Im Zuge der Gesamtedition der "Schlümpfe"-Alben habe ich eigentlich nur auf ein einziges Album gewartet,welches für mich ein absolutes Muß ist,und welches hier vorliegt. Es handelt sich um den Klassiker "Der Astronautenschlumpf" aus dem Jahr 1970,der schon einige Male hierzulande zum Abdruck kam und der bereits 1972 in Fortsetzungen in "Fix und Foxi" veröffentlicht wurde und meine Kindheit sowie meinen Comicgeschmack maßgeblich mitprägte. In dem 40 Seiten langen Comic träumt ein kleiner Schlumpf davon,die Sterne zu bereisen,scheitert aber am Bau einer funktionierenden Rakete. Weil ihn nichts mehr aufheitern kann beschliessen die Schlümpfe,ihn zu betäuben und ihm ein Gelingen seiner Mission vorzugaukeln. Sie transportieren ihn und seine Rakete in eine entlegene,fremd aussehende Gegend und verkleiden sich als Urvolk der "Schlipse". Der Astronautenschlumpf sprüht wieder vor Lebensfreude. Leider gefällt es ihm auf dem fremden Planeten so gut,dass er nie wieder weg will. Wie können die "Schlipse" ihn überzeugen,in seine Heimat zurückzukehren?
Die Geschichte um den Astronautenschlumpf gehört zu den ganz wenigen absolut essentiellen Schlumpfgeschichten,die man kennen muß. 1983 wurde sie bereits als SC-Einzelalbum bei Semic zusammen mit einigen Kurzgeschichten als "Die Schlümpfe 8" veröffentlicht. Diese fehlen hier,dafür druckt das Album eine ebenso essentielle zweite Geschichte mit ab,nämlich "Die Schlümpfe und die Wettermaschine". In diesem 20-Seiter erfindet Bastelschlumpf Handy eine funktionierende Wettermaschine. Leider gibt es bald Streit im Dorf darüber,welches Wetter denn nun wirklich gewünscht wird. Die Story ist die spannendste und actionreichste Geschichte,die die Schlümpfe je erlebten und ein ebenso wichtiger Klassiker wie die Hauptstory.(Sie wurde bei Semic 1984 als Album 11 veröffentlicht).
Diese famose Ausgabe ist sicher die ultimative Edition der Klassiker. Die Übersetzung aus dem Französischen von Mitherausgeberin Delia Wüllner-Schulz hält sich viel näher an das Original als Kauka oder Semic,und die Farbgebung ist,vor allem im Vergleich zu den klatschigen Farben der Semic-Alben,einfach nur ein Traum und schlägt die alten Veröffentlichungen um Längen. Das Alles in schönem HC mit Originalcover-was will man mehr? Jedenfalls punktet Splitter hier wieder einmal,wie eigentlich immer,mit sorgfältiger Edition ihrer wunderschönen Albenausgaben.