Kurzbeschreibung
Neben ihren großen Romanen, autobiografischen Werken und Essays hat Doris Lessing während ihres gesamten schriftstellerischen Schaffens immer wieder Erzählungen veröffentlicht, die in ihrer Vielfalt einzigartig sind. Die Schmuckschatulle versammelt die sieben schönsten, berührendsten und eindrücklichsten Geschichten aus diesem großen Fundus. Die immer hilfsbereite und von allen ausgenutzte Tante Maud liegt im Sterben. Ihr Leben lang war die alleinstehende Frau für andere da, hat Freunde und Familie umhegt und war immer zur Stelle, wenn man sie brauchte. Gedankt hat es Maud keiner. Erst als ihr Tod ins Haus steht, begreift die Familie, welchen Schatz sie zu verlieren im Begriff ist. Ihr Nachlass, so Tante Maud, befinde sich in ihrer Schmuckschatulle. Was die Familien-angehörigen daraus zutage fördern, lässt sie beschämt und nachdenklich zurück. - Nicht nur in dieser Geschichte zeigt sich Doris Lessing als unbestechliche Erzählerin, die mit einem scharfen Gespür für Zwischentöne und feiner Ironie Licht und Schatten des Daseins auslotet.
Der Verlag über das Buch
Doris Lessing - zum Kennenlernen und Verschenken
Über den Autor
Doris Lessing wurde 1919 in Persien geboren und wuchs auf einer Farm im damaligen Rhodesien auf. Mit dreißig Jahren kam sie nach London und veröffentlichte dort 1950 ihren ersten Roman. Ihr umfangreiches literarisches Werk macht sie zu einer der bedeutendsten zeitgenössischen Autorinnen. 2007 erhielt sie den Nobelpreis für Literatur. Im Hoffmann und Campe Verlag erschienen seit 1988 zahlreiche Werke, u. a. Das fünfte Kind (1988), Ein süßer Traum (2003), die Erzählungen Ein Kind der Liebe (2004) und ihr Roman, Die Kluft (2007). Im Rahmen der Werkauswahl erschienen bisher Das goldene Notizbuch und Unter der Haut (beide 2007).