Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Mischung aus Geisterhausgeschichte und Soap, 11. September 2008
Der Roman NACHT beginnt 3 Wochen nach den Ereignissen von "Das Herz von Kaeler" (Kurzgeschichte aus Zwielicht). Daemon und Janelle genießen ihr Eheleben, Lucivar und Marian tun ihr Bestes Daemonar großzuziehen, Rainier passt auf Surreal auf, nachdem sie sich von Fallonar getrennt hat, und Saetan lebt zurückgezogen im Keep. Auch dieses häusliche Leben hat seine Herausforderungen und so verfolgt man die ersten 100 Seiten lang die kleinen und größeren Probleme der SaDiablo Familie. So vergnüglich diese auch sind, reichen sie natürlich nicht aus um ein Buch zu füllen. Und so stellt Anne Bishop ihre Version einer Geisterhausgeschichte ins Zentrum.
Ein unter Landen aufgewachsener Schriftsteller will Rache an der Familie SaDiablo und am Blut nehmen (und Ideen für eine neue Story sammeln) und erschafft mit Hilfe von Schwarzen Witwen ein Geisterhaus. Es gibt 30 Ausgänge - jedes Mal wenn Magie eingesetzt wird, wird einer geschlossen. Sind alle Ausgänge zu, werden die Gefangenen Teil des Geisterhauses. Surreal und Rainier tappen in die Falle.
Anne Bishop unternimmt große Anstrengungen das Motiv des Geisterhauses glaubhaft in ihrer Welt umzusetzen. Oberflächlich gesehen funktionieren ihre Erklärungen (warum der Schriftsteller ein Geisterhaus baut, warum Surreal in die Falle tappt und warum diese mächtigen Charaktere so gut wie hilflos sind und sie so lange brauchen um dem Spuk ein Ende zu setzen). Das ändert nichts daran, dass die Geschichte an den Haaren herbeigezogen wirkt und sie für die Länge des Buches (selbst wenn man das Beiwerk - die ausschmückenden Familiengeschichten - hinzurechnet) reichlich dünn ist. Vielleicht hätte die Geschichte besser funktioniert, wenn sie kürzer gewesen wäre (so wie die Kurzgeschichten in Zwielicht). Außerdem hätte ich gern mehr über Janelles neues Juwel und ihre neuen Fähigkeiten erfahren, die aber so gut wie keine Rolle spielen.
Wie die anderen, neuen Bücher von Anne Bishop, ist NACHT in Ton und Stimmung sanfter und romantischer als die ursprüngliche Schwarze Juwelen Trilogie. Liest man die als Bonus angefügte, ältere Kurzgeschichte um Surreal, wird der Unterschied deutlich sichtbar. Diese Surreal ist wesentlich kompetenter, entschlossener und kaltblütiger. Mit den anderen Charakteren hält es sich ähnlich. Dass sie den Ausruf "Mutter Nacht und sei die Dunkelheit uns gnädig!" an unpassenden (weil wenig bedrohlichen) Stellen überstrapazieren, ist symptomatisch.
Sternstunden der Originalität wird man mit NACHT , einer Mischung aus Schwarzer Juwelen Soap und typischer Geisterhausgeschichte, nicht erleben. Es ist trotz allem ganz nett zu lesen, schon allein, weil man alle Charaktere wiedertrifft. Obwohl ein gewisser Schwerpunkt bei Surreal liegt, gibt es genaugenommen keinen Hauptcharakter, da allen Figuren gleichermaßen viel Beachtung geschenkt wird.
Wenn ich der ursprünglichen Trilogie 5 (Dunkelheit,Dämmerung Schatten), Finsternis und Zwielicht 4 Sterne gebe, kann ich NACHT nur 3 Sterne geben.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
ganz gut, aber...., 12. September 2008
kommt leider nicht an die Vorgänger heran.
Im Gegensatz zu den komplexen,inhaltlich aneinander anschließenden ersten Bände der Juwelen ist dies eine nette,überschaubare Feierabendlektüre, die man schnell durchgelesen hat.
Die Übersetzung erscheint mir etwas schluderig geraten, denn manche Sätze haben schlicht und ergreifend keinen kontextlichen Sinn.
Es kommt auch nicht heraus, wie Jarvis überhaupt in der Lage sein konnte, mit den angeblich so exquisiten Zaubern der gekauften schwarzen Witwen umgehen zu können.
Ebenso schwammig sind die ewiggleichen Aussagen, wie "anders" die Blutleute doch gegenüber den unausgebildeten Menschen seien - wie ist es diesem Wahnsinnigen also überhaupt möglich, die mächigsten Blutmänner überhaupt ins Grübeln zu bringen?
Es bleibt also immer das Gefühl, daß die Geschichte etwas zu sehr konstruiert ist, weil der Schriftstellerin das Thema einfach zu gut gefallen hat.
Trotzdem sind die Anekdoten um die Sa Diablos einfach nett und es handelt sich um einfache, humorvolle, anspruchslose Unterhaltung.
Wenn man die anderen Bände bereits gelesen und gemocht hat, bereut man den Kauf dieses Bandes nicht, aber falls noch weitere Bände geplant sind wäre etwas mehr Mühe erfreulich.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sehr gut und intensiv, 8. September 2008
In diesem neuen Roman von Anne Bishop stehen Surreal und Rainier im Mittelpunkt, dem man zum ersten Mal in "The Price" begegnen konnte. Doch auch all die anderen Mitglieder der SaDiablo-Familie haben ihre typischen und wundervollen Szenen.
Das Buch ist eine Geisterhaus-Geschichte, die ein wenig konstruiert wirkt, jedoch sorgfältig durchdacht ist und mir die nachdrücklichste Gänsehaut seit langem beschert hat - und ich lese viele Spukhaus-Geschichten.
Die Erzählung ist eine echte Bishop: Grausam, humorvoll, romantisch, berührend und stellenweise sehr intensiv. Wenn auch nicht ganz so intensiv wie die ursprüngliche Trilogie.
Diesmal geht es um den ganz normalen Alltag der Familienmitglieder, den zu begleiten herzerwärmend ist.
Es ist gerade diese Darstellung des Alltags, der den Reiz diesen Buches ausmacht und ein neues Licht auf das "Juwelen"-Universum wirft.
Einziger Kritikpunkt:
Jarvis Jenkell, der Gegenspieler der SaDiablo-Familie, ist ziemlich eindimensional geraten. Er ist schlicht und einfach wahnsinnig, aber wenigstens wird kurz darauf eingegangen, wieso eigentlich. Und die Gespräche innerhalb der Familie drehen sich ein bisschen zu penetrant um ihn.
Ansonsten ist das Buch sehr gelungen. Kaufen, lesen und genießen!
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