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Die Schlacht im Teutoburger Wald
 
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Die Schlacht im Teutoburger Wald [Gebundene Ausgabe]

Reinhard Wolters
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Im Herbst des Jahres 9 n. Chr. wurde das mehr als drei Legionen - über 18.000 Mann - starke Heer des Publius Quinctilius Varus, Legat des Kaisers Augustus, in einen Hinterhalt gelockt und innerhalb weniger Tage von germanischen Kriegern vollständig aufgerieben. Dieses blutige Ereignis, bekannt als die "Schlacht im Teutoburger Wald", war eine der schwersten und folgenreichsten Niederlagen, die Rom jemals erlitten hat.
Langfristige Folge war, daß die Expansion des Römischen Reiches gestoppt, die rechtsrheinische Germania vor einer Romanisierung bewahrt und der Rhein zur Grenze zwischen Romanen und Germanen wurde. Reinhard Wolters ist einer der besten Kenner der römisch-germanischen Beziehungen und gründlich vertraut mit den historischen, philologischen und archäologischen Quellen zur Varuskatastrophe. Er rekonstruiert in seinem spannend geschriebenen Buch den politischen Hintergrund, das militärische Geschehen, erhellt die Frage der Lokalisierung, charakterisiert die Protagonisten - Arminius und Varus -, beschreibt kundig und verständlich die zeitgenössische Bedeutung der dramatischen Ereignisse und skizziert deren Fortleben in unserem kulturellen Gedächtnis.

Über den Autor

Prof. Dr. Professor Reinhard Wolters ist Althistoriker und Archäologe und leitet die Numismatische Arbeitsstelle der Universität Tübingen.
(Stand Mai 2008)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
75 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Reinhard Wolters legt mit diesem Buch ein hervorragendes aktuelles Werk vor über den Angriff cheruskischer Truppen unter Arminius auf Varus, der in unser kulturelles Gedächtnis unter dem Begriff "Varusschlacht" Eingang gefunden hat. Dabei berücksichtigt der Autor erfreulicherweise neueste archäologische Forschungen.
Nicht eine reine nacherzählende Beschreibung des Überfalls auf Varus oder ein langatmiges Urteil über dessen Lokalisierung bietet Wolters, sondern zunächst eine Vorgeschichte zwischen Rom und den germanischen Stämmen, Kurzbiographien des Varus und des Arminius, sodann eine Darstellung der Berichte römischer Autoren über die "Varusschlacht" (germanische Quellen besitzen wir bekanntlich nicht) und eine Beurteilung dessen tatsächlicher historischer Bedeutung. Erst im letzten Viertel des Buches kommt die Frage der Lokalisierung und die moderne Rezeption zur Sprache. Das antike Ereignis wird damit geradezu aus den (bisweilen nationalistisch motivierten) Überformungen herausgeschält, bevor dann ebendiese Überformungen in ihrer Logik dargestellt werden.
Das Interessante besteht also nicht in einer Antwort auf die Frage nach dem Ort (diese wird auf S. 157-162 knapp zugunsten von Kalkriese beantwortet, allerdings nicht ohne mehrere Unstimmigkeiten des archäologischen Befundes zu nennen), sondern in zweierlei wichtigen Gesichtspunkten bei der Beurteilung des Ereignisses. Zum einen macht Wolters aufgrund neuerer Bodenfunde in Deutschland (römische Militärlager bis nach Thüringen hinein, mit Waldgirmes [S. 65ff.] sogar eine römische Stadtgründung in Germanien) deutlich, dass Germanien 9 n. Chr. als römische Provinz betrachtet wurde, also Varus mit seinen Legionen in seiner Meinung nach relativ sicherem Reichsgebiet marschiert ist, sich außerdem von Verbündeten umgeben dachte: Immerhin hatte Arminius eine Karriere im römischen Militär hinter sich.
Zum anderen kann gezeigt werden, dass die in der Moderne wie ein Topos stets hervorgehobene Bedeutung der Varuskatastrophe den Zeitgenossen erst aus der Rückschau klar geworden ist: Die rasche Aufstockung der Truppen nach dem Verlust der Varuslegionen und die ausgedehnten Feldzüge des Germanicus bis 17 n. Chr. ließen die Römer zunächst nicht an eine Aufgabe der rechtsrheinischen Gebiete denken, der grundsätzliche Anspruch auf Eroberung ganz Germaniens wurde sogar auch noch Jahrzehnte nach Germanicus aufrechterhalten. Den Kreis schließt Wolters im "Epilog", der noch einmal auf Tacitus als unseren wichtigsten römischen Gewährsmann zurückkommt: Fordert Tacitus 98 n. Chr. noch zur Rückeroberung Germaniens auf ("Germania"), während Arminius nicht beachtet wird, so ist dagegen in den "Annalen" 20 Jahre später von Arminius als "Befreier Germaniens" die Rede, als endgültig klar geworden ist, dass man in Rom die Ansprüche auf Germanien aufgegeben hat und sich erst daher der Überfall auf Varus als Wendepunkt in den Beziehungen zwischen Römern und Germanen darstellte.
Es gelingt Wolters mit seinem Buch ganz Erstaunliches: Der Leser empfindet nicht die gewöhnlich in den Medien hochgekochte Frage nach dem Ort der Varusschlacht als das Interessante, sondern die Frage nach der tatsächlichen Bedeutung für die antike Geschichte, wobei er deren Umdeutung in der Moderne begreift. Damit stellt dieses Werk den weit überwiegenden Teil der Literatur zum Thema, die 2009 sicherlich eine neue Hochphase erleben wird, in den Schatten.
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37 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Caliban TOP 100 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich würde mich als an Geschichte interessiertem Laien bezeichnen, der ein Buch zur Varusschlacht deshalb sucht, weil er verstehen möchte, warum es im Jahre 9 n.Chr. zu dieser Art von Erhebung kommen konnte und - vor allem - warum sie so erfolgreich war. Mit diesem Buch wurde ich bestens bedient. Denn der Autor ist Wissenschaftler und vermittelt dem Leser zahlreiche neue Erkenntnisse der Numismatik, der Archäologie und der neueren Geschichtswissenschaft. Ich habe viele Bücher zum Thema gelesen und unmittelbar vor diesem Werk das Buch Die Varusschlacht: Rom und die Germanen. Dieses gerade erwähnte ist sehr gut lesbar und in packendem Stil geschrieben, wie die auf der anderen Amazon-Seite wiedergegebene Leseprobe zeigt. Die eigentlichen Erkenntnisse zur Varusschlacht befriedigen jedoch höchstens denjenigen, der sich zum ersten Mal mit Augustus und dem klassischen römischen Zeitalter beschäftigt. Ansonsten nimmt sich dieses Buch viel Zeit zu zeigen, wie Augustus an die Macht kam und wie er seine Nachfolgepolitik betrieb.

Das vorliegende Werk liefert hingegne bei wesentlich geringerem Umfang deutlich mehr an Information zur Person des Varus und seinen Aufgaben; nebenbei erfährt der Leser etwa, dass Varus wohl im Zeitpunkt von Jesu Geburt Statthalter in Syrien war und namentlich im Tatenbericht des Augustus vorkommt. Die Sprache ist sehr dicht und nimmt wenig Rücksicht auf Gelegenheitsleser. Das sollte man vorher wissen. Dafür entsteht ein Bild der Ereignisse, das so dicht ist, wie man es als Laie zur Zeit wahrscheinlich nicht besser erhalten kann.

An dieser Stelle darf ich dem Autor als Leser meinen Dank abstatten, weil ich weiß, dass es für einen Wissenschaftler oft undankbar ist, den Erkenntnisstand für ein Laienpublikum aufzubereiten. Dies hat bei den Kollegen manchmal den Hautgout des Popularismus. Umso schöner, dass wir Leser hier am aktuellen Kenntnisstand teilhaben können!

NACHTRAG ZUR REZENSION VOM 15. Januar 2009

Ich kann mittlerweile auch das Werk Arminius und der Untergang des Varus: Warum die Germanen keine Römer wurden ebenso empfehlen wie das von Wolters und habe meine Gründe dort genannt.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von H. Zimmer
Format:Gebundene Ausgabe
Wenn 2009 das zweitausendjährige Jubiläum der Varusschlacht begangen wird, sollte man dieses Buch gelesen haben. Es ist sehr verständlich geschrieben und bietet einen kompetenten Überblick über die römische Eroberungspolitik in Germanien von ihren Anfängen bis zur Schlacht im Teutoburger Wald und den weitgehend erfolglosen Bemühungen des Germanicus Caesar die Vernichtung des Varus-Heeres durch weitere Feldzüge auszugleichen.

Der Autor Reinhard Wolters stellt die vorhandenen Textquellen und archäologischen Zeugnisse umfassend vor, erläutert die Probleme der Lokalisierung des Schlachtfeldes und beschreibt anschaulich die Karrieren der beiden Heerführer Varus und Arminius. Eine Darstellung der Nachwirkungen der Varusschlacht beschließt das Buch. Es bietet einen exzellenten Überblick über alle Daten und Fakten der Arminius-Varus-Geschichte und ist das Beste was derzeit zu diesem Thema zu lesen ist. Ein Meisterwerk der Geschichtsschreibung!
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Die neuesten Kundenrezensionen
Beurteilung
Das Buch ist deutlich fundierter als das etwas populärer geschriebene Werk "Die Varusschlacht - Der Germanische Freiheitskrieg" von Christian Prantle, fokussiert aber auch die... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von hundini veröffentlicht
in die Tiefe gehende Analyse
Das Buch von Reinhard Wolters ist recht gut recherchiert, er überrascht mit einer interessanten Tiefe des Themas. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Bücherholic veröffentlicht
Mein Favorit in Sachen Varusschlacht
Um es kurz zu machen, für mich das beste Buch zum Thema Varusschlacht.
Ich habe selten ein (Fach)Buch gelesen das ein Thema so umfassend behandelt und dabei doch sehr... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von S. Lamprecht veröffentlicht
Fundiert und gut lesbar
Eine fundierte und sachkundige Abhandlung über die Varusschlacht, ihre Vor- und Nachgeschichte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Oktober 2009 von Gerald Kluge
nüchternes Wissen statt schöner Spekulation
Wer eine populär geschriebene Darstellung der Ereignisse rund um die Varusschlacht sucht, sollte lieber zu einem anderen Buch greifen - Reinhard Wolters wendet sich zwar auch... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. August 2009 von Ammianus
"Ohne Zweifel der Befreier Germaniens"...
..., so charakterisierte der römische Geschichtsschreiber Tacitus in seinen Annalen zu Beginn des 2. Jh. n. Chr. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Mai 2009 von pl
Reinhard Wolters : Die Schlacht im Teutoburger Wald
Reinhard Wolters : Die Schlacht im Teutoburger Wald

wolters mact in der ainlaitung doitlic,das das bilt,das vir uns fon der hermansshlact macen,fon den fershidenen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. April 2009 von Klaus Nagel
2000 Jahre Varusschlacht - Wendepunkt der Weltgeschichte
Die Varusschlacht gilt als eine der schwersten Niederlagen Roms und gleichzeitig als Wendepunkt der europäischen Geschichte, als im Herbst des Jahres 9. n. Chr. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. September 2008 von Daniel Biester
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