Schon nach den ersten Seiten ist festzustellen, Licia Troisi hat sich weiterentwickelt, Ihr Schreibstil ist erwachsener, fesselnder geworden. Die Charakterzeichnung der Hauptfiguren ist gelungen, kompakt, einfach nur plastischer als in der "Drachenkämpferin-Trilogie".
Anzumerken ist, das der erste Band eher nicht epische Fantasy ist, es gibt keine grossen Schlachten, kaum Fabelwesen und die Figuren sind bodenständig, realer als in den ersten 3 Büchern. Das tut der Spannung überhaupt keinen Abruch, im Gegenteil, das Buch wirkt wie der betuliche Anfang einer ganz grossen Geschichte und lässt mich jetzt schon schmachtend auf den 2. Teil warten.
Es gibt ein paar kleinere Cameoauftritte bekannter Figuren aus der ersten Trilogie, Stichwort Ido und die Geschichte lässt vermuten, das in den nächsten Bänden weitere folgen werden.
Zum Schluss möchte ich noch anmerken das die Coverillustration des Schutzumschlages von Paolo Barbieri (wie schon bei der "Drachenkämpfertrilogie), absolut hervorragend gelungen ist. Da wartet man fast auf einen Gemäldeband des Künstlers.
Übrigens richtet sich das Buch wohl eher weniger an die wirklich ganz junge Leserschaft, da das Buch stellenweise recht brutal und gewaltätig ist. Meine Empfehlung wäre, für Leser ab 14 Jahren ist "Die Schattenkämpferin" wohl durchaus ohne Bedenken lesbar.
Klare Kaufempfehlung von mir und deshalb 5 Sterne.