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Während in Europa Glaubenskriege toben, stösst in Frankreich ein Mann ins Zentrum der Macht vor - Richelieu, Kardinal und Erster Minister von Ludwig XIII. Nur seiner klugen, treuen Nichte Marie schenkt der von vielen beneidete, bewunderte und auch gehasste Mann Vertrauen. Doch als Marie den Mysteriösen Paul d´Irsdmasens kennenlernt, ist sie nicht mehr Herrin ihres Schicksals und ihrer Gefühle. In Marias Händen aber ruht das Überleben ihres Onkels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Buch, das unter die Haut geht,
Von Benjamin Bork (Gelsenkirchen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Schatten von La Rochelle (Gebundene Ausgabe)
Auch 7 oder 8 Jahre nach der Lektüre bleibt dieses Buch dem Leser noch deutlich in Erinnerung. Selten schuf ein Autor/eine Autorin so faszinierende und aufwühlende Charaktere, die einen nicht mehr loslassen.Der historische Hintergrund des französischen Frühabsolutismus im 17. Jh. ist nur ein Aufhänger für ein dichtes und tragisches Beziehungsgeflecht, das sich im Wesentlichen um den großen Staatsmann Kardinal Richelieu, seine Nichte Marie de Vignerot und den hugenottischen Adligen Paul d' Irsdmasens rankt. Alle Hauptpersonen sind durch eine schicksalhafte Vergangenheit entscheidend geprägt, die in Rückblenden in die Romanhandlung eingeflochten wird. So werden langsam die alle Personen verbindenden Zusammenhänge immer klarer und offensichtlicher, bis sie schließlich in einem dramatischen Finale kulminieren. Die Romanheldin Marie de Vignerot erscheint als eine in der Vergangenheit stark gedemütigte Frau, die ihre Verletzlichkeit und Sehnsucht nach Zuneigung hinter einem kühlen Äußeren zu verbergen sucht. Ebenso hervorragend wurde auch ihr Onkel Kardinal Richelieu charakterisiert, als ein ehrgeiziger Mann, der schon in jungen Jahren der Verführung der Macht erlag, sich mit Intrigen ganz nach oben arbeitete und sich dadurch letztendlich selbst in die Position eines vielgehaßten und gefürchteten und dadurch zutiefst einsamen "Über - Menschen" manövriert hat. Die beste Charakterisierung aber erfuhr Paul d' Irsdmasens. Die erschütternde Schilderung seiner Erlebnisse bei der Belagerung der Hugenottenfestung La Rochelle durch Richelieus Truppen zeigt eindringlich wozu Menschen an den Grenzen des Ertragbaren fähig sind und macht sein Handeln verständlich. Trotz zunehmenden Abscheus gegnüber seinen Praktiken fühlt man doch die ganze Zeit ein tiefes Mitleid mit dieser ganz und gar zerrissenen und für ihr Leben gezeichneten Persönlichkeit. Das Ende des Romans kennt weder Gewinner noch Verlierer (zumindest was die Haupthandlung angeht) und hinterläßt beim Leser eine nachdenkliche Stimmung. Es wird klar, daß alle Romancharaktere von den Schatten ihrer eigenen Vergangenheit beeinflußt werden, die sie nicht abschütteln können und man kann nicht umhin, sich auszumalen, wie anders sich alles hätte entwickeln können, wenn sie einige Fehler in ihrer vergangenheit nicht begangen hätten. Dieser Roman ist packend und geht unter die Haut, daher ist er für manche Leser vielleicht stellenweise schwer zu ertragen. Aber allen, die Handlungen und Figuren mit Tiefgang mögen, sei er gerade deshalb wärmstens empfohlen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sehr gut,aber keine leichte Kost,
Von Isabella (Dinslaken) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Schatten von La Rochelle: Roman (Taschenbuch)
Ein sehr guter historischer Roman,der in der Zeit von Ludwig dem Dreizehnten und Richelieu spielt.Die Autorin erzählt in Rückblicken die Lebensgeschichte des Kardinals Richelieu und zeigt diese historische Persönlichkeit mit all ihren Facetten,sowohl den Familienmenschen und den Onkel,der seine Nichte über alles liebt(sie ist übrigens die eigentliche Hauptperson des Romans),als auch den unnachgiebigen Staatsmann.Die Autorin hat für dieses Buch sehr gut recherchiert und viele historisch belegte Tatsachen in einen fesselnden Roman verarbeitet,der einem die Zeit der Musketiere näher bringt.Andererseits wird die Geschichte manchmal eben aufgrund dieses Anspruchs,sich strikt an geschichtliche Daten zu halten,etwas zäh und mühsam,da auch sehr viele Personen auftreten,die nur nebensächlich sind.Nach einiger Zeit hatte ich keinen Durchblick mehr bei all diesen französischen Adelstiteln und Verwandschaftsverhältnissen.Mit Sicherheit kein leichtes Buch,aber für historisch interessierte ein Leckerbissen.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Aus der Zeit der Musketiere,
Von Imke Heuer (Bremen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Schatten von La Rochelle: Roman (Taschenbuch)
"Die Schatten von La Rochelle" spielt im Frankreich des 17. Jahrhunderts, einer Epoche, die den meisten Lesern aus den zahlreichen Verfilmungen von Alexandre Dumas' Roman "Die drei Musketiere" bekannt sein wird. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Kardinal Richelieu, graue Eminenz und machiavellistischer Drahtzieher am Hof Louis' XIII, und seine Nichte und wichtigste Vertraute Marie de Vignerot. Anders als in diversen Musketier- Verfilmungen ist Richelieu hier kein Schurke, sondern ein Mensch, den seine Entscheidungen und die Opfer, die er für seine Position im Zentrum der Macht bringen muss, belasten. Marie, die für ihn wie eine Tochter ist, ist hin- und hergerissen zwischen der Loyalität zu ihrem Onkel und der Liebe zu dem Hugenotten Paul d'Irsdmasens. Der Konflikt zwischen katholischer Staatsreligion und protestantischer Minderheit spielt auf politischer wie persönlicher Ebene für alle Charaktere eine zentrale Rolle. Es stellt sich heraus, dass auch der Kardinal ein Geheimnis in seiner Vergangenheit hat ... Wie bei allen Romanen der Autorin ist der historische Hintergrund sehr gut recherchiert. Man erhält "nebenbei" eine Fülle von Informationen über religiöse, politische und philosophische Debatten und nicht zuletzt über das Theater der Epoche. Die Charaktere sind interessant und einfühlsam geschildert. Neben den Protagonisten beeindrucken vor allem die Familie d'Irsdmasens sowie die Waise Charlotte, die bei Marie in Diensten steht. Im Nachwort erzählt die Autorin, dass sie zunächst vorhatte, einen Roman über Mylady de Winter, die Schurkin aus den "Musketieren", zu schreiben. Myladies Perspektive wäre sehr reizvoll, und es ist schade, dass sie diesen Plan scheinbar aufgegeben hat. P.S.: die Widmung ist ein kleiner Quiz. Der Roman ist drei Schriftstellern gewidmet, die aber nur mit Initialen genannt werden. Zumindest einer müsste bei der Thematik jedoch leicht zu erraten sein.
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