Hentig beschreibt zunächst ausführlich den veränderten Lebenskontext, in den die Schule zwangsläufig eingebettet ist.
Schule als die größte gesellschaftliche Veranstaltung unserer Kultur trägt mit dem Auftrag der Erziehung und Bildung der jungen Generation, eine schwere Last.
Die Verfehlung dieses Auftrags, seine Einseitigkeit, seine wirtschaftliche Ausrichtung, sein Automatismus und Schematismus und das mangelnde Bewusstsein darüber macht Hentig zum Gegenstand seiner Kritik.
Nach Hentig wird die Schule der veränderten Wirklichkeit nicht gerecht, indem sie versucht die jungen Menschen den Verhältnissen anzupassen, anstatt sie zu einem bewussten und kritischen Umgang mit ihnen zu befähigen, der Mündigkeit und Verantwortungsgefühl jedes einzelnen mit einschliesst.