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Produktinformation
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Lange nicht mehr hat der Verfasser dieser Zeilen ein Buch gelesen, das so sehr in zwei ganz unterschiedliche Teile zerfiel wie dieser Roman: Die ersten rund 200 Seiten sind gnadenlos spannend, mysteriös, unheimlich – ein Pageturner zum Fingernägelabkauen, der locker mit beispielsweise den Eröffnungssequenzen von Frank Schätzings Bestseller Der Schwarm mithalten kann, der ja ebenfalls nach dem Strickmuster „Wissenschaftler stehen vor unerklärlichen Phänomenen“ konstruiert ist. Als sich dann durch Professor Setrakian des Rätsels Lösung enthüllt (die hier durchaus verraten werden darf: es handelt sich um Vampire, die wie eine Seuche ganz New York heimsuchen), ist man immer noch geneigt, den Autoren zu folgen: Ja, man ist sogar froh, dass nach der Verkitschung des Vampirromangenres durch Stephenie Meyer und ihre Epigonen die armen Untoten endlich wieder in den „harten“ Horrorroman zurückgeholt werden; und dass Ursprung und Ausbreitung von Vampiren hier „wissenschaftlich“ erklärt werden, nämlich virologisch, gefällt auch.
Aber dann, ab dem Moment, als klar ist, mit welcher Bedrohung man es zu tun hat, verkommt der Roman zu einer primitiven, jeder Handlungslogik und jeder Charakterfeinzeichnung entbehrenden Hatz durch New York; Setrakian, Goodweather und Nora stapfen wie die Ghostbusters von Schauplatz zu Schauplatz und metzeln schlicht alles nieder, was nach Vampir riecht. Das macht ganz schnell keinen Spaß mehr und ist auch nicht mehr wirklich spannend oder gruselig. Die Anleihen bei den Klassikern des Genres sind zu banal (Setrakian etwa wirkt wie eine direkte Kopie des Vampirjägers Van Helsing aus Bram Stokers Dracula). Umgekehrt ist das bewusste Abtun von Vampirfilmen und -romanen als Fiktion weitgehend lächerlich – etwa wenn Setrakian sich über den Volksglauben, Vampire seien mit Kreuzen und Knoblauch zu bekämpfen, lustig macht, dann aber selbst Schwerter mit Silberspitzen und Sonnenlichtimitat erzeugende „Luma-Lampen“ gegen die Untoten schwingt. Und so hat man am Schluss (nach einem fast schon albernen Showdown) das ärgerliche Gefühl, dass die Autoren nach einer furiosen ersten Hälfte den Rest des Romans komplett verschenkt haben. Sehr schade! -- Christoph Nettersheim
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Intensiv und gut erzählt,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Saat (Gebundene Ausgabe)
Es geht um ein sehr altes Wesen, das Europa verlässt, um in Amerika Fuß zu fassen. Das Wesen befindet sich in einem Flugzeug, das ihn als blinden Passagier aufgenommen hat. Nach der Landung auf dem JFK-Flughafen in New York, fahren alle Systeme der Maschine herunter, aber niemand steigt aus und es wird auch kein Kontakt aufgenommen. Die Situation wird immer merkwürdiger. Der Zustand des Flugzeugs ähnelt einem Geisterschiff. Die Stadt New York erscheint düster und bedrohlich. Das ganze Buch hat eine düstere Stimmung und viele Szenen, die mir wirklich gut gefallen haben.
Es gibt Höhepunkte, in denen die hoffnungslose, nervenaufreibende Jagd nach den sich verwandelnden Wesen stattfindet. Eine kleine Gruppe Eingeweihter bestehend aus zwei Epidemiologen, einem Pfandleiher und einem Kammerjäger erkennt die bedrückende Lage und versucht der heimtückischen Seuche Einhalt zu gebieten. Nur ihnen wird der Schrecken und die Ohnmacht gegenüber einer unabwendbaren Seuche wirklich bewusst, wie diese das Leben gegen den Tod ausspielt, wie sie Familienmitglieder gegeneinander ausspielt. Obwohl das Thema und die Geschichte über die mystischen Wesen nicht neu ist, zieht dieser Roman den Leser sofort in seinen Bann der Mythen und Geschichten. Das Ganze ist sehr sprachgewandt, gut durchdacht und flüssig erzählt. Die Handlung wird geschickt aufgebaut und die Beklemmung wächst mit jeder Seite und der intensive Schreibstil lässt die Geschichte real wirken. Für mich war es sehr spannend und unterhaltsam. Die Protagonisten werden gut und detailliert beschrieben wie auch ihre Gefühle. Nach und nach bekommt man Einblick in das tiefe Innenleben sämtlicher Charaktere. Große Literatur ist es nicht, aber ein spannender Roman, der schonungslos beschreibt, wie ein mehr oder wenig realistischer bzw. unrealistischer Zwischenfall die Menschen bedroht. Wer Zombies mag, dem lege ich dieses Buch nahe! Lesenswert! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Es war einmal...,
Rezension bezieht sich auf: Die Saat (Gebundene Ausgabe)
...so beginnen viele fantastische Erzählungen und so beginnt auch dieses Buch.
In Rumänien. Mit einer Großmutter-Geschichte. Einem Märchen. Der Legende von Jusef Sardu, die dem kleinen Abraham Setrakian von seiner Großmutter erzählt wird. Diese, zum Anfang des Buches, gerade mal sechs Seiten haben es geschafft, mich sofort in den Bann der Geschichte zu ziehen, obwohl ich noch gar keine genaue Vorstellung davon hatte, wohin die Reise überhaupt geht. Das Ende der Welt beginnt - New York, JFK-Flughafen. Eine Maschine aus Europa landet - und kommt unvermittelt zum Stehen, alle Lichter gehen aus, der Funkkontakt bricht ab. Was ist geschehen? Ein Terroranschlag? Ein Seuchenausbruch? Oder etwas ganz und gar Unvorstellbares... (Text der Coverrückseite) Eine absolut fesselnde Geschichte. Ein rasanter Roman, fast wie ein Drehbuch zu einem Kinofilm, den es sicher in nicht allzu ferner Zukunft geben wird. Kein Wunder - hat doch der Autor Guillermo del Toro sich bisher als Regisseur und Filmproduzent einen Namen gemacht und mit "Die Saat", in Zusammenarbeit mit Chuck Hogan, seinen ersten Roman geschrieben. Es ist der erste Teil einer Trilogie. Band zwei mit dem Titel "Das Blut" ist im Oktober 2010 erschienen und wird natürlich in Kürze auch gelesen. Trotz meiner Begeisterung - und ich konnte dieses Buch bis zur Hälfte wirklich kaum aus der Hand legen - kann ich nicht die volle Punktzahl vergeben. Die zahlreichen, wenig abwechslungsreichen Kämpfe gegen Ende des Buches haben mich leider nicht mehr ganz so fasziniert, da hätte ich mir mehr originelle Ideen oder eine Straffung der Handlung gewünscht. Für vier Sterne reicht es aber allemal und für eine Leseempfehlung erst recht! Aber Vorsicht...hier fließt Blut und davon nicht zu wenig! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
26 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Vampire mit RICHTIG Biss,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Saat (Gebundene Ausgabe)
Der Name Del Toro steht für erfolgreiche und intelligente fantastischen Filme: Cronos, Blade 2, Devils Backbone, Hellboy 1 + 2 und Pans Labyrinth. Nicht zu vergessen das, was demnächst kommt: Der Hobbit. Die meisten seiner Filme hat er selbst geschrieben, daher ist es vielleicht auch kein Wunder, dass nun auch sein erster Roman kommt, den er gemeinsam mit dem renommierten Thriller-Autor Chuck Hogan (Mördermond, Endspiel) verfasst hat. Und DIE SAAT kann sich wahrlich sehen lassen, und das durchaus im doppelten Sinne. Denn erstens ist es ein hochspannender Vampir-Thriller, und zweitens schreit es nach einer Verfilmung.
DIE SAAT funktioniert wie ein Katastrophen-Szenario und hat wenig mit den Vampire-Stoffen zu tun, die in den vergangenen Jahren für Furore gesorgt haben. Hier gibt es keine blutleeren, romantischen Lover, sondern extrem gefährliche Bestien, die definitiv nichts Gutes im Sinne haben. Es beginnt mit der Ankunft eines Flugzeugs auf dem JFK-Flughafen, zu dem direkt nach der Landung der Kontakt abbricht-- die Maschine ist buchstäblich tot. Was ist an Bord geschehen? Ist eine Krankheit ausgebrochen? Aber wie können alle Passagiere praktisch gleichzeitig sterben? Sind sie überhaupt tot? Die Leute von der Seuchenschutzbehörde dringen in die Maschine ein und spätestens jetzt stehen einem die Nackenhaare zu Berge und man vergisst, das Buch wieder aus den Händen zu legen. Denn nun beginnt ein Angriff auf New York, mit dem wirklich niemand rechnen konnte. Harter Stoff, SEHR spannender Stoff und endlich wieder Vampire, die etwas mit HORROR zu tun haben. Hut ab vor Del Toro und Hogan. Und gerne mehr! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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