Nach "Schwein gehabt" und "Die Sau ist tot" liegt hier der dritte Kriminalroman um den münsterländer Privatdetektiv Dieter Nannen vor, in welchem Nannen ermitteln soll, ob ein Schriftsteller tatsächlich durch Selbstmord aus dem Leben geschieden ist. Seine Recherchen führen ihn zu einem deletantischen Dichterzirkel, zur freizügigen Freundin des Toten, zu finsteren Machenschaften im örtlichen Krankenhaus und zur Auffindung weiterer Mordopfer. Auf Nannen wartet ein gefährlicher Fall.
Urkomisch, fast schon slapstikartig, schildern die zwei deutschen Autoren die Geschehnisse rund um Nannen, welchen sie als "Ich"-Erzähler agieren lassen. Bereits nach wenigen Seiten ist man vom Geschehen gefesselt und bleibt es bis zum Schluß, da die Handlungsentwicklung konsequent und sinnvoll vorangetrieben wird. Doch neben der witzigen Erzählweise und dem guten Geschichtsaufbau faszinieren auch die skurilen Handlungsfiguren, die diesen Krimi bereichern und zusätzlich für den einen oder anderen Schmunzler gut sind.
Die letztendliche Fallauflösung allerdings ist doch eher mau und flach und bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Schade, somit ein Stern Abzug, aber dennoch eine Leseempfehlung für alle Krimifans die es auch mal lustig lieben.