Über weite Strecken geht es um eine Sub-Dom-Beziehung unter Frauen, was mir persönlich sehr zusagt. Dennoch sind viele Szenen sehr ähnlich. Ein paar Seiten weniger hätten es auch getan. Auch konnte ich keinen klaren Handlungsstrang erkennen.
Vieles war mir auch zu fern von meiner eigenen Lebenswelt. Beispielsweise gibt die Ich-Erzählerin gleich zu Beginn eine Kontaktanzeige in einer einschlägigen Zeitung auf und das Nachfragen im Zeitungsladen ist ihr natürlich hochpeinlich. Nun, heute macht man so etwas glaube ich im Internet. Ganz oft kam mir das Geschehen wie irgendwo in einer anderen Welt vor.
Wer Spiele unter Frauen mag (wie den Männern, aber auch mir), dem wird der Roman sicherlich gefallen. Aber oft sind kürzere Geschichten wie in "Die Nacht hat 24 Stunden" oder eine handlungsreiche Novelle wie "Kiara und Alina" anregender und auch angenehmer. 300 Seiten lang immer recht ähnliche Sexualpraktiken und Konstellationen, das übersteigt denn auch ein wenig meine Geduld.