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Produktinformation
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Stiglitz saß selbst jahrelang an den Hebeln der Macht oder zumindest in deren Nähe. Von 1993 bis 1997 fungierte er als Wirtschaftsberater von US-Präsident Clinton, bevor er anschließend drei Jahre als Chefvolkswirt bei der Weltbank tätig war. Als deren Vizepräsident erlebte er hautnah, wie der wirtschaftliche Neoliberalismus seinen Siegeszug um den Erdball antrat und wie die Ideologie des freien Marktes dabei die Volkswirtschaften mehrerer Länder ruinierte. Der Autor beschreibt, wie der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank instrumentalisiert wurden, um die Interessen der Hochfinanz und der multinationalen Konzerne zu bedienen. Die restriktiven Auflagen, die IWF und Weltbank den von wirtschaftlicher Rezession bedrohten Staaten auferlegten, führten zur Verarmung eines großen Teils ihrer Bevölkerung. Am Beispiel Russlands und mehrerer ostasiatischer Staaten schildert Stiglitz die Folgen dieser fatalen Finanzpolitik.
Die Schatten der Globalisierung gewährt dem Leser tiefe Einblicke in die Prozesse und Abgründe der Weltwirtschaft. Der Autor klärt darüber auf, wer die Gewinner und Verlierer beim freien Spiel des Marktes sind. Sein Buch ist ein Plädoyer für einen dritten Weg zwischen Sozialismus und entfesseltem Kapitalismus und zugleich ein Appell an die Politik, endlich zu handeln. --Christoph Reudenbach
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Auch ich bin der Meinung, dass der Buchtitel völlig daneben ist und man bewusst aus verkaufstaktischen Gründen unter falscher Flagge segelt. Um die eigentlichen Probleme der Globalisierung wird sich nämlich herumgedrückt. Die zentralen Fragen, wie man die weltweiten wirtschaftlichen Probleme löst und die Ausbeutung von Menschen und Ressourcen eindämmt, werden weder gestellt noch beantwortet. Vom Konzept her haben mich das „Schwarzbuch Globalisierung" und „Anti-Globalisierung. Zurück zur Vernunft!" weit mehr beeindruckt. In diesen Büchern werden ernstzunehmende Perspektiven für eine zukunftsorientierte Gestaltung dieser Welt aufgezeigt und nicht nur über verfehlte Kreditkonditionen geredet.
Wer eine furiose Abrechnung mit der Globalisierung erwartet hat, wird enttäuscht. Wer keine volkswirtschaftliche Grundbildung hat oder keine Lust, sich auf die Feinheiten der Internationalen Finanzökonomie einzulassen, wird sich mit dem Buch schwer tun.
Zudem bleibt zu sagen, dass Joseph Stiglitz zwar unbestritten ein Ökonom von Weltrang ist; seinen Nobelpreis hat er jedoch nicht explizit auf dem Gebiet der Allgemeinen Wirtschaftspolitik geholt und in der Fachwelt ist er in Sachen Wirtschaftspolitik eher für seine Meinungsstärke als für seine Argumentationsstärke bekannt.
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