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Vielleicht hat ja so manche Person ein wenig Ehrfurcht vor diesem Schriftsteller, der schon einige hohe Auszeichnungen erhalten hat und dessen bislang bekanntes Werk "Der Turm" allein schon aufgrund der Seitenanzahl einem Ehrfurcht einzuflössen vermag. Bei Uwe Tellkamp sollte man die Scheu aber ablegen; man kann gerne näher treten, sich nicht abschrecken lassen, sondern wohlgefälig einschweben in eine wortakrobatische Welt, die einen teils schwindelig werden lässt ob der Verschraubungen und so manchem atemberaubenden Salto, andererseits aber auch eintauchen lässt in eine städtische Alltäglichkeit, die gerade aufgrund der politisch-historischen Brisanz fremd und heimisch zugleich wirkt.
Es gelingt dem Schriftsteller wortgewaltig, Dresden wirklichkeitsnah zu erkunden und hierbei Zeitsprünge, Verwebungen und Diskrepanzen gleichermaßen einfliessen zu lassen. "Das Dresden meines Temperaturgedächtnisses ist eine Winterstadt voller Fernwärmerohre..." so beginnt die fast zweieinhalbstündige, gekürzte Hörbuchfassung. Uwe Tellkamp lädt hier wie ein Stadtfremdenführer die Zuhörerschaft ein, mitzugehen in eine andere Zeit, die sich an vielen Plätzen und Stellen der sächsischen Großstadt bleibend eingekerbt hat. Nicht nur an den Bauwerken lässt uns Uwe Tellkamp die unmittelbar sichtbaren Spuren der Zeit verfolgen, auch an den Gerüchen, Geräuschen und den taktilen Reizen sowie den markanten Temperaturunterschieden, die sich mal eisschollenartig, mal dampfend bemerkbar machen. Doch vor allem sind es diese Menschen, die Begegnungen und die Beziehungen, welche der Schriftsteller hier aufleben lässt mit all ihrer Historie, ihren Gegenwartsgedanken und -gefühlen sowie den Zukunftserwartungen bzw. -enttäuschungen.
Man muss schon genau hinhören, um alle Wendungen in den Sätzen treffend zu verstehen. Tellkamps Wortschatz scheint hier unermesslich zu sein und er zeigt nicht nur die verborgenen und vergangenen Winkel der Stadt und Zeit, sondern beschreibt diese auch mit alltäglichen Sprachfernrohren, die er immer wieder mit alltäglichen Dialogen unter die Lupe nimmt.
Seine kleinen Erzählungen, anekdotenartigen Geschichten und seine meisterlichen Ausmalungen spielen in der DDR, zur Wendezeit und danach; in der Volksarmee, an der Elbe, in der Neustadt, am Hauptbahnhof, in den Schulen, in den Kirchen,... Sie lassen ungemein viele Bilder entstehen und ermöglichen es so, dass man sich selbst den Film zu den Stadtführungen mit Nahaufnahmen und Panoramaansichten dreht, der emotional und dokumentarisch im Gedächtnis bleibt.
Die brillante Stimme von Sylvester Groth wirkt hierbei ruhig, sachlich und doch nicht einschläfernd. Man bleibt dran, ist gefangen von diesen kleinen Führungen, diesen Erkundungseinladungen. Er baut die Dialoge stimmlich präzise ein und setzt die Pausen angemessen.
Und so unermesslich reich wird man auch nach dem Lauschen der zwei CDŽs sich aufmachen wollen in das Dresden des 21. Jahrhunderts, das nur denkbar ist mit seiner Vergangenheit. Und man darf gespannt sein, welches Temperaturgedächtnis man selbst von der sächsischen Hauptstadt behalten wird.
Die Erkundungen hier sind ein absolutes Meisterwerk, das sich auf jeden Fall mehrfach zu hören lohnt!
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am 7. September 2013
...stand einige Nachwendejahre zu lesen,wenn man mit der 61 die Grundstrasse hochfuhr,ganz groß auf einen Fels gemalt.Und der war es wohl auch.BRD immer mit blauen Stift zu schreiben,im Westen gab es noch Adlige und die hatten blaues Blut,wurde uns gelehrt,manches war nur als Kind zu ertragen.
Vieles wirkt wie aus einer anderen Welt,längst untergegangen,ein altes Buch.Das alte Dresden,heute Motto.
Eines kann ich jedoch erklären:Weshalb die Zigarettenmarke F6 in Berlin unbeliebt war.Es gab zwei Hersteller Tabak Dresden und Berlin,in Berlin nur die Berliner Variante,die Dresdner und die Berliner im Rest der Republik.Die Dresdner Variante war viel beliebter unten auf der Schachtel stand auch klein Dresden darauf.In der Tabakhandlung Schillerplatz wurde man stets auf das Verlangen einer Schachtel F6,von der älteren Verkäuferin gefragt:"Dresden oder Berlin",es gab zwei Regale!
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am 17. Juli 2012
Warum schreibt Uwe Tellkamp eigentlich keine Gedichte?
Der erste Abschnitt von "Die Schwebebahn" wäre ausreichend, einen Gedichtband zu füllen. Als Anfang eines Prosatextes erscheint er mir in seiner Dichte unverdaulich. Zudem finde es störend, die Erinnerungen eines 10/11 jährigen Jugendlichen mit Reflexionen eines Erwachsenen zu durchsetzen. So sehr ich auch Dresden mag, ich frage mich, ob es sich lohnt, den Rest des Buches zu lesen.
P.H.W Gärtner
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am 8. Mai 2013
Zum Träumen über den Sommer und aufräumen um es dann gleich wieder zu finden, genauso habe ichs mir vogestellt. Danke.
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