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Pérez-Reverte strickt seine Geschichte um die Auktion eines historischen Seeatlas aus dem 18. Jahrhundert, den eine geheimnisvolle und schöne Frau ersteigert. Manuel Coy, ein ehemaliger Seeoffizier, verliebt sich sofort in Tánger Soto und spricht sie nach der Versteigerung an. Beide jagen einem Traum hinterher: Coy ist von dieser Frau besessen, während Tánger nur ein Ziel hegt, die prächtige 'Gloria Dei' zu bergen. Nur Tánger und der Besitzer der Bergungsfirma wissen vorerst, dass sich an Bord der 'Gloria Dei', die 1767 nach einem erbitterten Gefecht vor der Südostküste Spaniens versank, ein wertvoller Schatz befindet.
Coy, der von Tánger nur benutzt wird, nimmt das in Kauf und fährt mit ihr und einer raubeinigen Crew zur See, um dem Geheimnis um das Schiff auf die Spur zu kommen. Neben den Schilderungen rund um die Schatzsuche heizt der Verfasser durch seine genauen Beschreibungen von Tángers Gesten die Stimmung erotisch auf. Und das, ohne dass es zunächst überhaupt zu einer körperlichen Annäherung der beiden kommt. Neben dem Abenteuer auf See ist der Roman auch eine Selbstbespiegelung des Hauptakteurs Manuel Coy, der mit allen Wassern gewaschen ist. --Corinna S. Heyn
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Großteils spannend erzählte Geschichte für 'Seebären',
Von WK (Ebersberg, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Seekarte: Roman (Gebundene Ausgabe)
Tanger, die coole und attraktive Historikerin sucht auf eigene Faust nach einer im 18. Jahrhundert vor der südspanischen Küste versunkenen Brigg und trifft dabei zufällig auf den schlichten und seeverliebten Seemann Coy, der mal angeheuert, Ihr auf dem Wasser hilft, sich aber auch gerne handgreiflich mit der rabiaten Schatzsucherkonkurrenz anlegt. Im Wechselbad der Gefühle träumt er ständig davon seiner Arbeitgeberin an den Rock zu gehen, gleichzeitig fühlt er sich aber von ihrem Spiel mit verdeckten Karten abgestoßen. Er sinniert über die Veränderungen auf der See in den letzten Jahrzehnten und immer wieder tauchen in seiner Phantasie Gestalten aus der großen Seefahrtliteratur auf, Ismael, Lord Jim u.a. lassen grüßen . - Verschiedene Träume werden wahr. Der finale Showdown kommt auf gar zu wenigen Seiten daher. Der Aufdruck 'Weltbestseller' auf dem Buchumschlag erweckt große Hoffnungen. Zu große. - Gott sei Dank befindet sich der Aufdruck dann doch nur auf einer gut getarnten Banderole um den Umschlag, welche schnell beseitigt ist. - Die einfache Geschichte ist linear und spannend erzählt, die Personen bekommen Charakter. Der Leser sollte allerdings ähnlich viel Interesse und Liebe zum Meer und zur Nautik aufbringen wie der Autor oder die Akteure des Buchs. In diesem Fall kann man das Buch über weite Strecken genießen und es werden sicher auch mal sinnleere Sätze oder Wiederholungen weggesteckt. Beim Lesen hatte ich manchmal das Gefühl, dass der Übersetzer mit dieser Seefahrtsthematik nicht allzu viel am Hut hatte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gefühlsduseliger Abenteurerroman!,
Von Hannes Roth (Hannes.Roth@chello.at) (Graz, Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Seekarte: Roman (Gebundene Ausgabe)
Voller Erwartung habe ich den neuen Roman von A. Pérez-Reverte in Angriff genommen - und wurde leider weitgehend entäuscht. Die Story beginnt äußerst vielversprechend und verkommt in weiterer Folge zu einem kitschigen Abenteuerroman der ein Klischee nach dem anderen bedient. Kurz zum Inhalt: Der vorübergehend suspendierte Seemann Manuel Coy trifft auf die schöne aber unnahbare Tánger Soto, die eine sehr alte und wertvolle Seekarte bei einer Auktion in Barcelona ersteigert. Nach einer ersten kurzen Begegung vor dem Auktionshaus folgt Coy der schönen Unbekannten nach Madrid ins Marinemuseum wo sie ihrer Arbeit als Forscherin und Ankäuferin von Raritäten nachgeht. Es dauert nicht lange und die beiden befinden sich auf der Suche nach einem 1767 versunkenen Schiff der "Dei Gloria". Was natürlich nicht fehlen darf ist ein Schurke in Gestalt des professionellen Schatzjägers Palermo und dessen Handlanger Kiskoros. Was nun folgt sind ein Haufen innerer Monologe Coys der scheinbar nur auf See glücklich sein kann und mit dem Leben an Land kaum oder gar nicht zu Rande kommt. Es kommt wie es kommen muß, Coy und Tanger finden "und vereinigen sich unter wilden und stürmischen Küssen miteinander" (Konsalik läßt grüßen!). Das Ende bietet auch keine großartigen Überraschungen der Schatz wird entdeckt und, ... mehr soll nicht verraten werden um die minimale Spannung aufrecht zu erhalten. Wer die Romane "Der Club Dumas" oder "Das Geheimnis der schwarzen Dame" gelesen hat, wird vom neuen Roman des spanischen Erfolgsautors mehr als entäuscht sein. "Die Seekarte" läßt die spannungsgeladene Schreibweise der oben genannten Romane vermissen und ist übersäuert mit kitschigen Passagen. Ein um etwa 150 Seiten verkürzter Roman wäre wahrscheinlich ein wirkliches Meisterwerk geworden! Daher kann ich nur 3 Sterne vergeben. 1 Stern Abzug für verschwendetes Talent und 1 Stern Abzug für aufgeblähte und spannungsarme Erzählweise.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sie kennen den UInterschied zwischen Alidade und Alicante? Dann lesen Sie dieses Buch!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Seekarte (Taschenbuch)
Sie mögen Segeln, Tauchen, Sterne am Nachthimmel, Gibraltar und die spanische Mittelmeerküste, kennen die KVR und haben sich schon mal von Null bis Vier auf der Brücke eines Schiffes gefragt, warum Sie das alles auf sich nehmen? Dann ist dieses Buch Klasse. Sie werden jemanden wiedererkennen, der genauso denkt wie Sie es schon ein paar mal getan haben, die recht detaillierten nautischen Erläuterungen werden Ihnen kurzweilig erscheinen und Sie werden sich für ein paar schöne Stunden wie auf See fühlen, gleichwohl Sie das vielleicht gar nicht sind.
Ihnen sagt die Aufzählung oben nix und Seefahrt interessiert Sie eigentlich auch nicht? Dann werden Sie das Buch wohl teilweise etwas langatmig finden. Coy, die Hauptfigur des Romans, ist eigentlich Offizier der Handelsmarine, jedoch gerade für zwei Jahre durch das Seegericht vom Brückendienst suspendiert und darüber natürlich ein wenig unglücklich. Ziemlich häufig verliert sich Coy in melancholischen Betrachtungen und Gedankenläufen, die dem ungeduldigen und vielleicht nautisch wenig interessierten Leser bisweilen die Zeit bis zum nächsten Fortschritt der Handlung - es geht um das Aufspüren eines vor 250 Jahren versunkenen Schiffes mit geheimsnisvoller Ladung und die sich nur langsam entwickelnde Beziehung Coys zu Tanger, einer sinnlichen Historikerin mit Charakter- zu lang erscheinen lassen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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