Schon im ersten Teil "Das Erbe der Drachen" beweist Licia Troisi ihr Talent für atmosphärische Phantasiewelten. Schmerz, Hass, Verzweiflung aber auch Freude, Verspieltheit und Liebe lassen sich förmlich aus den Zeilen herauf beschwören. Wunderbar , mit Worten umspielte, Schicksale weben sich zu einer eigenständigen Welt, in der nichts unmöglich scheint, sich aber dennoch allzu Menschliches seine Bahnen bricht.
Das Wechselspiel zwischen Gegenwart und Vergangenheit schmiegt sich wie zwei Schlangen aneinander und vereint sich am Ende des Werkes zu einem gelungenen Abschluss. Die letzten Zeilen jedoch stehen ganz im Zeichen der Dinge, die da noch kommen werden. Die Gilde wurde genarrt und sinnt auf Rache und Dubhe legt ihren Weg, den eines "Kind des Todes" nun nicht mehr allein zurück.
Der Zweite Teil knüpft perfekt an die Geschichte an und wieder einmal merkte ich, wie wichtig es ist, dass eine Triologie aus ein und derselben Feder stammt. Jede Einzelheit, jeder Gedanke war nachvollziehbar, ergab Sinn und verwob sich mit dem ersten Teil. Man kann sagen es ist ein und dieselbe Geschichte, nur das erste Buch war eben zu Ende.
Für jeden der sich den ersten Teil ergattert hat ein absolutes Muss diesen Weg zuende zu gehen. Ich werde es jedenfalls tun.