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Die Schatzsucher von Venedig [Gebundene Ausgabe]

Walter Fähnders , Ruth Landshoff-Yorck
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Kurzbeschreibung

August 2004
Auf einer Abendgesellschaft in einem venezianischen Palazzo verquicken sich die Schicksale des amerikanischen Geschwisterpaares Madelin und Jack mit denen einer illustren Partygesellschaft. Ob ein gefeierter Theaterregisseur, extravagante Witwen oder verarmte italienische Aristokraten - alle sind auf der Suche nach ihrem persönlichen Schatz. Der Verlust einer kostbaren Brosche, die in einer hitzigen Verfolgungsjagd gesucht wird, führt Madelin durch die nächtlichen Gassen der Lagunenstadt. Die deutsch-jüdische Schriftstellerin und Italienliebhaberin Ruth Landshoff-Yorck lässt in ironisch-frechem Ton durch den unvoreingenommenen Blick der jungen Madelin eine lebendige und gegenwärtige Stadt entdecken, die sie selbst sehr gut kannte.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Aviva; Auflage: Erstausgabe aus dem Nachlass. (August 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3932338235
  • ISBN-13: 978-3932338236
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 12,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.430.833 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Ruth Landshoff-Yorck, 1904 in Berlin geboren, entstammte dem jüdischen Bürgertum, war die Nichte des Verlegers Samuel Fischer und gehörte in den 20er Jahren zur Berliner Boheme. Sie war befreundet mit Klaus und Erika Mann und ist eine jener Autorinnen, die am Ende der Weimarer Republik ihre ersten Erfolge feierten. 1930 veröffentlichte sie ihren Debütroman "Die Vielen und der Eine"; doch Hitlers Machtergreifung verhinderte ein Erscheinen ihrer nachfolgenden Werke in Deutschland. Ihr Venedig-Roman ist jetzt als Erstausgabe aus dem Nachlass zu entdecken. 1937 emigrierte Ruth Landshoff-Yorck in die USA und lebte bis zu ihrem Tod 1966 als Publizistin, Übersetzerin und Theaterautorin in New York.

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Von Redaktion Literaturtipp.com TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ihr Name ist fast vergessen. Ruth Landshoff-Yorck, Autorin dreier kecker Großstadtromane, aparte Tochter einer Opernsängerin, Nichte des Verlegers Samuel Fischer und junge Wilde der Berliner 1920er Jahre, verließ als Jüdin nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 Deutschland, floh zunächst nach Paris, später in die USA. Sie gehörte zur Jeunesse dorée der Weimarer Republik, war eng befreundet mit Klaus und Erika Mann, spielte in Murnaus "Nosferatu" mit und stand neben Marlene Dietrich auf der Bühne. Ihre Generation beschrieb die Journalistin Ruth Landshoff-Yorck 1928 in "Die Dame": "Wir - das sind die jungen Leute, die außer Atem sein müssen, ehe sie zum Lesen kommen von Sonne, Luft, Bewegung und Freude am Leben." Nur fünf Jahre später verdrängten Terror und Gewalt des nationalsozialistischen Regimes Lebensfreude und Freiheit. Unliebsame Kulturschaffende wurden verfolgt und verfemt, viele von ihnen flohen in die Emigration. Mit ihnen verschwanden auch ihre Werke, die als so bedrohlich, so mächtig galten, dass man sie auslöschte und vernichtete.

Eines dieser unzähligen Opfer war Ruth Landshoff-Yorcks dritter Roman "Die Schatzsucher von Venedig". 1932 lag er zur Veröffentlichung bereit, doch seine Autorin sah weder etwas von dem auf 40.000 Reichsmark veranschlagten Honorar, noch irgendetwas Gedrucktes. Erst 73 Jahre später liegt "Die Schatzsucher von Venedig" als Erstausgabe vor. Walter Fähnders, Herausgeber des Romans und Professor der Germanistik, konnte aus dem Nachlass der 1966 in New York verstorbenen Autorin einen 69-seitgen Typoskript-Durchschlag mit handschriftlichen Korrekturen retten und den Roman gemeinsam mit dem Berliner Aviva-Verlag vor dem Vergessen bewahren.
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