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... gehört diese Arbeit über die Entstehung der Schwabacher Schriftsätze, ihrer Entwicklung bis zur Blüte und ihres Endes. Es ist auch eine Geschichte über die politischen Verunglimpfung von gebrochenen Schrifttypen, und dieses Buch kann dazu beitragen, mit alten Mißverständnissen aufzuräumen. Autor Philipp Luidl ist selbst Typograph und hat über das Thema gründlich und erstklassig recherchiert. Ganz besonders gefiel mir, daß die zahlreichen farbigen Abbildungen das Thema nicht nur erklären und untermauern, sondern teilweise direkt weiterführen. Die Quellen reichen von alten Gedichten und Chroniken aus den Jahren 1517 und 1760, aus denen man die Entstehung der Schwabacher verfolgen kann, bis zum Abdruck eines geheimen Rundschreibens von Martin Bormann aus 1941, in dem die Schrift schließlich als "Judenletter" denunziert und verboten wird. Hier erfährt man, wie es dazu kam, daß die Schwabacher nach einer Stadt benannt wurde - im Gegensatz zu den meisten anderen Schriften, die den Namen des Schriftschneiders tragen, der sie entwickelt oder geschnitten hat. Es ist erhellend, belegt zu sehen, daß es ausgerechnet Adolf Hitler war, der die Antiqua zur deutschen "Normalschrift" erhob, um Deutsch als Weltsprache besser verbreiten zu können. Das schön gesetzte und vom Autor selbst ganz wunderbar gestaltete Buch kommt aus dem Augsburger MaroVerlag, der sich seit Jahren mit ungewöhnlichen Veröffentlichungen auf dem Spezialgebiet der Typographie verdient macht. Diese neueste Publikation sollte in keiner Bibliothek zu diesem Thema fehlen.
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