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Produktinformation
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Die Schamanenbrücke ist eine kluge und fesselnde Charakterstudie, die sich durchaus mit der Weitseher-Trilogie messen kann - intelligente, vorsichtige Fantasy mit Figuren aus Fleisch und Blut. --Wolfgang Treß/Textico.de
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gelungener Einstieg in eine großartige Triologie,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Schamanenbrücke: Roman (Taschenbuch)
Eins vorab. In allen drei Bänden geschieht sehr viel. Dennoch läßt sich die Autorin reichlich Zeit damit, die Hauptfigur, den Soldatensohn Nevare, und die Welt, in der er lebt, zu entwickeln. Wer sich dafür die Muße nicht nehmen möchte, sollte sich die Anschaffung dieser Bücher sparen. Ihm würde vermutlich auch "Der Herr der Ringe" nicht gefallen, denn der ist - was oft vergessen wird - nicht weniger liebevoll langatmig.Sodann: Robin Hobbs Helden neigen dazu, egoistisch zu sein, selbstverliebt, ichbezogen, empfindlich, irrational, unglückselig, aber auch tapfer bis zum Starrsinn, pflichtbewußt bis zum Starrsinn, hilfsbereit ohne Einfühlsamkeit, klug bis zu Weltfremdheit. Schwierige Charaktere also, in denen wir uns oft selbst erkennen, die uns aber eben nicht dazu einladen, uns mit ihnen zu identifizieren. Ich mag sie trotzdem. Nevare, der Held der Trilogie, ist kein bißchen anders. Wäre er anders, dann wäre die Geschichte weitaus früher zu Ende. Welche Geschichte? Die eines Soldatensohnes, der selbst Soldat werden soll und der mitten auf diesem Weg von "der Magie" gezwungen wird, alle Hoffnungen und Ziele fahrenzulassen. Weil er das nicht will, wird er dazu gezwungen, und dabei - das ist der hauptsächliche Inhalt der ersten 2.000 Seiten - verliert er alles, was ihm irgend wichtig war. Das ist furchtbar tragisch, und es wird noch furchtbarer dadurch, daß er selbst uns seine Geschichte so unpathetisch erzählt. Die Parallelen zu Fitz Weitseher fallen sofort auf. Daher kann ich nicht nachvollziehen, die man den einen (Fitz) lieben und den anderen (Nevare) nicht lieben kann. Beide leben durch unsere Liebe, unser Mitempfinden, unser Mitgefühl, und das ist, glaube ich, so ziemlich das Schönste, das ein Buch erreichen kann. Grund genug für eine vorbehaltlose Empfehlung nicht nur des ersten Bandes, sondern der ganzen Geschichte. (Ich schließe nicht aus, daß auch diesmal eine zweite Triologie folgen wird.) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Tja, wieviel Sterne vergibt man hier ?,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Schamanenbrücke: Roman (Taschenbuch)
Darüber habe ich laaange gegrübelt und mich schließlich für die Vier entschieden, was einige Kritiker des Buches sicher nicht verstehen werden/wollen und auch mit Sicherheit nicht jeder Fantasy-Liebhaber mit mir einer Meinung sein wird. Aber es hat natürlich seine Gründe.Erst einmal vorweg - kennengelernt habe ich Robin Hobb mit der Weitseher-Trilogie, die ich durchaus auch jedem Anhänger von anspruchsvoller Fantasy empfehlen würde. Sicher reicht der Weitseher nicht an Martin's Lied von Eis und Feuer oder Erikson's Spiel der Götter heran, aber mich zumindest (und meine Ansprüche sind recht hoch) hat Frau Hobb gut unterhalten und kam mir - da von den Herren Erikson und Martin noch lange nichts neues in Sicht war - gerade recht. Nach dieser guten Erfahrung habe ich mir gleich die komplette Trilogie um Kavalla-Offizier Nevare Burvelle bestellt. Als ich allerdings mit Lesen begonnen habe, dachte ich mir schon bald: Hm - ist irgendwie... anders. Ich habe irgendwann bewußt innegehalten und mich gefragt, was denn anders ist. Die Story ist nicht langweilig, wird beständig vorangetrieben. Trotzdem hat man mitunter das Gefühl, dass nichts passiert. Die gesamte Geschichte wirkt etwas - vielleicht paßt es ganz gut - vorsichtig erzählt. Wir erleben das Geschehen sehr nah bei Nevare und lernen ihn über die Geschichte hin sehr gut kennen. Eigentlich erleben wir vielmehr seine Charakterentwicklung als eine Geschichte. Und ich glaube, genau das ist der Punkt. Wer hier einen Fantasy-Roman à la Erikson oder Martin erwartet, wird sicher enttäuscht. Auch mit sich selbst bzw. ihrer Weitseher-Trilogie kann Robin Hobb sich hier nicht messen. Trotzdem vergebe ich hier 4 Sterne, weil das Buch gut ist, wenn man anders herangeht. Ich habe beim weiteren Lesen versucht, mich von meinen Erwartungen zu lösen und von der Geschichte um Nevare leiten zu lassen. Und ich habe es nicht bereut. Wer sich darauf einlassen kann, erlebt hier - und mit den Folgetiteln - eine interessante Charakterentwicklung eines Protagonisten, der für sein Leben eigentlich ganz andere Pläne hatte als die, die im schließlich aufgezwungen werden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Liebe zum Detail, die aus weniger mehr macht,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Schamanenbrücke: Roman (Taschenbuch)
"Die Schamanenbrücke" ist der Auftakt der "Nevare-Trilogie" von Robin Hobb, die schon 2008 vom Verlagshaus Klett-Cotta herausgebracht wurde. Im englischen Original erschien "Shaman's Crossing" schon 2005.Mit 670 Seiten ist "Die Schamanenbrücke" ein gewaltiges Werk. Doch lässt der Leser die eigentliche Handlung Revue passieren, ist kaum etwas passiert. Robin Hobb nutzt das Buch, um den Leser in die Kultur ihrer fiktiven Welt einzuführen und ihm Land und Leute näher zu bringen. Der wesentliche Handlungsfaden, nämlich der Widerstand der unbeugsamen "Flecke" gegen Nevares Volk, der entscheidend für die weiteren Bände sein wird, wird im Auftaktband erst einmal zur Nebensache degradiert. Erst zum Ende hin gewinnt dieser Strang an Bedeutung, indem die zahlreichen Anspielungen langsam zu einem kompletten Bild vereint werden und dann in einem verheerenden Schlag auf das Leben Nevares und seiner Freunde Einfluss nehmen. Doch mit dem Ende des Bandes wird der Leser erst einmal mit einem Plot zurückgelassen, der viele Fragen aufwirft und vor allem gekonnt Lust auf mehr macht. Dies alles schafft Robin Hobb mit scheinbaren Nichtigkeiten, die aber in Wahrheit eine Liebe zum Detail widerspiegeln, die dieses Buch farbenfroh und lebendig erscheinen lässt, ohne das dem Leser dabei langweilig wird. Auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Ist die Geschichte erst einmal vorangeschritten entwickelt die Handlung sich zu einem Puzzle, das den Leser mit seinem Facettenreichtum zu fesseln weiß. Da der Leser mit "Die Schamanenbrücke" in eine ganz andere Welt entführt wird, bietet die Autorin noch ein hilfreiches Extra: eine Karte ihrer Welt zu Anfang des Buches. So kann der Leser sich die geografischen Gegebenheiten besser vor Augen führen und auch den militärischen Überlegungen folgen, die in diesem Buch einen wesentlichen Faktor bilden. Mit dem vorliegenden Band beweist Robin Hobb erneut ihre Liebe zum Detail, die selbst einen Auftakt-Roman zu etwas Besonderem macht und den Leser gespannt sein lässt, wie es in "Im Bann der Magie" weiter gehen wird. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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