In einem verzauberten Wald in einem unbekannten Land, da lebt ein kleines Völkchen blauer Gnome mit großen blauen Kulleraugen. Es könnte in wunderbarer Harmonie leben, wenn es nicht von dem mächtigen, aber vom Unglück verfolgten Zauberer Gargamel gejagt werden würde. Gerade als er es schafft, ihr von Magie verborgenes Dorf zu finden, schlägt das Schicksal wieder zu und wirft die bekanntesten der Schlümpfe und den Magier mit seiner Katze in das New York der heutigen Zeit.
Um wieder nach Hause zu gelangen, müssen die Schlümpfe ein Abenteuer bestehen, bei dem sie den richtigen Zauber zur richtigen Zeit sprechen müssen, ohne vorher vom Zauberer Gargamel gefangen zu werden. Zum Glück sind sie auf den jungen Werbetexter "Barney" gestoßen, der mit seiner Frau sein erstes Kind erwartet, aber am Scheideweg seiner Karriere steht.
Mit zeitgemäßem Kinderhumor, der zu oft fäkal ist, aber noch im Rahmen bleibt (Übereinanderfallen, lustige Sprüche über Tiefkühlpizza und Toilettenschüsseln, der eine oder andere Rülpser und das Hineinfallen in Unrat) schaffen die Schlümpfe es nicht nur, ihrem Widersacher zu entkommen und nach Hause zurückzukehren, sondern auch die leicht kriselnde Beziehung von Barney und seiner Frau wieder zu kitten. Happy End.
Soweit ist das Ganze ein einfacher Kinderfilm ohne großen Anspruch, mit leider zu viel Gossensprüchen aber dennoch dem unbedarften und belanglosem Charme von manchen kleinen Kindern.
Mit den klassischen Schlümpfen hat der Film aber nicht viel zu tun. Dabei will ich mich gar nicht über die Namen aufregen oder das Setting New York. Der Film stammt aus Hollywood, da gibt es natürlich die kurzen US-Namen (die sich auch gar nicht zu den Originalnamen synchronisieren lassen) und eine Menge "Amerika-ist-toll". Damit hätte ich leben können. Man erkennt in dem Film aber auch sonst nicht den kleinsten Hauch der eigentlichen, der echten Schlumpfigkeit.
Ein Großer Schlumpf, der mit Visionen in die Zukunft guckt und mit der Stimme von Optimus Prime spricht? Eine Schlumpine, die zur Marylin Monroe verkommt? Ein Schottenschlumpf, der... keine Ahnung woher kommt? Ein Gargamel/Gurgelhals, der weniger vom Unglück verfolgt als vielmehr eine Witzfigur ist? Eine süße Azrael Katzendame, die hin und wieder sogar spricht? Die Charaktere sind der amerikanischen US-Comicserie entlehnt und in dem Film noch mal mehr auf knuddelig getrimmt worden. Das klappt ungefähr so gut wie der Knuddelfaktor, der "Die Siedler III" zum Flopp gegenüber dem spartanischen aber liebevollem pixelniedlichen "Die Siedler II" hat werden lassen.
FAZIT: Der Film basiert (natürlich) auf der amerikanischen Variante der Schlümpfe und ist als solches nicht mehr als belanglose Kinderunterhaltung, die zwischem modernem aber zum Glück noch moderatem Fäkalhumor und Slapstick versucht, ein paar Werte über Familie, Freundschaft und den Glauben an sich selbst zu vermitteln.
Liebhabern der "echten" Schlümpfe kann der Film nur ein Graus sein: Hände weg! Ihr tut euch keinen gefallen.
Da der Film sich an die erste Gruppe richtet, will ich ihm mittlere drei Sterne zugestehen.