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Die Schatzinsel [Audiobook] [Audio CD]

Robert Louis Stevenson , Benita Winckler
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (102 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Mit einer ordentlichen Portion Hollywood, also eindrücklich orchestriert und mit geziemendem Gebrüll starker Stimmen." (Literaturen) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Schatzinsel
OT Treasure Island OA 1883 (Vorabdruck 1881 inYoung Folks) DE 1897Form Roman Epoche Viktorianisches Zeitalter
Das Jugendbuch von Robert Louis Stevenson darf als einer der Prototypen des Abenteuer- und Seeromans (Stichwort R S. 1036) gelten, der dank seines mitreißenden Erzähltempos auch erwachsene Leser in Bann gezogen hat und mit einer für das Genre unüblichen Differenziertheit die Schwierigkeiten bei der Grenzziehungen zwischen Gut und Böse reflektiert.
Entstehung: Während eines Sommerurlaubs mit seinen Eltern, seiner Frau und seinem zehnjährigen Stiefsohn Lloyd erbat sich dieser eine spannende Geschichte über eine Schatzinsel. Stevenson schrieb in der Folgezeit täglich ein Kapitel, das er abends vorlas. Die ersten Kapitel erschienen in der Zeitschrift Young Folks unter dem Pseudonym Captain North, um dem Werk höhere Authentizität zu verleihen.
Inhalt: Jim Hawkins, der Sohn eines Gastwirts gerät durch Zufall in den Besitz einer Schatzkarte des berüchtigten Piratenkapitäns Flint. Der Gutsherr Squire Trelawney und der Arzt Dr. Livesey wollen den Schatz heben und rüsten deshalb das Schiff Hispaniola im Hafen von Bristol aus. Jim soll sie auf der Reise als Schiffsjunge begleiten.
Durch die Indiskretionen Squires sind die ehemaligen Kumpane des Piratenkapitäns hellhörig geworden und haben auf der Hispaniola angeheuert. Ihr Anführer ist der einbeinige Schiffskoch Long John Silver. Zwischen ihm und Jim entwickelt sich eine intensive, aber auch schwierige Beziehung. Jim beobachtet entsetzt, wie Silver einen loyalen Matrosen hinterrücks ermordet, ist aber auch von der durchsetzungsfähigen und verschlagenen Persönlichkeit des alten Piraten beeindruckt.
Auf der Insel kommt es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit den meuternden Piraten. Mehrfach wechselt das Glück, durch die Initiative Jims obsiegt schließlich die Mannschaft um Kapitän Smollet und den Squire. Mit der Hilfe eines vor Jahren auf der Insel ausgesetzten Matrosen wird schließlich auch der Schatz gehoben. Die Piraten werden auf der Insel zurückgelassen, nur Silver als ihr Rädelsführer wird auf die Heimfahrt mitgenommen. Allerdings gelingt es diesem, mit einem Teil des Schatzes das Schiff heimlich zu verlassen. Jim kehrt als reicher Mann nach Hause zurück, wird aber von schrecklichen Alpträumen geplagt.
Struktur: Der Roman besticht durch die Mischung aus literarischer Hochsprache, Matrosenjargon und schottischem Dialekt. Die geradlinig erzählte Handlung orientiert sich an den Gattungsmustern des Abenteuer- und den Schauerromans. Motive wie Freibeutertum, Meuterei und Schatzsuche konnte Stevenson den Romanen von Daniel R Defoe, Frederick Marryat (1792–1848) und Edgar Allan R Poe entnehmen. Die Wahl eines noch jugendlichen, seinen erwachsenen Gegenspielern physisch unterlegenen Helden und die mit der Piraterie verbundenen grausigen Details (Mord und Totschlag, körperliche Verstümmelungen etc.) erlauben es Stevenson, auch mit den unheimlichen Elementen des Schauerromans zu arbeiten; die Ich-Perspektive garantiert dabei von Anfang an das Überleben des jugendlichen Helden. Die Abenteuerhandlung dient als Folie zur Thematisierung allgemeinmenschlicher Probleme, insbesondere der Einsicht in die Ambivalenz der menschlichen Natur. Im Zentrum des Romans steht die widersprüchliche Beziehung Jims zu dem Piraten Long John Silver. Mit ihm verbindet Jim die proletarische Herkunft – während der Kapitän oder der Squire typische Gentlemen sind – und eine Neigung zu Gewalt und Habgier. Gerade wegen der Ambivalenz seiner Darstellung, wegen seines psychologischen Realismus und der Weigerung, die Gesellschaft nach einem einfachen Gut-Böse-Schema einzuteilen, wurde die Schatzinsel zu einem vorbildlichen Abenteuerroman.
Wirkung: Der Roman war zunächst ein Misserfolg: Leserbriefe beklagten, dass der Bösewicht am Schluss des Romans ungeschoren davonkomme. Der zwar als Jugendbuch konzipierte, aber auch von Erwachsenen gelesene Abenteuerroman avancierte jedoch zu einem der berühmtesten Werke der Weltliteratur und zur intertextuellen Bezugsgröße zahlreicher anderer Abenteuer- und Jugendromane. Robert Leeson verfasste mit Silver’s Revenge (1979) eine parodistische Replik, in Björn Larssons Long John Silver (1995) wird die Lebensgeschichte Silvers ausgebreitet, in Jo Tenfjords Mädchenbuch Sally, die Seeräubertochter werden die Ereignisse aus der Perspektive der Mulattin Sally, der Tochter Silvers, erzählt. Mehrere Verfilmungen (zuletzt USA 1990) verdeutlichen die anhaltende Popularität des Romans. H. R. B. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Klappentext

Der Zufall spielt dem siebzehnjährigen Jim Hawkins die Schatzkarte eines berüchtigten Piratenkapitäns in die Hände. Zusammen mit seinen väterlichen Freunden Dr. Livesey und Squire Trelawney macht er sich auf der »Hispaniola« zur Schatzinsel auf. Doch durch die Schwatzhaftigkeit Trelawneys haben sich auch einige zwielichtige Gestalten mit an Bord begeben, die sich den Schatz selber aneignen wollen. Größte Gefahren und Abenteuer warten auf Jim und seine Freunde. Robert L. Stevensons Klassiker der Abenteuerliteratur in einer für Jugendliche neu bearbeiteten Ausgabe. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Robert Louis Stevenson (1850-1894) lebte aufgrund gesundheitlicher Probleme auf Samoa und schrieb weltbekannte Abenteuerromane. Bekannt geworden ist er durch die Romane ›Die Schatzinsel‹, ›Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde‹ und die ›Südseegeschichten‹.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

TEIL I
Der alte Freibeuter
Kapitel 1
Der alte Seebär im »Admiral Benbow«
Weil Squire Trelawney, Dr. Livesey und die übrigen Gentlemen mich gebeten haben, alle Einzelheiten über die Schatzinsel vom Anfang bis zum Ende niederzuschreiben und nichts zurückzuhalten als die Lage der Insel, und auch das nur, weil noch ungehobene Schätze dort liegen, greife ich im Jahr des Herrn 17.. zur Feder und gehe in die Zeit zurück, als mein Vater das Gasthaus »Zum Admiral Benbow« führte und der braun gebrannte alte Seemann mit der Säbelnarbe im Gesicht Wohnung unter unserem Dach nahm.
Ich erinnere mich an ihn, als sei es gestern gewesen, wie er schwerfällig zur Tür des Gasthauses kam, während ihm seine Seemannskiste auf einem Schubkarren nachgeführt wurde – ein großer, starker, schwerer Mann mit nussbraun gefärbtem Gesicht und einem teerigen Zopf, der ihm über die Schulter auf seinen beschmutzten blauen Rock fiel; seine Hände waren rau und narbig und hatten schwarze, abgebrochene Fingernägel; und die quer über eine Backe laufende Säbelnarbe war von schmutzig fahlem Weiß. Ich erinnere mich an ihn, wie er rings über die Bucht blickte, vor sich hin pfiff, während er so dastand und dann das alte Seemannslied anstimmte, das er später so oft sang: »Fünfzehn Mann auf der Kiste des Toten – Jo-ho-ho, und eine Flasche mit Rum!«, mit einer hohen, zittrigen Altmännerstimme, die klang, als wäre sie an den Spaken der Ankerwinde gestimmt und gebrochen worden. Dann schlug er mit einem Stock, der aussah wie eine Handspake und den er mit sich führte, an die Tür und rief, als mein Vater erschien, mit grober Stimme nach einem Glas Rum. Als es ihm gebracht worden war, trank er es langsam wie ein Kenner, der beim Geschmack verweilt, und blickte immer noch über die Klippen und zu unserem Gasthausschild hinauf.
»Das ist eine nette Bucht«, sagte er schließlich, »und der Grogladen hübsch gelegen. Viel los, Freund?«
Mein Vater verneinte; sehr wenig Kundschaft, und umso bedauerlicher sei es.
»Na gut«, sagte er, »das ist der Ankerplatz für mich. Heda, Freundchen«, rief er dem Mann zu, der den Karren geschoben hatte, »dreht hier bei und schafft meine Kiste hinauf. Ich will hier ein bisschen bleiben«, fuhr er fort. »Ich bin ein einfacher Mann; Rum und Speck und Eier, das ist’s, was ich brauche, und die Anhöhe dort drüben zum Beobachten der Schiffe. Wie Ihr zu mir sagen sollt? Ihr könnt Captain zu mir sagen. Oh, ich seh schon, worauf Ihr hinauswollt – da«, er warf drei oder vier Goldstücke auf die Schwelle. »Ihr könnt mir’s sagen, wenn ich damit fertig bin«, sagte er und sah so grimmig drein wie ein Kommandant.
Und tatsächlich hatte er, so schlecht seine Kleider waren und so grob er sprach, nicht die Erscheinung eines Matrosen, sondern sah eher aus wie ein Steuermann oder Schiffer, gewohnt, Gehorsam zu finden oder zuzuschlagen. Der Mann, der mit dem Schubkarren gekommen war, erzählte uns, die Postkutsche habe den Captain am Morgen zuvor beim »Royal George« abgesetzt; der Captain habe sich erkundigt, was für Gasthäuser es die Küste entlang gebe; und da er, nehme ich an, von unserem Gutes zu hören bekam und es ihm als einsam gelegen beschrieben wurde, hatte er es vor den anderen zu seinem Wohnsitz gewählt. Und das war alles, was wir über unseren Gast erfahren konnten.
Aus Gewohnheit war er ein sehr schweigsamer Mensch. Den ganzen Tag lungerte er in der Bucht oder auf den Klippen herum, ein Messingfernrohr unter dem Arm; den ganzen Abend saß er in einer Ecke der Gaststube nah am Fenster und trank starken Rum mit Wasser. Meist sagte er nichts, wenn man ihn anredete, sah nur rasch und grimmig auf und schnaubte durch die Nase wie ein Nebelhorn; wir und die Leute, die in unser Haus kamen, lernten es bald, ihn in Ruhe zu lassen. Jeden Tag, wenn er von seinen Streifzügen zurückkam, pflegte er zu fragen, ob irgendwelche Seeleute auf der Straße vorbeigekommen seien. Zuerst dachten wir, es sei der Mangel an Gesellschaft von seinesgleichen, der ihn diese Frage stellen ließ; aber schließlich fingen wir anzubegreifen, dass er sie zu vermeiden trachtete. Wenn ein Seemann im »Admiral Benbow« einkehrte (was ab und zu welche taten, die auf der Küstenstraße nach Bristol unterwegs waren), betrachtete ihn der Captain immer durch den Vorhang an der Tür, bevor er die Gaststube betrat; und man konnte sicher sein, dass er, war einer anwesend, sich so still wie ein Mäuschen verhielt. Für mich wenigstens gab es bei dieser Sache kein Geheimnis; denn ich war sozusagen Teilhaber seiner Befürchtungen. Er hatte mich eines Tages beiseite genommen und mir ein silbernes Vier-Pence-Stück für jeden Ersten des Monats versprochen, wenn ich nur mein »scharfes Auge für einen Seefahrer mit einem Bein offen hielte« und es ihn in dem Augenblick wissen ließe, da dieser auftauchte. Oft genug, wenn der Erste des Monats gekommen war und ich mich um meinen Lohn an ihn wandte, schnaubte er mich durch die Nase an und brachte mich durch sein Anstarren in Verlegenheit; aber bevor die Woche um war, besann er sich gewiss eines Besseren, brachte mir mein Vier-Pence-Stück und wiederholte seine frühere Anordnung, »nach dem Seefahrer mit einem Bein« Ausschau zu halten.
Wie diese Figur mich in meinen Träumen heimsuchte, brauche ich kaum zu sagen. In stürmischen Nächten, wenn der Wind an den vier Ecken des Hauses rüttelte und die Brandung die Bucht entlang und die Klippen hinauf brüllte, sah ich den Mann in tausend Gestalten und mit tausend teuflischen Grimassen. Bald war das Bein am Knie, bald an der Hüfte abgesägt, dann wieder war er eine Art Ungeheuer, das immer nur ein Bein gehabt hatte, und zwar in der Mitte des Körpers. Zu sehen, wie er sprang und rannte und mich über Hecke und Gräben verfolgte, war der schlimmste der Albträume. Und eigentlich bezahlte ich mein monatliches Vier-Pence-Stück hübsch teuer, in Anbetracht dieser schauerlichen Fantasiegebilde.
Aber obwohl mich die Vorstellung des Seefahrers mit dem einen Bein in solchen Schrecken versetzte, hatte ich vor dem Captain selber weit weniger Angst als jeder andere, der ihn kannte. Es gab Abende, an denen er ein Gutteil mehr Rum und Wasser zu sich nahm, als sein Kopf vertragen konnte; und da saß er dann manchmal und sang seine gottlosen alten, wilden Seemannslieder, ohne auf jemand Rücksicht zu nehmen; bisweilen jedoch bestellte er Runden und zwang die ganze zitternde Gesellschaft, seinen Geschichten zuzuhören oder seine Singerei im Chor zu begleiten. Oft hörte ich das Haus beim »Jo-ho-ho und eine Flasche Rum« erdröhnen, weil alle Nachbarn, die Todesangst im Gesicht, einfielen und einer lauter sang als der andere, um keine Bemerkung herauszufordern. Denn bei solchen Anfällen war er der rücksichtsloseste Kumpan, den man sich vorstellen kann. Er schlug dann mit der Hand auf den Tisch, um rundum Schweigen zu gebieten; er ging bei einer Frage mit einem Wutanfall hoch, oder manchmal auch, weil keine gestellt wurde und er glaubte, die Gesellschaft folge seiner Geschichte nicht. Auch wollte er niemandem erlauben, das Gasthaus zu verlassen, bevor er sich nicht selber müde getrunken hatte und wegtorkelte, ins Bett.
Es waren seine Geschichten, die die Leute am schlimmsten ängstigten. Fürchterliche Geschichten waren das; vom Aufknüpfen, und wie man Gefangene über die Planken springen lässt, von Stürmen auf See, von den Dry Tortugas und von wilden Taten und Orten an der Nordostküste Südamerikas. Nach seiner eigenen Darstellung musste er sein Leben unter den verruchtesten Gesellen zugebracht haben, die der Herrgott je auf See geduldet hat; und die Ausdrücke, mit denen er diese Geschichten erzählte, erschreckten unsere einfachen Landbewohner fast so sehr wie die Verbrechen, die er beschrieb. Mein Vater sagte immer, das Gasthaus werde ruiniert, denn die Leute würden bald nicht mehr hierher kommen, wenn sie tyrannisiert, ihnen der Mund verboten und sie schaudernd ins Bett geschickt würden; ich glaube aber eher, dass die Anwesenheit... -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Wir alle, denen das Buch bzw. das Lesen und das Hören am Herzen liegt, müssen gemeinsam dafür sorgen, dass in einer Zeit, in der andere Medien das Buch und das Hörbuch in den Hintergrund drängen, bei Kindern im frühen Lesealter Neugierde und Interesse für die „großen Stoffe“ geweckt wird. (Dirk Walbrecker) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .
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