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Die Schatten von Montelupo: Commissario Soneri kommt ins Grübeln [Gebundene Ausgabe]

Valerio Varesi , Karin Rother
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

20. Juli 2007
Es ist Herbst in Parma. Commissario Soneri beschließt, der grauen Stadt zu entfliehen und Urlaub in seiner Heimat Montelupo zu machen. In dem kleinen Ort im Apennin dreht sich alles um die Fabrikantenfamilie Rodolfi, mit starker Hand geführt vom alten Palmiro – zynisch und ungehobelt, und doch ein begnadeter Geschäftsmann. Aber hinter der Fassade brodelt es: Der Sohn Paride möchte beruflich eigene Wege gehen. Von einem Tag auf den anderen stürzt der Clan in einen finanziellen Skandal, der die ganze Gemeinde in Mitleidenschaft zieht. Wenig später macht ein Spaziergänger im Wald eine grausige Entdeckung: Parides leblosen Körper. Angesichts einer solchen Tragödie lässt sich Commissario Soneri nicht lange bitten und beteiligt sich an den Ermittlungen. Die komplizierte Beziehung zwischen Vater und Sohn der Familie Rodolfi gewinnt für ihn erschreckende Aktualität, als er herausfindet, dass sein eigener Vater den alten Palmiro kannte …


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Kindler (20. Juli 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3463405113
  • ISBN-13: 978-3463405117
  • Originaltitel: Le ombre di Montelupo
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 837.414 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

wurde 1959 in Turin geboren. Er promovierte mit einer Arbeit über Kierkegaard. Heute ist er Redakteur der Repubblica und lebt in Parma. „Der Nebelfluss“ war nominiert für den Premio Strega, einen der wichtigsten italienischen Literaturpreise, und stand monatelang auf der italienischen Bestsellerliste.

Auszug aus dem ersten Kapitel. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Deutsch von Karin Rother -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Kundenrezensionen

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich habe mich sehr gefreut auf den neuen Varesi und seinen 4.Band mit Commissario Soneri (nach: Lichtspiele - gut, Der Nebelfluss - sehr gut und Die Pension in der Via Saffi - sehr gut), nur leider kann ich diesmal nicht so recht einstimmen in die Lobeshymnen um den neuen italienischen Commissario. Alles las sich zäh und holprig, die Handlung langatmig, die Sprache verworren, so daß man Sätze oder Absätze mehrmals lesen musste, um annähernd einen Sinn dahinter zu entdecken, - letzteres liegt sicher an der unzureichenden Übersetzung.-
Die Handlung ist für mich schwer nachzuvollziehen. Ein ganzes Dorf befindet sich jahrelang im Würgegriff eines mächtigen Fabrikanten, der sich bei dessen Bewohnern Geld geliehen hat. Die Dorfbewohner erwachen auch nicht zu wirklichem Leben, erscheinen farblos.
Bestechend wie immer Commissario Soneris Geradlinigkeit, Ehrlichkeit und vor allem seine Melancholie. Soneris Freundin, die Staatsanwältin Angela, versucht ihm zur Seite zu stehen, ohne so zu nerven wie sonst.
Besser als vieles aber nicht mehr als 3 Sterne.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen tolles Buch, schauderhafte Übersetzung 13. September 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch ist atmosphärisch dicht und überzeugend geschrieben, ähnlich wie die beiden Vorgänger, die es meiner Meinung nach noch übertrifft. Etwas schwierig ist es, bei den vielen Personen den Überblick zu behalten, aber man kann ja blättern.
Commissario Soneri kommt in das Dorf seiner Kindheit im Apennin und möchte eigentlich nur Urlaub machen und Pilze sammeln. Es ist November, neblig, Pilze gibt es keine außer Totentrompeten und bald gibt es die erste Leiche. Ein ganzes Dorf hat sich von einer Fabrikantenfamilie abhängig gemacht. Nach und nach blättert die Fassade und es kommt eine unangenehme Wahrheit ans Licht: alle wurden betrogen und ausgenommen. Soneri stößt außerdem immer wieder auf Spuren seines Vaters, eines ehemaligen kommunistischen Partisanen.
Wunderbar geschrieben, doch jetzt kommt das große Aber, weshalb ich am liebsten nur einen Stern geben würde (doch daran ist der Autor wahrscheinlich völlig unschuldig): Der Text liest sich holperig und hölzern. Das muss auf das Konto von Karin Rother gehen, die vielleicht lieber Gebrauchsanweisungen übersetzen sollte, da kommt es nicht so darauf an. Kleine Kostprobe:
"Wenn er zugeknöpft bleibt, so heißt das, dass du keinen Grund hast, eifersüchtig zu sein", neckte ihn Angela und spielte mit den Worten. (Seite 64)
Ja, es ist ein Wortspiel (zugeknöpfter Charakter, zugeknöpfte Hose). Aber welchem deutschsprachigen Autor hätte man das so durchgehen lassen? Allein schon das "und": das bedeutet, dass das Necken und das Wortspiel zwei verschiedene Tätigkeiten wären. Zumindest hätte es dann also schon heißen müssen: "neckte ihn Angela, mit den Worten spielend". Aber: es gibt zwar im Deutschen das "Wortspiel", doch spielen wir mit den Worten? Ich sage ja nicht, dass Übersetzen leicht ist. Doch Beispiele wie dieses finden sich fast auf jeder Seite - besonders typisch, dass die Übersetzerin ein "und" setzt, wo ein Gerundium angemessen wäre. Leider kann ich nur dreieinhalb Worte Italienisch und habe daher nicht die geringste Möglichkeit, nachzuprüfen, wie es im Original ist. Doch in allen drei Büchern bin ich über Sätze gestolpert, die ich schlichtweg nicht verstanden habe, die einfach in ihrem Zusammenhang keinen Sinn ergaben. Das lässt mich vermuten, dass nicht Valerio Varesi, sondern Karin Rother dafür verantwortlich ist.
Allein schon der Titel: "Le ombre di Montelupo" heißt es im Original. Das ist mit "Die Schatten von Montelupo" sicher gut übersetzt. Nur: das wäre ein Ortsname. Wenn das Dorf irgendwo einmal mit einem Namen genannt wurde, dann muss ich das überlesen haben. Was allerdings ständig vorkommt, ist der Berg, an dessen Hängen sich das halbe Buch abspielt - eben der Montelupo. Dann hätte es aber heißen müssen: "Die Schatten des Montelupo" (so heißt es übrigens tatsächlich einmal im Roman, weil der Berg im wörtlichen wie im übertragenen Sinn einen Schatten auf das Dorf wirft). Ob "di" auch mit "des" übersetzt werden kann statt des sonst sicher korrekten "von", das kann ich nicht beurteilen. Aber so bleibt der Titel für mich einigermaßen sinnlos.
Ich fürchte, ich werde Italienisch lernen müssen ...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Gegenwart und die Vergangenheit 18. Oktober 2009
Von Mag Wolfgang Neubacher TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Wieder einmal ein Roman, der sich als Krimi "tarnt"; wer Valerio Varesi kennt, weiß allerdings, dass man von ihm nichts anderes zu erwarten hat.
Commissario Soneri kehrt an einem trüben Novermbertag in sein Heimatdorf zurück, "um in die Pilze zu gehen" - konkret will er sich einfach nur erholen. Dazu erscheint ihm sein Heimatdorf eine gute Möglichkeit.
Nur: Es gibt da eigenartige Gerüchte um den Besitzer der örtlichen Wurstfabrik, von dem offensichtlich das ganze Dorf "lebt". Tatsächlich wird der "Seniorchef", so würde man ihn korrekt bezeichnen, kurz darauf in seinem Haus erhängt aufgefunden, wenig später findet Soneri seinen Sohn auf dem Berg - erschossen.
Der Kommissar will eigentlich gar nicht ermitteln, wird aber, da er die meisten der Beteiligten kennt, in die ganze Geschichte hineingezeogen. Daneben beginnt für Soneri etwas, was man als "Abnabelung von der Kindheit" bezeichnen könnte - am Ende weiß er, dass er nie mehr in das Dorf zurückkehren wird...
Varesi kann unheimlich gut Stimmung erzeugen: Wir befinden uns in einem Bergdorf im Appennin. Fast jeder ist von den Rodolfis, den Besitzern der Fleischwarenfabrik, in irgendeiner Form abhängig, aber niemand will darüber reden. Es zirkulieren die wildesten Gerüchte; Halbwahrheiten werden "im Dutzendpack" weitererzählt. Hier einzudringen ist für Soneri, auch wenn er den Großteil der Beteiligten kennt, praktisch unmöglich.
Daneben - eben neben der Aufklärung des Falles - weiß er nun auch über die Rolle seines Vaters während der Faschistenzeit Bescheid (und kann ihn nun verstehen, dass er das Dorf verlassen hat!)
Ein - wie schon gesagt - Krimi, der weit über das Genre hinausreicht!
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