Im vorangegangenen Teil nahm die Story noch mal deutlich an Schwung zu und wird hier zu einem (nicht ganz unerwarteten) Ende gebracht. Einige der Handlungsfäden wurden bereits zusammengeführt, alle Fragen, die noch offen waren, werden hier abschließend beantwortet. Tatsächlich fügt sich alles eher unspektakulär ineinander und man hat einen großen Teil bereits in den vorangegangenen Bänden vermittelt bekommen. Lediglich die große Frage nach der fremden Macht, die Narvarth beeinflusst, wird hier in aller Gründlichkeit behandelt.
Dadurch, dass immer wieder einige Charaktere von der Bildfläche verschwunden und durch neue ersetzt wurden, sind am Ende relativ wenige noch relevante Figuren übrig geblieben. Es wird einem erst jetzt richtig bewusst, wie viele Details man doch bereits kennt. Es fällt leicht, die letzten Zusammenhänge mit diesem Wissen zu kombinieren. Gleichzeitig sorgt das aber auch dafür, dass man zu einem kleinen Teil enttäuscht ist, denn einige richtig "große" und fulminante Szenen, wie sie besonders in der Mitte der Handlung vorkamen, sucht man hier vergeblich. Panels, die es durchaus verdient hätten, großformatig gezeigt zu werden, wird ein eher kleinerer Bereich zugeordnet und sie sind auch nicht ganz so detailreich gezeichnet, wie man das von den ersten Bänden kannte und sich natürlich auch für das Finale gewünscht hätte. Trotzdem ist "Die unfassbare Wahrheit" ein gelungener Abschluss, fügt sich doch alles zu einer Geschichte zusammen, die in sich stimmig ist.
Die einzelnen Charaktere entwickeln sich nicht mehr weiter, allerdings wird die Beziehung zwischen Narvarth und Granit zu einem Schlüsselelement und ist ausschlaggebend für die endgültige Entwicklung. Natürlich bekommt der Leser auch endlich das lang erwartete Happy End zwischen den beiden geboten, auch wenn es sich nicht ohne einige Komplikationen ergibt.
Insgesamt ist der Ythaq-Abschlussband natürlich für all die Fans ein Muss, die die Serie bisher treu verfolgt haben. Aber auch denen, die erst wissen wollten, wie sich die Geschichte entwickelt, kann man die Lektüre klar empfehlen. In ihrer Gesamtheit gesehen hat sie zwar einige Schwächen und der Abschluss ist nicht ganz so tiefgreifend, wie man es sich vielleicht gewünscht hätte, trotzdem lohnt die komplexe und fantastische Geschichte, die hier in eindringlichen und farbenfrohen Bildern erzählt wird.