Es geht hoch her im Dorf der Schlümpfe. Bereits in der ersten Geschichte wird eine ähnliche Ausgangssituation gewählt, wie schon im vorangegangenen Band der Reihe. Papa Schlumpf zieht für einige Zeit von dannen. Im Folgenden lernen die übrigen Schlümpfe, was Demokratie bedeutet, wie schnell sie missbraucht werden kann und welche Macht in ihrer Stimme liegt: eine Geschichte, die weniger lustig, als ernst ist. Hier erlebt der Leser immerhin, wie ein Schlumpf sich zum Despoten aufschwingt, und seine blauen Mittbewohner sogar in den Kerker wirft. Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt.
Im zweiten Teil steht der arme Harmony im Mittelpunkt, der für sein Leben gern Trompete spielt - dafür aber leider kein Talent besitzt. Ohne darüber nachzudenken, wie sehr sie ihn verletzten, wird er also vom Orchester ausgeschlossen. Das macht ihn anfällig für die Versprechungen des verkleideten Gargamel macht. Eine Situation, aus der - wie könnte es anders sein - eine immense Gefahr für das Schlumpfdorf erwächst. Auch hier steht weniger das Lustige im Mittelpunkt. Der Leser wird zum Nachdenken angeregt.
Der Band bietet zwei sehr moralische Geschichte, verpackt in ein kindliches Setting. Die Geschichten und Zeichnungen von Peyo sind nicht umsonst seit Jahren Kult. Die einfachen Zeichnungen, die Liebe zu manchem Detail, der kindliche Hintergrund - all das ist Teil des Charmes, der die Schlümpfe-Comics ausmacht.
Fazit:
Zwei interessante Geschichten mit moralischem Subplot. Es ist schön, dass Toonfish die Abenteuer der Schlümpfe wieder auflegt. Obwohl schon vor Jahren (1965) erschienen, haben die Storys nichts an Aktualität verloren.