Markgraf zur Palastwache einsetzt. Groszbart ist ein Meisterstück der eigenständigen Umdeutung vorgegebener Figuren und dass er sich auch noch in die Prinzessin verliebt ist das Sahnehäubchen auf der Arbeit Gerdomscher Figurenschnitzarbeit. Allerdings steht Groszbart mit seiner Liebe zur Prinzessin Vanandel nicht allein, doch muss ja nicht alles in einer Rezension verraten werden.

Adler spielen noch eine Rolle, die allerdings eher dem Bild des mythischen Vogels »Greif« entsprechen (auch wenn der Löwenkörper fehlt), Adlereierdiebe, Magier, die bei Susanne Gerdom allerdings eher skurril daherkommen und kaum etwas Gandalfmäßiges haben, Schankwirte, die plötzlich entscheidend in die Handlung eingreifen. Langweilig wird es an keiner Stelle im Buch. Die Autorin hat die Fähigkeit, die Leser sofort und umgehend in die Handlung zu nehmen. Es braucht keine Anlaufzeit, keine Durststrecke - bereits nach wenigen Seiten ist man mit dem »Setting«, den Figuren vertraut und der Lesefluss wird nur noch durch äußere Gegebenheiten gestört (Schlafbedürfnis, Broterwerb u.ä.). Auch wenn ich von der Autorin in Zukunft gern etwas anderes lesen würde (sie kann mehr, wie mir noch aus der Anida-Trilogie, die bei Heyne erschien in Erinnerung ist), so würde ich es begrüßen, wenn diese Geschichte um Susanne Gerdoms Elben mit diesem Buch noch nicht ihren Abschluss gefunden hätten.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Lluigolf wächst in Weidenheim auf. Hier im ländlichen Gebiet haben sich sowohl Waldelben, als auch Menschen angesiedelt. Trotzdem fühlt sich Lluigolf immer als Außenseiter, in die Familie wird er nicht richtig einbezogen. Schließlich ist er als Spross von Rialinn, seiner menschlichen Mutter und eines unbekannten Elbenmannes, doch etwas sehr seltenes: Ein Halbelb. Als dann seine Liebste, eine junge Elbenfrau namens Siiran, in seinen Armen stirbt, stellt er sich die Frage wie dies denn überhaupt geschehen konnte, schließlich werden Elben nicht einfach so krank. Lluigolf wird von seiner liebenden Mutter fort geschickt in die Residenz Raakus, nach dem Tod Siirans hält ihn nichts mehr in Weidenheim und er zieht mit kargem Geldbeutel los.

Angekommen in Raakus trifft er nicht zuletzt auf Trurre Silberzunge, den Zwerg, einer illustren Truppe von Wachleuten, die aus Orks besteht und Hadmut, die geschickte Diebin und Einbrecherin...

Dieser Roman ist nicht reißend spannend, schnell und hektisch. Nein, im Gegenteil, er bietet Ruhe, sehr lebendige Figuren und eine wunderbare Geschichte, ohne großes Schwertgefuchtel. Genau das macht ihn zu einer tollen Lektüre für ruhige Stunden, in denen man ihn nicht aus der Hand legen wird. Trotz der wenig actionreichen Story, schafft es Susanne Gerdom mit dieser Geschichte zu fesseln. Sie schreibt Fantasy mit einer großen Portion Phantasie, sie stellt mutig "Regeln" auf den Kopf. Ihre Orks zum Beispiel sehen völlig anders aus, als die normalerweise anzutreffenden grünhäutigen Gesellen. Es sind Tiermenschen mit Schafs-, Hunde- und Raubtierköpfen, auch wenn ihr Intellekt dem des tumben grünen Orks in einigen Fällen sehr ähnlich ist.

Die Charaktere entsprechen keinen Archetypen, mit Klischees wird gespielt und immer wieder gebrochen. Es zeigt sich, dass Liebe keine Grenzen kennt. Alter, Geschlecht, Volk, gesellschaftlicher Stand - das alles ist unwichtig, wenn es um Liebe und Freundschaft geht. Gerade das macht diesen Roman wieder zu einem absoluten Vergnügen. Wer will denn auch immer am Ende nur die hübschen Helden glücklich in den Sonnenuntergang reiten sehen? 'Die Seele der Elben' ist wie die Anida-Trilogie aus Susanne Gerdoms Feder, ein Paradebeispiel für einen Roman voller Toleranz, der mit jeglichen Vorurteilen aufräumt.

Wem das Spaß macht, wer keine Probleme mit neuen Ideen hat, wer endlich die heimlichen Hauptdarsteller aus Elbenzorn: Trurre und Lluigolf wiedersehen möchte und wer schon immer mal von einer Trinklieder schmetternden Riesenadlerdame lesen wollte, muss dieses Buch lesen!
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