Die Story: Tochter eines ehemaligen Staatsanwalts wird von Verrücktem entführt und soll in schauerlicher Zeremonie geopfert werden. Vater, Mutter, befreundeter Polizist und Exfreund des Opfers begeben sich auf die weitestgehend streng kriminalistische Suche. Wie gewohnt schafft es J.D. wieder, dass man das Buch nur zum Arbeiten und (verkürztem) Schlafen aus der Hand legt. Die Anleihen aus dem Splatter-Metier kennt man schon aus "Die Assistentin" und "Der letzte Tanz", diesmal noch etwas grausamer, was die Verrücktheit des Killers betrifft. Sympathie für die Hauptfiguren kam diesmal kaum bei mir auf, vor allem Vater Collier wirkt ein wenig unbeteiligt. Ich denke, bei seinen nächsten Thrillern sollte J.D. ein ganz anderes Täterprofil erfinden, den achten oder zehnten "verrückter-Killer-durch-Horror-Erziehung" -Roman werde ich (glaube ich) nicht mehr so atemlos lesen. Aber J.D. versteht es meisterhaft, eine Mischung aus Thriller, Horror, Psychologie und Kriminaltechnik zu schreiben. Da ist für jeden etwas dabei. Bei vielen Romanen verkünde ich Verwandten und Bekannten, das Buch auf jeden Fall noch einmal zu lesen. Bei den Büchern von J.D. werde ich es wirklich tun.