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Die Schatten der Globalisierung: Nobelpreis für Wirtschaft [Gebundene Ausgabe]

Joseph Stiglitz
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

6. März 2002
Explodierende Aktienkurse und scheinbar nie dagewesenes Wirtschaftswachstum kennzeichneten die »Goldenen Neunziger« – bis der Absturz in eine weltweite, tiefe und bis heute andauernde Rezession folgte. Was ist schief gelaufen? Nobelpreisträger Joseph Stiglitz zeigt, welchen Kräften sich der schwindelerregende Boom verdankte und inwiefern in ihm bereits die Saat der Zerstörung angelegt war.
Stiglitz, als Berater der ersten Clinton-Administration und später Chefökonom der Weltbank ein intimer Kenner des »Tatorts Washington« (NZZ) und der internationalen Konzernzentralen, weiß von den strategischen Entscheidungen in den innersten Zirkeln von Politik und Wirtschaft zu berichten, aber auch von den hitzigen Debatten, die diesen vorausgingen. Selbstkritisch beleuchtet er die globalen Folgen ihres gemeinsamen Tuns: Wie ist die Fixierung auf den Defizitabbau heute zu bewerten? Wie wirkt sich die von der US-Regierung exzessiv betriebene Deregulierung des Marktes aus? Wohin hat uns die Maxime, Eigennutz diene automatisch auch der Allgemeinheit, geführt?
Das Gleichgewicht zwischen Staat und Markt ist verloren gegangen, so Stiglitz’ zentrale These. Um diese Balance wiederherzustellen, entwickelt Stiglitz eine überzeugende Alternative zum Diktat des Marktes – denn das, so zeigt er auf provozierende Weise, ist nicht nur wenig sozial, sondern auf lange Sicht sogar unwirtschaftlich.



Wird oft zusammen gekauft

Die Schatten der Globalisierung: Nobelpreis für Wirtschaft + Die Chancen der Globalisierung + Im freien Fall -: Vom Versagen der Märkte zur Neuordnung der Weltwirtschaft
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Die Zahl der Globalisierungsgegner hat deutlich zugenommen. Doch insgesamt scheint unter der Weltbevölkerung eine positive Grundstimmung gegenüber den globalen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Veränderungen zu überwiegen. Möglicherweise entsteht dieser Eindruck aber auch nur, weil sich die Positionen der Globalisierungskritiker kaum in der öffentlichen Debatte niederschlagen: In der Politik und in den Medien trafen sie bisher auf wenig Resonanz. In der Regel werden die Globalisierungsgegner als weltfremde Spinner und gewaltbereite Chaoten abgetan, die die Vorzüge des freien globalen Marktes nicht erkennen wollen. In Joseph Stiglitz gewinnen die Kritiker nun einen prominenten und kompetenten Fürsprecher. Der frühere Weltbank-Vizepräsident und Wirtschaftsnobelpreisträger 2001 zählt zu den weltweit renommiertesten Wirtschaftsfachleuten. Sachkundig und kritisch analysiert Stiglitz in seinem Buch die globalen (Fehl-)Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit.

Stiglitz saß selbst jahrelang an den Hebeln der Macht oder zumindest in deren Nähe. Von 1993 bis 1997 fungierte er als Wirtschaftsberater von US-Präsident Clinton, bevor er anschließend drei Jahre als Chefvolkswirt bei der Weltbank tätig war. Als deren Vizepräsident erlebte er hautnah, wie der wirtschaftliche Neoliberalismus seinen Siegeszug um den Erdball antrat und wie die Ideologie des freien Marktes dabei die Volkswirtschaften mehrerer Länder ruinierte. Der Autor beschreibt, wie der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank instrumentalisiert wurden, um die Interessen der Hochfinanz und der multinationalen Konzerne zu bedienen. Die restriktiven Auflagen, die IWF und Weltbank den von wirtschaftlicher Rezession bedrohten Staaten auferlegten, führten zur Verarmung eines großen Teils ihrer Bevölkerung. Am Beispiel Russlands und mehrerer ostasiatischer Staaten schildert Stiglitz die Folgen dieser fatalen Finanzpolitik.

Die Schatten der Globalisierung gewährt dem Leser tiefe Einblicke in die Prozesse und Abgründe der Weltwirtschaft. Der Autor klärt darüber auf, wer die Gewinner und Verlierer beim freien Spiel des Marktes sind. Sein Buch ist ein Plädoyer für einen dritten Weg zwischen Sozialismus und entfesseltem Kapitalismus und zugleich ein Appell an die Politik, endlich zu handeln. --Christoph Reudenbach

Pressestimmen

»Stiglitz ist der zur Zeit bedeutendste, kreativste und einflussreichste Wirtschaftswissenschaftler.« (Die Zeit)

»Stiglitz ist ein Insider, er ist Rebell und Ankläger.« (Stern)

"Das ist ein spannendes Buch, weil es vorführt, dass das Fortbestehen der Gesellschaft auf dem Spiel steht, wenn die Politik nicht Schritt hält mit der wirtschaftlichen Globalisierung. Der Stiglitz-Bestseller "Die Schatten der Globalisierung" aus dem Jahre 2002 erfährt damit eine zukunftsorientierte Fortsetzung." (Wirtschaft + Markt)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
119 von 135 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gute IWF-Analyse 29. November 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Wer schon immer wissen wollte, wie der Internationale Währungsfond arbeitet und funktioniert, ist mit diesem Buch gut bedient. Stiglitz vergleicht die Entwicklung einiger Schwellenländer und beklagt ausführlich die vermeintlichen Fehler des IWF, der Weltbank und der WTO. Pionierarbeit leistet er dabei aber nicht, denn diese Kritik ist nun wirklich nicht mehr neu.

Auch ich bin der Meinung, dass der Buchtitel völlig daneben ist und man bewusst aus verkaufstaktischen Gründen unter falscher Flagge segelt. Um die eigentlichen Probleme der Globalisierung wird sich nämlich herumgedrückt. Die zentralen Fragen, wie man die weltweiten wirtschaftlichen Probleme löst und die Ausbeutung von Menschen und Ressourcen eindämmt, werden weder gestellt noch beantwortet. Vom Konzept her haben mich das „Schwarzbuch Globalisierung" und „Anti-Globalisierung. Zurück zur Vernunft!" weit mehr beeindruckt. In diesen Büchern werden ernstzunehmende Perspektiven für eine zukunftsorientierte Gestaltung dieser Welt aufgezeigt und nicht nur über verfehlte Kreditkonditionen geredet.

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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Äusserst lesenswert! 28. August 2002
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Es gibt nur eine Empfehlung für dieses Buch: Unbedingt lesen! Der Autor vermittelt Einblicke in brandaktuelle finanz- und wirtschaftspolitische Zusammenhänge und macht so von Seite zu Seite aus dem abstrakten Begriff "Globalisierung" ein transparentes Netzwerk, das bis dato nur Experten durchblickten. Stiglitz nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, die Machenschaften internationaler Institutionen an den Pranger zu stellen, aber er macht das fast ohne Polemik und würzt es dafür mit der gerade verträglichen Prise Ironie. Er stellt komplizierte Sachverhalte mit wenigen Sätzen klar dar und versieht die gesamte Thematik auch noch mit einer Spannung, die es einem schwer macht, das Buch vor der letzten Seite aus der Hand zu legen. Wir empfehlen dieses Buch jedem, der das Phänomen der Globalisierung begreifen möchte.
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31 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Thema verfehlt - aber sonst ganz ordentlich 28. Dezember 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Der Titel dieses Buches ist falsch. Es sollte nicht "Die Schatten der Globalisierung", sondern "Die verhängnisvolle Ideologie des IWF" heißen, denn Stiglitz beschäftigt sich hier mit nichts anderem.
Der Prozess der Globalisierung wird weder beschrieben noch diskutiert und auch die verschiedenen Positionen von "Neoliberalen" und "Globalisierungsgegnern" tauchen allenfalls im Zusammenhang mit der Politik des IWF auf.
Was ist die Aussage des Buches?
Es ist ein Plädoyer für eine "realitätsnähere" und einzelfallspezifische Sicht auf Volkswirtschaften und die jeweils angemessenen Wirtschaftspolitiken und gegen die blinde Umsetzung ökonomischer Ideologien, wie der IWF im letzten Jahrzehnt eine besaß.
Anhand von vielen Beispielen zeigt Stiglitz ideologisch bornierte Sichtweisen und von Partikularinteressen geleitete Entscheidungen.
Das Buch ist eine Abrechnung eines vernünftig und moralisch denkenden Ökonomen über seine Zeit als Berater der höchsten Entscheidungsgremien in der Internationalen Finanzpolitik. Man spürt seine Enttäuschung über beratungsresistente und ideologisch festgelegte Entscheider, für die Inflationsbekämpfung alles und Armutsbekämpfung nichts ist.

Wer eine furiose Abrechnung mit der Globalisierung erwartet hat, wird enttäuscht. Wer keine volkswirtschaftliche Grundbildung hat oder keine Lust, sich auf die Feinheiten der Internationalen Finanzökonomie einzulassen, wird sich mit dem Buch schwer tun.

Zudem bleibt zu sagen, dass Joseph Stiglitz zwar unbestritten ein Ökonom von Weltrang ist; seinen Nobelpreis hat er jedoch nicht explizit auf dem Gebiet der Allgemeinen Wirtschaftspolitik geholt und in der Fachwelt ist er in Sachen Wirtschaftspolitik eher für seine Meinungsstärke als für seine Argumentationsstärke bekannt.

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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Interessant und gut lesbar mit vielen Hinweisen auf andere Fundstellen
Joseph Stiglitz analysiert die Ursachen und die Folgen der Globalisierung messerscharf. Sein Urteil über die Aktivitäten des IWF in Russsland Anfang der 90er Jahre ist... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Kurt Paul veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Grosse Enttäuschung!
Sie wollen den Inhalt des Buches erfahren? Das ist sehr einfach. Die bürokratischen Betonköppe des Internationalen Währungsfonds (IWF) (die Anderen") arbeiten mit... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. August 2009 von Ein Leser
2.0 von 5 Sternen Was kritisiert Herr Stiglitz eigentlich?
Der Chefvolkswirt und Vice-President der Weltbank sowie langjähriger Berater der US-Regierung wird angesichts des weltweiten Elends großer Teile der Weltbevölkerung... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Mai 2008 von Sumi Miller
3.0 von 5 Sternen Makrostabilisierung ohne Fundament
In diesem Buch geht es darum, wie positiv die Globalisierung für die Menschen sein könnte und warum der Internationale Währungsfonds (IWF) und z. T. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Januar 2007 von Frank Reibold
3.0 von 5 Sternen Was zu "tun" bleibt: eine Globalisierung mit menschlichem Antlitz
Kommen wir direkt zu Anfang auf den Makel des Buches zu sprechen: Die Irreführung durch dessen Titel. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. August 2006 von Koprolith
3.0 von 5 Sternen Sehr interessant doch eher für Kenner interessant
Ein sehr gutes Buch von Joseph Stiglitz mit sehr viel Detailhintergrundinformationen wie der IWF vorgeht und hauptsächlich was er dabei falsch macht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. September 2005 von R2D2
1.0 von 5 Sternen Thema verfehlt
Das Buch ist eine Abrechnung mit dem IWF, dies füllt 90% der Seiten.
Was darüber hinaus über die Globalisierung geschrieben wurde, könnte von einem... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Juli 2005 von PST
4.0 von 5 Sternen Enormes Wissen und kritischer Blick
J. Stieglitz ist sicherlich einer der kompetentesten Verfasser
eines globalisierungskritischen Buches. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Februar 2005 von Weedmashine
3.0 von 5 Sternen Nichts für Laien
Gut recherchiert und nett dargestellt. Trotzdem VIEL zu Unverständlich für Leute aus nichtwirtschaftlichem Metier. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. September 2004 von Daniel Biester
5.0 von 5 Sternen IWF im Kreuzfeuer der Kritik
Steglitz legt als ehemaliger Chefökonom der Weltbank und Berater Clintons den Finger auf die Wunde : Seit den Weltwirtschaftsgipfeln von Seattle und Genua werden die Ursachen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. März 2003 von Cliff Hollmann
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