Kontraer zu meinem Vorrezensenten fokussiere ich nicht auf *der Genitiv ist dem Dativ sein Tod*, sondern auf INHALT - und Ironie!
Getreu dem Motto: nach dem ersten Absatz weiss die Leserin (jaja, auch der Leser), ob sie in guten Autorenhaenden sind, moechte ich ebenjenen zitieren:
"Als der Richter H.C. Brandt im Alter von sechzig Jahren eines Freitags nachmittags tot in einem der besseren Hotels der Stadt aufgefunden wurde, nur mit einer Garnitur aeusserst delikater Damenunterwaesche bekleidet, dauerte es nicht besonders lange, bis es in der Geruechtekuechte zu brodeln begann." Was habe ich gelacht!
Norwegen, als reichtes aller skandinavischen Laender, besitzt diverse Schattenseiten, die Staalesen hier und in allen anderen Romanen ueber Varg Veum, dem einsamen Wolf aller skandinavischen Detektive, seit 1977 bis zur Jetztzeit manchmal ironnisch bis zum Sarkasmus ausleuchtet.
Das Original des vorliegenden Buches datiert auf 1995, ist demzufolge nicht mehr im aktuellen Zeitgeschehen anzusiedeln, dennoch --- stotter, aehmm...wie... - genial zu lesen - garstig, spitz - aber nichts fuer detailversessene Philologen, eher fuer begeisterte Krimiliebhaber des skandinavischen Oevre.