Paris: Prof Frost, Biologe und Mitarbeiter der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, wird in seinem Labor auf grausame Weise ermordet. Eine am Tatort hinterlassene Botschaft deutet darauf hin, dass es sich bei den Mördern um radikale Gentechnik-Gegner handelt. Frosts Assistent Nicolas muss die Tat vom Nebenzimmer aus miterleben und hat fortan das Gefühl, verfolgt zu werden.
Am nächsten Tag findet der Schriftsteller Ethan seine Frau Sylvie tot in der gemeinsamen Wohnung. Auf den ersten Blick scheint es Selbstmord zu sein. Als Ethan erfährt, dass Sylvie mit Prof Frost in Kontakt stand, setzt er alles daran, die Hintergründe ihres Todes aufzuklären und bringt dadurch nicht nur sein eigenes Leben in Gefahr.
Beide Fälle werden von Inspecteur Irene Lejeune bearbeitet, die obendrein auch noch mit privaten Problemen zu kämpfen hat.
Und auch die Journalistin Camille beginnt sich für die Todesfälle zu interessieren. Es gelingt ihr, in einem Gefängnis mit der Öko-Terroristin Veronique zu sprechen, welche seltsame Andeutungen über eine großangelegte Verschwörung zur Ausrottung der Menschheit macht. Bei ihren weiteren Recherchen stößt Camille immer wieder auf den Gentechnik-Konzern Edenvalley...
Uganda: Der deutsche Medizinstudent Henrik macht ein Praktikum in einem Hospital, das von einer Wohltätigkeitsorganisation betrieben wird. Die meisten der Patienten - unter denen auch viele Kinder sind - leiden an AIDS, doch plötzlich taucht eine neue Erkrankung auf, deren Ursache niemand erklären kann. Henrik beginnt auf eigene Faust nachzuforschen...
Fran Rays Roman greift das stets aktuelle Thema der Gentechnik auf und konstruiert darum eine interessante und vielschichtige Geschichte. Eine genaue Darstellung der Grundlagen bzw eine tiefergehende Analyse der Vor- und Nachteile dieser Wissenschaft findet zwar nicht statt, von einem Roman ist das aber natürlich auch nicht unbedingt zu erwarten.
Dafür wird mit so gut wie allem aufgefahren, was für Thriller typisch ist: Bösewichte, die die Menschheit bedrohen, Verfolgungsjagden, Mordanschläge und Helden, die allem Unheil trotzen.
Die Protagonisten sind interessant gezeichnet und die Vielzahl von handelnden Figuren und Schauplätzen trägt zu einer abwechslungsreichen und spannenden Geschichte bei, die auch flott erzählt wird. Bisweilen aber vielleicht etwas zu flott, sodass man sich als Leser manches selbst zusammenreimen muss.
Auch ist das Verhalten einiger Personen bisweilen schwer nachvollziehbar und es gibt einige Handlungselemente, die - gelinde gesagt - unrealistisch sind. Außerdem bleiben am Ende des Buches doch einige Fragen ungeklärt.
Dennoch ein insgesamt gelungenes Buch, das den Leser nicht nur mit einer spannenden Handlung fesselt, sondern darüber hinaus auch zum Nachdenken über das brisante Thema der Gentechnik anregt.