Baklavas = diese süße Pastete mit vielen Nüssen und Zimt, die nach dem backen noch mit einer Glasur aus Wasser, Zucker und Sirup getränkt wird.
Die ersten Kapitel lesen sich noch wie in einem opiumgeschwängerten angenehmen Rausch, doch dann setzen irgendwann die Kopfschmerzen und die Übelkeit ein und es wird einfach zuviel der ausschweifenden, blumigen, wahnsinnigen, bilderreichen Sprache, die leider keine schönen Dinge zeigt, sonder nur Tod, Gewalt, Unterwerfung, Hass, Fanatismus, Angst...
Die Satteltasche wandert von einem zum nächsten. Zuerst erhält sie ein Gelegenheitsdieb, dann dessen Räuberhauptmann, dann eine blutjunge verkaufte Braut, die auf dem Weg durch die Wüste zu ihrem alten Bräutigam ist und deren ganze Karawane von der Räuberbande niedergemetzelt wird...
Dann habe ich noch zwei Kapitel gelesen, die aber ähnlich deprimierend waren und danach habe ich den Rest dann endgültig überflogen. Der schöne Einstieg entwickelte sich immer mehr zum erdrückenden Fieber-Albtraum in einem heißen feuchten Beduinenzelt.
Da aber alle Personen irgendwie miteinander zu tun haben, könnte ich auch nicht so recht empfehlen alle paar Monate nur ein Kapitel zu lesen... ein bißchen weniger Tragik und etwas mehr Leichtigkeit hätten mir hier besser gefallen.