Tja, es hätte eine spannende Geschichte werden können, das Gladiatorenleben mal aus einer anderen Sicht zu erleben. Leider ist dies mit diesem Roman nicht gelungen.
Ein Grund dieses Buch zu erwerben war, dass der Autor bei Soyeners "Meister des Siebten Siegels" als Co-Autor mitgewirkt hatte, ein Roman, der wirklich ins Detail geht. Um so mehr freute ich mich auf eine ebenso gut recherchierte Geschichte, ohne weitere Kritiken zu lesen.
Dass dem nicht so war, liegt an unterschiedlichen Dingen.
Zunächst ist der ganze Schreibstil eher einem Kinder- oder Jugendbuch zuzuordnen. Schlichte und einfache Sätze, mit einer zum Teil für mich befremdlichen Wortwahl im Zusammenhang mit diesem Thema. Da ist vieles nicht "stimmig".
Da ist die Art der Erzählung als Rückblick, die an vielen Stellen eine Spannung erst gar nicht aufkommen lässt, man weiß ja schon im ersten Satz, das 'überlebt' wird.
Da wird sich Seiten lang über Wandschmierereinen in Rom und Pompeji ausgelassen aber die charakterliche Beschreibung des Hauptprotagonisten gerät derart oberflächlich, dass man fast nichts über ihn erfährt. Das Leben als Sklave, der Kampf in der Arena - mit der Aussicht ihn nicht zu überleben - alles scheint ohne Zweifel an ihm vorbei zu ziehen. Der Speisenplan in der Gladiatorenschule wird mit mehr Gefühl beschrieben als der Tot der Ehefrau.
Hier muss man ganz einfach sagen, dass das einfache Aneinanderfügen von Recherchematerial nicht allein zum Roman reicht. Schade drum, das Thema hätte sicherlich mehr verdient.