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Die Schleife an Stalins Bart: mit Claudia Hoffmann
 
 
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Die Schleife an Stalins Bart: mit Claudia Hoffmann [Taschenbuch]

Erika Riemann
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (47 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Serie Piper; Auflage: 6 (Juli 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492240933
  • ISBN-13: 978-3492240932
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (47 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 169.419 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Erika Riemann
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Pressestimmen

»Intelligent und spannend schildert Erika Riemann die Stationen einer jäh aus der Kindheit gerissenen und hinter Zuchthausmauern gereiften Frau. Überzeugend zeichnet sie die Menschen, die ihr begegneten, die Guten wie die Bösen. Und distanziert sich vom Hass …« Thüringer Allgemeine

Kurzbeschreibung

Acht Jahre, von 1946 bis 1954, musste Erika Riemann hinter bewachten Mauern verbringen, weil sie als vierzehnjähriges Mädchen ein Stalinbild mit ihrem Lippenstift bemalt hatte. Erst heute hat sie die Sprache gefunden, um über ihre gestohlene Jugend zu berichten – und über die Zeit danach, die allmähliche Befreiung aus ihren inneren Mauern.

»Intelligent und spannend schildert Erika Riemann die Stationen einer jäh aus der Kindheit gerissenen und hinter Zuchthausmauern gereiften Frau. Überzeugend zeichnet sie die Menschen, die ihr begegneten, die Guten wie die Bösen. Und distanziert sich vom Hass …« Thüringer Allgemeine


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Fürs Leben gebrandmarkt, 7. Juli 2005
Von 
Regina Karolyi - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Schleife an Stalins Bart: mit Claudia Hoffmann (Taschenbuch)
Thüringen, kurz nach dem Kriegsende. Die fünfzehnjährige Erika, Friseur-Auszubildende, weigert sich, einer völlig verlausten sowjetischen Offizierin die Haare zu waschen. Und sie malt einem Stalin-Bild mit Lippenstift eine Schleife an den Bart, weil sie findet, der Diktator sehe so traurig aus. Dafür wird sie zu zehn Jahren "Sibirien" verurteilt. Zwar entgeht sie der Verschleppung in die Hölle Sibiriens, aber sie verbringt acht Jahre unter unvorstellbaren Bedingungen in ostdeutschen Gefängnissen, unter anderem in einem ehemaligen KZ. Und sie ist nicht nur ebensolchem Hunger ausgesetzt wie die Häftlinge unter der vorhergehenden Diktatur, sondern auch unglaublichen Demütigungen und Übergriffen durch russisches und deutsches Wachpersonal. Die Hoffnung auf vorzeitige Entlassung wird viele Male enttäuscht, und damit wächst die Verbitterung. Misshandlungen führen zu körperlichen Schäden, zum Beispiel dem dauerhaften Verlust des Geruchs- und Geschmackssinnes.
Als Erika entlassen wird und zu ihrer Mutter nach Westdeutschland übersiedeln kann, ist der Schrecken nur scheinbar ausgestanden. Die jahrelange Haft hat neben den körperlichen Beeinträchtigungen ein schweres seelisches Trauma hervorgerufen. Erika schließt zwar mehrere Ehen und hat drei Kinder, doch sie tut sich lange im Umgang mit Männern schwer, denn ihre Peiniger waren fast ausschließlich männlich. Zudem wurden ihr nicht nur unbeschwerte Jugendjahre und die Erfahrungen der Pubertät gestohlen, sondern auch die Chance, eine qualifizierende Ausbildung abzuschließen. Die äußeren Umstände - kleine Kinder, Mangel an finanziellen Mitteln - lassen dies auch später nicht mehr recht zu. Und immer wieder bricht die Wut über das Unverständnis der sie umgebenden Menschen durch: Die Gesellschaft will nicht akzeptieren, dass in einem Teil Deutschlands auch nach dem Holocaust unmenschliche Gräuel an der Tagesordnung waren.
Erst als Erika Riemann ihre Geschichte aufschreibt, kann sie ihre Erlebnisse verarbeiten und sich besser mit ihnen abfinden. Und durch den Mut, selbst die intimsten Demütigungen mit der Öffentlichkeit zu teilen, setzt sie ein Denkmal gegen Diktatur, Folter und jegliche Art von Misshandlungen.
Ich konnte dieses Buch nicht aus der Hand legen, es ist fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Die Sprache ist ganz schlicht und natürlich, der Stil ebenso, und das Buch ist praktisch fehlerfrei. Es wäre sicher auch eine interessante Lektüre für Schulklassen, zumal es so eindringlich veranschaulicht, wohin extremistische Ideologien führen - eben nicht nur von rechter, sondern auch von linker Seite.
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ergreifendes Zeitdokument, 1. Januar 2004
Ich habe das Buch "Die Schleife an Stalins Bart" zu Weihnachten geschenkt bekommen und ich habe es bereits an Heiligabend in einem Rutsch zuende gelesen. Es ist in erfrischender Offenheit geschrieben und diese Frau läßt einen völlig schonungslos an Ihrem Seelenchaos teilhaben und verstehen.
Dieses Kapitel der deutschen Geschichte fand bisher in meiner Erfahrungswelt überhaupt keine Beachtung und bei machen Ihrer Erzählungen hab ich einfach nur noch gedacht: Man, ich hab nicht gewußt, das es so etwas gab. Das Menschen aufgrund eines unbedachten Witzes oder eben einer gemalten Schleife eines so großen Teiles Ihres Lebens beraubt wurden und so große seelische Schäden erleiden mußten. Frau Riemann erklärt in Ihrem Buch, das sie es zuerst aus dem Anspruch heraus, manche Ihrer Verhaltensweisen Ihrern Kindern erklären zu wollen, begonnen hat. Dabei ist sie sehr ehrlich und auch schonungslos mit den Beschreibungen Ihrer Erlebnisse. Und ich hoffe, das Ihre Kinder das Buch auch als solches gesehen und verstanden haben.
Und ich halte es für absolut bewunderswert, das sie es geschafft hat, trotz Ihren schlimmen Erlebnissen den Mut niemals ganz zu verlieren und einen Weg zu finden, auch mental zu überleben.
Wer sich also mit einem weiteren Stück erschütternder deutscher Geschichte befassen möchte, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Ganz mal davon abgesehen, das es sehr gut geschrieben ist und sich sehr leicht, trotz des schweren Stoffes, lesen läßt.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Erschütternd, 30. November 2003
Die Geschichte von Frau Riemann ist so erschütternd, dass man es kaum fassen kann. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Was sie erlebt hat, ist für viele schwer nachvollziehbar. Wie lächerlich erscheinen dagegen unsere heutigen Probleme! Frau Riemann hat ja praktisch ihre gesamte Jugend hinter Gittern verbracht. Welch körperliche und vor allem seelische Folter sie in dieser Zeit ertragen musste, ist so spannend und aufwühlend erzählt, dass ich ständig weinen musste. Das Unfassbare an der Geschichte ist ja, dass sie im Nachkriegsdeutschland passierte!!! Und DAS haben ja die meisten von uns sicherlich noch nie so gehört, gesehen oder gelesen. Das wäre doch auch mal ein interessantes Thema für den Historiker Guido Knopp, um dieses dunkle Kapitel unserer jüngsten Geschichte möglichst vielen Menschen vor Augen zu führen.
Auch der weitere Lebensweg von Frau Riemann nach ihrer Entlassung fesselte mich bis zum Schluss des Buches.
Hochachtung vor dieser tapferen Frau!
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