Der Autor bleibt seinem Stil treu und verbraucht viele Worte mit gewöhnungsbedürftiger, teilweise schwer verständlicher Grammatik.
Das Thema wird in Passagen durchaus erkenntniserfrischend angegangen - weil der Autor versucht, dass, was sonst unausgesprochen zwischen den Menschen passiert, auszusprechen.
Das Phänomen der Führung zu erklären ist dem Autor natürlich nicht in Gänze gelungen, vielleicht gar nicht. Übriggeblieben ist die Kommunikation über Kommunikation, den Beobachter beobachten, die Führung zu führen.
Und als interessantester Punkt vielleicht, ausgedrückt in einem abgewandelten Satz von Umberto Maturana (Baum der Erkenntnis): Führung entsteht nur da, wo sie zugelassen wird. Anführer und Geführte beschließen jedesmal neu das Phänomen. Anführer und Geführte führen das Führen herbei - in dem sie sich unterscheiden und durch die Unterscheidung erst zusammenghören. Anführer und Geführte haben Differenzen - und vereinigen diese Differenz im Akt der Führung: die Einheit der Differenzen.
Ein Buch für alle, die aus der Beobachterposition heraus die Dinge betrachten wollen - und vielleicht sogar den Beobachter dadurch beobachten können, also sich selbst.