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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Die Schattenhand - Agatha Christie in Hochform,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Schattenhand (Broschiert)
Die Geschwister Jerry und Joanna Burton mieten in Lymstock ein kleines Haus. Inmitten der dörflichen Idylle will sich Jerry von einem Flugzeugabsturz erholen. Doch vorbei ist es mit dem geruhsamen Landleben, als sich anonyme Briefe mit schmutzigen Verleumdungen im Briefkasten finden. Die „Schattenhand", die schon seit einer geraumen Weile im Dorf ihr Unwesen treibt, hat wieder zugeschlagen. Es ist eine Frage der Zeit, wann eine der in den Briefen vorgebrachten Verleumdungen ins Schwarze trifft. Denn schließlich, so sind sich fast alle Bewohner Lymstocks einig: „Wo Rauch ist, da muss auch Feuer sein." Und tatsächlich wird bald aus den üblen Scherzen blutiger Ernst: Die schamlosen Schriftstücke treiben Mrs. Symmington, die Frau des Anwalts, in den Selbstmord. Jerry beginnt sich der Sache anzunehmen, und das nicht nur wegen Megan, der vernachlässigten Tochter der Symmingtons.Als bald darauf noch Agnes, das Dienstmädchen der Familie, erstochen aufgefunden wird, herrscht bei der Polizei hektische Betriebsamkeit. Hatte Agnes vielleicht die mysteriöse „Schattenhand" beobachtet als sie den Brief an Mrs. Symmington eingeworfen hat, der so schlimm gewesen sein muss, das Mrs. Symmington sich daraufhin das Leben nahm? Die Ermittlungen führen zu keinem Ergebnis, als plötzlich Miss Marple, ein stiller Gast im Hause des Pfarrers von Lymstock, einschreitet ... Die Schattenhand ist ein klassischer Agatha-Christie-Krimi - genial, bis hin zur Auflösung, der durch ihre Einfachheit und Logik besticht. Agatha Christie erspart dem Leser sowohl Hinweise, die in Krimis anderer Autoren oft leider erst zum Schluss eingestreut werden und ein Mitraten somit unmöglich machen, als auch unnötige Effekte um Spannung erzeugen. Denn all das hat die Queen of Crime - den Namen trägt sie in meinen Augen zu Recht - nicht nötig. Der Krimi lebt von einer logischen, bis ins kleinste Detail durchdachten Handlung, die dem Leser direkt von Beginn an zugänglich ist. Aber wie alle Beteiligten Charaktere auch, tappt der Leser im Dunkeln. Denn im falschen Licht betrachtet, ergeben die Hinweise, die Agatha Christie gut portioniert einstreut, ein ganz anderes Bild. Erst wenn jedes Teilchen an seinen rechten Platz gerückt wird, ergibt sich die Lösung, die gerade in Die Schattenhand genial einfach und völlig logisch ist. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Rauchschleier schützen nicht vor Miss Marples Scharfblick,
Rezension bezieht sich auf: Die Schattenhand (Taschenbuch)
Agatha Christie, wie sie leibt und lebt: Ein Verbrechen, viele Verdächtige, noch mehr Verdachtsmomente, Intrigen, viele falsche Spuren, und die richtige Spur ist in alledem gut versteckt... Schließlich ist Agatha Christie immer ganz in ihrem Element, wenn sie das Leben auf dem Lande minutiös in all seinen Verschrobenheiten ausbreiten kann, oder wenn sie en passant ironische Lektionen erteilt über die schickliche Damengarderobe auf dem Lande; und bei der Charakterisierung skurriler alter Damen fährt sie zur Hochform auf; nicht nur die herzige Emily Barton hat der Leser nach ihrer ersten Szene wie gemalt vor Augen... Bei der "Schattenhand" kommen sogar Shakespeareaner auf ihre Kosten; immerhin liest man unerwartete Anmerkungen zu "König Lear" von unerwarteter Seite.Anfangs der 40er Jahre lässt sich der kriegsverletzte Flieger Jerry Burton zusammen mit seiner resoluten und anscheinend auch nicht unattraktiven Schwester Joanna der Erholung und Genesung wegen in Lymstock nieder, einem verschlafenen Nest im weiteren Umkreis von London. Das Städtchen Lymstock scheint tatsächlich good old English wie aus dem Bilderbuch zu sein, beziehungsweise wie aus dem Miss-Marple-Krimi... Allerherzigste Provinz also, "so rührend und so drollig und altmodisch", kommentiert Joanna das Dorf und seine Honoratioren, und sie kann sich "beim besten Willen nicht vorstellen, dass hier irgendetwas Böses passiert". Miss-Marple-Fans wissen es besser, und die Geschwister Burton merken das auch bald: Irgendjemand in Lymstock verschickt nämlich bösartige anonyme Briefe schockierenden Inhaltes, bald darauf vergiftet sich die Gattin des höchst respektablen Anwalts, und dann wird das Dienstmädchen jener Familie ermordet. Was könnte das etwas begriffsstutzige Dienstmädchen beobachtet haben, und für wen hätte ihre Beobachtung schlimme Folgen gehabt? Die Gerüchteküche des Städtchens brodelt, Vermutungen, Verdächtigungen en masse. Schließlich hat das englische Dorfleben jede Menge Eigenbrötler und seltsame Käuze zu bieten, und wer weiß, was die zu verbergen haben. Aber bevor alles aus dem Ruder läuft und die Polizei wieder mal einem raffinierten Mörder auf den Leim geht, spricht die bärbeißige Pfarrersgattin ein Machtwort: "Deswegen werde ich auch einen Experten heranziehen. [...] Nicht jemanden, der sich mit anonymen Briefen oder meinetwegen auch Mord auskennt. Ich meine jemanden, der die M e n s c h e n kennt. Begreifen Sie nicht? Wir brauchen jemanden, der etwas von N i e d e r t r a c h t versteht!" Und dann kommt sie endlich, die liebe Miss Marple, die das Dorfleben alles über die menschliche Natur und ihre Abgründe gelehrt hat. Der Leser hat sie und ihr Strickzeug lange erwartet, obwohl er sich in den bisherigen 166 Seiten sehr gut unterhalten hat. Dies ist der einzige Schwachpunkt dieses Krimis, denn eigentlich hätte auch eine andere Romanfigur die Fäden zusammenführen können, notfalls Jerry Burton, der Berichterstatter in der Ich-Form, selber. Miss Marple kommt diesmal einfach zu kurz. Meine These, warum Dame Agatha die "Schattenhand" zu ihren stärksten Krimis zählte, lautet in etwa so: Hier hat sie die Handlung noch logischer als sonst konstruiert, und auch der Roman ist nicht so schlicht aufgebaut, wie es zunächst scheint: Echte und vermeintliche Handlungsstränge werden geschickt angekündigt, und parallele Motive tauchen auf, die man leicht übersieht... Leser, die von Anfang an sorgfältig auf die Details achten, haben bald den Verbrecher am Kragen -- vorausgesetzt, ihnen entgeht der allererste Hinweis nicht. Den breitet Christie (wie so oft) pritschbreit aus, aber sogleich lenkt sie den Leser gekonnt wieder ab, wenn der nicht aufpasst wie ein Schießhund. Hat man sich jedoch festgebissen, dann erkennt man zumindest ein paar der vielen echten Hinweise, die die grande dame zwischen die vielen falschen Spuren streut. -- Egal, ob man's merkt oder nicht: In beiden Fällen macht das Lesen Spaß; nicht nur wegen der vielen feinen Beobachtungen aus dem guten alten England, sondern auch, weil man entweder drauf wartet, in welche Sackgasse die Polizei jetzt als nächstes tappen wird, oder weil man sich vergnügt von einer Sackgasse in die nächste locken lässt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Miss Marple löst einen weiteren Fall,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Schattenhand (Gebundene Ausgabe)
Im zuvor friedlichen Städtchen Lynnstock herrscht mit einem male gespannte Atmosphäre: Grund dafür sind anonyme Briefe, die verschickt werden, von der mysteriösen "Schattenhand". Die Briefe enthalten allerlei Anschuldigungen und Obszönitäten. Schließlich wird eine Einwohnerin Lynnstocks tot zu Hause aufgefunden: Mrs. Symmington. In ihrer Hand ein Papierfetzen mit den Worten "Ich kann nicht mehr". Eine weitere Leiche folgt, diese offensichtlich ermordet. Die Polizei fahndet fieberhaft nach dem Verfasser oder der Verfasserin der Briefe, eben jener ominösen "Schattenhand". Lösen kann den Fall letztlich nur eine: Miss Marple. Agatha Christies Roman ist ein weiteres Beispiel für die herausragende Stellung der "Queen of Crime" im Krimigenre, insbesondere durch ihre Fähigkeit, den Leser durch Suggestion von der eigentlich sehr naheliegenden und immer logischen Lösung des Falles abzulenken. Auch in "Die Schattenhand" wird der Leser am Ende jenen "Aha"-Effekt verspüren und sich sagen: "Natürlich! So und nur so mußte es sein! Und ich hätte es eigentlich gleich wissen sollen." Ein Effekt, den man bei so manch anderem Autor vergeblich sucht. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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