'Im Reich der Spinne' erzählt Drizzt's 10 jährige Ausbildung in der Dunkelelfakademie Tier Breche. Dort erfährt er, was von einem Dunkelelfkrieger erwartet wird. Doch die Rassenverachtung und Lehren der Spinnenkönigin Lloth widerstreben dem Drow und somit lebt er auf gefährlichem Fuß'
In der Kampfkunst bestens von Zaknafein Do'Urden ausgebildet, betritt Drizzt Melee-Magthere, die Ausbildungsstätte, die junge Dunkelelfen lehren, sich gegen ihre Gegner mit Waffengewalt zur Wehr zu setzen. Doch damit nicht genug- das ausgeklügelte Unterrichtssystem der Meister unterzieht jeden Drow einer regelrechten Gehirnwäsche. Grausame Strafen sind demjenigen sicher, der sich der Gesellschaft der Dunkelelfen widersetzt oder ihre Gesetzte missachtet.
An Drizzt prallen die Hasstiraden und Lügen der Meister wirkungslos ab. Einzig und allein der Kampfunterricht fasziniert ihn, doch schon bald ist er sogar seinen Ausbildnern überlegen.
Seine kämpferische Gabe zieht aber auch viel Missgunst auf sich - darum schleust Oberin Malice mit ihren Beziehungen Drizzt's älteren Bruder Dinin als Ausbildner in die Akademie, um den jüngsten Spross der Do'Urden- Familie zu schützen.
Das Haus Hun'ett, dem Drizzt ein Dorn im Auge ist, hat den gesichtslosen Lehrmeister darauf angesetzt, den jungen Drow zu gegebener Zeit aus dem Weg zu räumen. Masoj Hun'ett, ein Lehrling auf Melee- Magthere erhält ebenfalls diesen Auftrag.
Dinin gelingt es, sich und seinen Bruder in einem Patrouillenteam unterzubringen, um Drizzt so ein wenig aus der Schusslinie zu ziehen, doch auch Masoj wird dem Team zugeteilt.
Mit den Gefahren des Unterreichs konfrontiert und seinem Todfeind an der Seite beginnen gefährliche Zeiten für Drizzt'
Der zweite Teil der Buchserie hat mir wesentlich besser gefallen als der erste. Drizzt wird hier nicht so übermächtig dargestellt - im Gegenteil - er wirkt teilweise verwirrt und verletzlich. R. A. Salvatore verpasst seinem Romanhelden einfach mehr 'Menschlichkeit'. Auch die Verstrickung der unzähligen Personen, deren Handlungsstränge und Intrigen wurden gut in Szene gesetzt. Die Handlung hat sich im Vergleich zum ersten Buch um einiges verfeinert - auch die Kampfszenen sind besser und verständlicher gelungen.
Was mir am besten gefallen hat, war die innere Zerrissenheit, unter der Drizzt leidet.
Ein wunderbarer Charakter in einem wunderbaren Buch.
So sollte ein Fantasybuch geschrieben sein!