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Die Schock-Strategie: Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus
 
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Die Schock-Strategie: Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus [Gebundene Ausgabe]

Naomi Klein , Hartmut Schickert
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
  • Verlag: Fischer (S.), Frankfurt; Auflage: 1., Aufl. (10. September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100396111
  • ISBN-13: 978-3100396112
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15 x 5,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 96.193 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Naomi Klein
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der Kapitalismus hat eine neue Stufe erreicht: Er macht mit den Katastrophen dieser Welt gemeinsame Sache und wird dadurch zum "Katastrophen-Kapitalismus". Das ist die zentrale These der bekanntesten Anti-Globalisierungsdemonstrantin Naomi Klein, die sich mit ihrem neuen Buch zur Megakritikerin der Globalisierung aufschwingt.

Ob Irak, Sri Lanka oder Belgrad - in den Krisenregionen der Welt benutze, so Klein, der Kapitalismus Katastrophen dazu, profitable Geschäfte zu machen und demokratische Strukturen auszuhebeln. So berichtet Klein von einer amerikanischen Sicherheitsfirma, die aufgrund der Verhältnisse des besetzten Irak von Regierungsaufträgen in geschätztem Umfang von 100 Millionen Dollar profitierte. Mit gleicher Absicht hätten ausländische Investoren und internationale Kreditgeber die Situation nach dem verheerenden Tsunami 2004 ausgenutzt und "spielten die gesamte wunderschöne Küste Unternehmen in die Hände, die dort rasch große Hotelkomplexe bauen wollten, dazu mussten Hunderttausende von Fischern daran gehindert werden, ihre Dörfer dicht am Wasser wiederaufzubauen." Selbst die Nato-Angriffe auf Belgrad im Jahr 1999 sollen die Voraussetzungen für rasche Privatisierungen im ehemaligen Jugoslawien geschaffen haben. "Ein Ziel, das schon vor dem Krieg feststand", behauptet Klein.

Ihre Sicht: Das Karussell des Katastrophen-Kapitalismus dreht sich immer schneller, wenn Profiteure um Krisen beten, "wie von Dürre geplagte Bauern um Regen oder christlich-zionistische Endzeitprediger um das Heil flehen". Doch im Schwindel, der sich bei der rasenden Fahrt im Katastrophen-Karussell einstellt, verliert die Welt bald ihre Konturen. Und die Globalisierungskritik erstrahlt im verschwörungstheoretischen Einerlei: Wirtschaft ist darin nichts weiter als eine weltweite Veranstaltung raffgieriger, bösartiger Akteure, unterstützt von neoliberalen Wissenschaftlern und Publizisten, die das Feld für diese Übergriffe argumentativ vorbereiten. Mit Hilfe dieser Koalition werde die Welt in einen Schraubstock gezwungen, aus dem es kein Entfliehen gibt. Kein Entrinnen gibt es auch aus der Weltsicht, die Naomi Klein in ihrem Buch ausbreitet. Sie zwingt den Leser in den Schraubstock des Entweder-oder-Denkens. -- Sascha Hellmann

Kurzbeschreibung

Erst Schock durch Krieg oder Katastrophe, dann der so genannte Wiederaufbau. So lautet die immer gleiche Strategie. Ob in Bagdad oder Afghanistan nach der Invasion, ob in New Orleans nach "Katrina" oder in Sri Lanka nach dem Tsunami: Während die Menschen noch gelähmt von der Katastrophe sind, werden sie einer weiteren, diesmal ökonomischen Schock-Behandlung nach den neo-liberalen Vorstellungen unterzogen. Existenzen werden durch den Ausverkauf an westliche Konzerne vernichtet, es herrscht Wild-West-Kapitalismus der reinsten Sorte.
Naomi Klein erzählt die Geschichte einer der wirkmächtigsten Ideologien unserer Zeit, Milton Friedmans ökonomischer Doktrin des freien Marktes. Sie zeigt, wie deren Siegeszug in den letzten dreißig Jahren auf extremer Gewalt und auf Katastrophen beruht, um die Mechanismen der ungezügelten Marktwirtschaft rund um die Welt von Lateinamerika über Osteuropa und Russland bis nach Südafrika und in den Irak durchzusetzen.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
58 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kondor
Format:Gebundene Ausgabe
Ein wichtiges Werk das hilft viele Fehlentwicklungen auf dem Wirtschaftssektor in den letzten Jahrzehnten zu begreifen. Umfassend und klar wird dargelegt dass der von der Großindustrie mit viel Geld und Lobbyarbeit gesponsorte Chicago-Kapitalismus nur den Großkonzernen und ihren Helfershelfern dient.
Viele werden ärmer, der Mittelstand vernichtet, wenige immer reicher. Dies ist der rote Faden der sich durch die Beratertätigkeit der Milton-Friedman-Schüler über Argentinien, Chile, Südafrika, Polen, Russland, Großbritannien etc. zieht.
Erstaunlich auch wie viele Milton Friedman Boys in Schlüßelpositionen der Wirtschaft sitzen (Zentralbanken, Ministerien). Tipp an alle karrieregeilen Managertypen: studiert in Chicago!
Ludwig Erhards Politik des Wohlstandes für alle, in den fünfziger Jahren Garant für Wohlstand und Fortschritt in der BRD, würde heute von den Lobbyisten des Großkapitals als sozialistisch und unannehmbar diskreditiert werden.

Das Werk von Naomi Klein ist auf weiten Strecken erschütternd. Wie viel Not und Elend wurde doch über die Menschheit wegen der unersättlichen Raffgier einer Minderheit gebracht.
Das letzte Kapitel schildert positive Entwicklungen So ist es den Staaten Lateinamerikas gelungen sich von der Weltbank und dem Internationalen Währungsfond zu befreien.
Viele der geschilderten Aspekte wurden bei uns in der Meanstream-Presse völlig verzerrt oder gar nicht wiedergegeben.
Das Buch ist daher auch ein Lehrstück dafür, dass der kritische aufgeklärte Bürger, wenn er rational und politisch verantwortlich entscheiden will neben Fernsehen und Zeitungen andere Informationsquellen nutzen sollte ' wie eben dieses Buch.
Übrigens war schon der Urgroßpapa Milton Friedmans - der Wirtschaftstheoretiker Adam Smith - der Meinung dass Großkonzerne die Marktwirtschaft und damit den Wohlstand der Nationen zerstören.
Ludwig Erhard hat als Wirtschaftsminister leider vergeblich gegenüber den überbordenden Einfluss dieser undemokratischen und marktfeindlichen Konglomerate gekämpft.
Der Friedmansche Kapitalismus war zu keiner Zeit eine anerkannte Theorie bei unabhängigen Wirtschaftsexperten.
Den Aufstieg dieses ideologischen Blödsinns hat sich vor dreißig Jahren kaum einer vorstellen können, waren doch schon ausführlich die Probleme des Manchester-Kapitalismus von Keynes u.a analysiert und durch Gegenmaßnahmen (u.a. New Deal) beseitigt worden.
Es ist eine erschreckende Erfahrung der Geschichte dass sich die Politiker so offen und oftmals gegen den erklärten Willen der Bevölkerung den Interessen des Großkapitals beugen. Änderung tut Not!

Als ergänzende Lektüre empfehle ich:
Joel Bakan, Das Ende der Großkonzerne. Die selbstzerstörerische Kraft der Unternehmen
In diesem Buch fordert der Autor etwas, was viele nicht zu denken wagen: das Verbot der Großkonzerne. Um Demokratie und Wohlstand für alle zu schaffen und zu erhalten ist die Verwirklichung dieser Forderung vermutlich unverzichtbar.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Happyx TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Reagan und Thatcher, die beiden radikalsten Zerstörer sozialer Errungenschaften sehen sich heute einem Bush an Auswüchsen gegenüber, die uns alle zutiefst schockieren müssen. Nachdem das lange stabilisierende und willkommene Feindbild Kommunismus zerstört wurde, stehen sich heute die beiden fundamentalen Lager der Kreuzzügler und der Genmekkabeter gegenüber. Eine hervorragende Konstellation für alle Zerstörer und Neuaufbauer bzw. Schockgewinnler, deren Maßnahmen in dem neuen Buch von Naomi Klein detailliert und schonungslos beschrieben werden. Im Schatten von diesem Konflikt zerstören alte Kommunisten in Russland und China als überplanmäßige Friedmänner alles, was bislang an sozialen Errungenschaften vorhanden war. Ihre Wandlung zu ausbeuterischen Kapitalisten verlief genauso schnell wie der Kommunismus beerdigt wurde.

Der radikale, privatisierte Markt füllt vor allem eins: die Taschen der Super-Reichen und er führt Krieg gegen den Mittelstand und drückt immer mehr Menschen in den Bereich der Armut. Die Maßnahmen funktionieren subtiler als zu Zeiten von Königen und Kaisern, die man notfalls noch auf ihren Schlössern aushungern konnte, wenn sie das Volk zu sehr mit Steuern für ihren Prunk ausbeuteten. Heute ist das alles nicht mehr durchschaubar und den Menschen in USA beginnt es langsam zu dämmern: "die politische Korruption, das Versagen im Irak und der Eindruck, dass alles auf eine Klassengesellschaft zusteuert, die man seit dem 19. Jahrhundert nicht mehr erlebt hat." In Russland werden mißliebige Oligarchen verhaftet und liebdienerische Staatsoligarchen geduldet. In China hat sich trotz des verblüffenden Wirtschaftswachstums die Einkommenskluft zwischen den Städtern und den 800 Millionen Armen auf dem Land in den letzten 20 Jahren verdoppelt. In Deutschland kann niemand mehr von unten nach oben aufsteigen (siehe neue Bildungsergebnisse), die etablierte Vettern- und Ständewirtschaft schottet sich ab. Die soziale Polarsierung wiederholt sich überall dort, wo die Männer um Friedmann, die Marktradikalen triumphieren.

Das Buch von Naomi Klein ist kein Appell für soziale Überversorgung oder die Rückkehr zu alten Zeiten , sondern eine Manifest an den gesunden Menschenverstand: die aktuellen lateinamerikanischen Bewegungen sind ein Beispiel für neue, kooperative Herangehensweisen genauso wie der selbstbewußte, selbstständige Wiederaufbau des Volkes in Thailand nach dem Tsunami. Man überlässt es nicht mehr denen da oben (die nur das Beste für sich wollen), sondern packt selbst an und hilft sich gegenseitig, fernab von Beamtenwillkür, Regulierungswut und Korruption. Dabei spielt das Internet eine immer wichtigere Rolle. Infos werden demokratisch getauscht und helfen allen. In Brasilien organisieren sich die eineinhalb Millionen Bauern in der Bewegung der Landlosen und in Argentinien werden 200 Firmen von der alten Belegschaft in Form von demokratisch geführten Kooperativen wiederbelebt: weit ab vom zügellosen Kapital, orientiert am ganz natürlichen (Über-)Leben von Menschen. Der post-katastrophale Wiederaufbau in besonders verbrannter, marktradikaler Erde hat also bereits begonnen und auch in Deutschland scheint uns zu dämmern, dass die Privatisierung der Bahn nicht die beste aller Möglichkeiten ist. Das beste wäre, wenn wir alle teilhaben an Entscheidungen, mitreden und mitentscheiden: so wie bei einem neuen Gesetz der Polizei in Neuseeland, das als Wiki online gestellt wurde und an dem alle Neuseeländer mit-schreiben können. Sollte es also doch irgendwann stimmen, dieses Zitat: "Der Kommunismus war der Tod des Sozialismus und das Internet ist der Tod des Kapitalismus."

Aktueller Zusatz aus der Berliner Rede des Bundespräsidenten vom 1.10.07: "Die Ungleichheit der Einkommensverteilung in Deutschland hat zugenommen - nicht zuletzt, weil die Einkünfte aus Kapitalerträgen viel stärker gestiegen sind als die Arbeitslöhne... Der Aufstieg der einen darf nicht der Abstieg der anderen sein."
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
das liebe Geld... 5. Januar 2008
Format:Gebundene Ausgabe
es ist schlicht und ergreifend erschreckend, was manche führer diverser länder ihrem volk, das zu schützen sie eigentlich gelobt haben, zumuten, um dem schamlosen kapitalismus tür und tor zu öffnen. scheinbar niemnand der führungseliten scheut sich davor, für die zu erreichenden ziele über leichen zu gehen. da wird gefoltert, entführt, gemordet und politische gegner entführt und die weltgemeinschaft schaut zu. am erschreckendsten finde ich, in wieviel aktionen davon die cia und der internationale währungsfond seine hände im spiel hat. nach dem genuß dieses buches ist einem auch klar, wo es in unserem land (in nicht ganz so gesetzloser art und weise) noch hingeht. denn in jedem land, in dem dem kapitalismus der weg geebnet wurde, wurden auch immer die sozialleistungen seitens des staates gekürzt und die wenigen großen multinationalen konzerne haben sich immer kräftiger in das politisches geschehen eingemischt und einst staatliche institutionen wurden privatisiert. gut finde ich an dem buch, das jede der haarestäubenden aussagen mit quellen belegt ist. somit kann man dem buch schlecht bloße stimmungmache und konspirative literatur nachsagen. 5 sterne hat es nicht gegeben, da immer wieder herr milton friedmann (wirtschafts-dozent an der uni chicago) als alleinschuldiger an allem elend hingestellt wird und sich die thematik (allerdings in immer anderen ländern) immer wiederholt. fazit: für jeden, der sich politisch interessiert und die eine oder andere vorgehensweise in unserem land verstehen möchte, der sollte sich dieses buch einfach mal zu gemüte führen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Alles bestens. Gerne wieder
Habe das Buch verschenkt. Kaufabwicklung war gut, schnelle Lieferung, ordentlich verpackt, kann ich bestens weiterempfehlen! Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Reubelt veröffentlicht
Halten!
Die beiden letzten Kapitel sind hochstehender Journalismus, hier wird 'nur' fundiert beschrieben, aber mein Gott - das sind die letzten 100 Seiten. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Thomas Achilles veröffentlicht
Schockierend!
Noch bevor jemand auch nur von Wikileaks träumte, hatte dieses Buch die Maske von der Fratze der skrupellosen Geschäftemacher gerissen.
Vor 14 Monaten von Atticus veröffentlicht
Fragwürdige "Kapitalismus"-Kritik
Naomi Klein hat mit "Die Schock Strategie" ein interessantes Buch abgeliefert.

Allerdings ist die Hauptthese des Buches meiner Meinung nach nicht besonders stichhaltig. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von MadProf veröffentlicht
Uneingeschränkt empfehlenswert
Hat man erst einmal das zweite Kapitel (von 21) erreicht, lässt sich das Buch nur noch schwer wieder aus den Händen legen. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von cw veröffentlicht
Pflichtlektüre für Wirtschaftswissenschafter
Das Buch ist ein Kontrapunkt zur angelsächsisch dominierten Lehre in den Wirtschaftswissenschafen und zeigt die Konsequenzen der daraus deduzierten Handlungsanweisungen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Dezember 2009 von hakuts
Frisch weg von der Leber
und ohne jegliche Sachkenntnis schreibt es sich halt schnell und leicht.... Eine vergleichbare Ansammlung dumpfer Vorurteile findet man wohl allenfalls auf der Partei-Homepage der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Juli 2009 von K. Schaffelhuber
Ein sehr gutes Buch!!
Ein Aufräumer im Urwald der politischen Machenschaften und das für viele Administrationen der Welt.
Top !!!!!
Veröffentlicht am 15. Mai 2009 von Reinhold Simm
modisch-cooler Antikapitalismus fuer die Kiddies in Berlin, Paris und...
Geruechten zufolge gibt es Naturvoelker, die nur vier Zahlwoerter kennen, naemlich "eins", "zwei", "drei" und "viele". Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Februar 2009 von Kristian Niemietz
Was will uns Naomi sagen?
Die unschönen Folgen der über den Gewinn gesteuerten Marktwirtschaft für den Großteil der Weltbevölkerung sind immer wieder auf Neue erschreckend, wenn... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Mai 2008 von Sumi Miller
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