- Unbekannter Einband
- Verlag: München, btb 2003, (2003)
- ASIN: B003N4WFNU
- Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen Alle Rezensionen anzeigen (45 Kundenrezensionen)
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Produktinformation
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Ein Mörder, der keine Spuren hinterlässt, der seine Opfer lautlos tötet, sie erwürgt. Lediglich ein nicht identifizierbarer Name wird in der Wohnung eines Opfers entdeckt. Dieser stammt von einer Figur - einem Würgemörder - aus einem bedeutungslosen englischen Kriminalroman der 30er Jahre von einem noch bedeutungsloseren Autor. Beim nächsten Mord scheint der Täter wieder den Namen einer literarischen Gestalt angenommen zu haben. Über eine Vereinsnadel, die bei einem weit zurückliegenden Mord am Tatort gefunden wurde, findet sich eine Spur zu einem elitären Universitätsverein. Hängen die Morde zusammen? Ist der Würger an der Maardamer Universität zu finden?
Nessers Typen waren in seinen ersten Romanen zu glatt. Inzwischen schafft er es, jedem Kollegen aus dem Polizeiteam Leben einzuhauchen. Herrlich das Duo Jung/Rooth, Eva Moreno oder auch Hauptkommissar Reinhardt. Seit van Veeteren sich aus dem Dienst zurückgezogen hat, dominieren die Beschreibung seines Charakters und sein Weltbild nicht mehr den Gang der Handlung. Alle Figuren reflektieren über Einsamkeit und Partnerschaft sowie die ganz persönliche Bedeutung von Glück. Neben einem sehr spannenden Kriminalfall mit raffinierter Auflösung bietet das Buch somit hinreichend Tiefgang und ein typisches Nesser-Finale. Sehr lesenswert!
Das Team wird mal wieder fuer den renomierten Nesser Leser etwas weiter gebracht, indem persoenliches zum Vorschein tritt. Auch wird noch eine weibliche Ermittlerin hinzugezogen, um Ewa Moreno einen neuen Ansprechpartner zu geben.
Die Ermittlungen ziehen sich etwas hin, indem man wirklich kaum einen Hinweis hat, obwohl man das vielleicht auch als Realismus betrachten koennte. Dennoch ist dies ein negatives Element in diesem Fall, denn man haette durchaus 150 Seiten weniger gebrauchen koenne, obwohl wahre Fans sich dadurch nicht abbringen lassen. Letztendlich bietet eine Anstecknadel den ersten Schluessel. Forensisch haette es da eigendlich mehr geben sollen, aber das wird weniger behandelt.
Alles in allem ist es ein unterhaltsamer Krimi, mit teilweise intensiven Elementen, die manche Seiten nur so dahinfliegen lassen. An anderen Stellen braucht man etwas mehr Geduld. Es reicht meiner Meinung nicht ganz an Muensters Fall oder Das Vierte Opfer heran, aber es ist vergleichbar mit Der Kommissar und das Schweigen. Kein Problem fuer Nesser Leser obwohl es dem Mankell Folger wohl weniger gefallen wird.
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