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Die SS-Sturmbrigade "Dirlewanger": Vom Warschauer Aufstand bis zum Kessel von Halbe
 
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Die SS-Sturmbrigade "Dirlewanger": Vom Warschauer Aufstand bis zum Kessel von Halbe [Gebundene Ausgabe]

Rolf Michaelis
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 133 Seiten
  • Verlag: Dörfler (5. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3895557064
  • ISBN-13: 978-3895557064
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 15 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 581.803 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Frank Huebner TOP 1000 REZENSENT
Das Buch von Michaelis ist aufgrund seines doch freundlichen Preises schon eine Lesereise wert. Die Vorgeschichte der Aufstellung, die Befehle und Herkunft der Angehörigen werden kurz beschrieben. An Gefechtsberichten liegt der Schwerpunkt auf den Einsatz beim Warschauer Aufstand 1944 und etwas kürzer der Einsatz zwischen Oder und Elbe.

Karten und Fotos sind auch dabei, aber leider findet man keine definitiven Bilder der Dirlewanger im Einsatz. Die meisten Bilder sind denn auch neuzeitliche Bilder der ehemalgen Kampfstätten. Schade, gerade Bilder der Dirlewanger sind selten und interessant. Das fehlt mir schon ein wenig.

Aber durch den geringen Preis ist das Buch Interessierten zu empfehlen. Leider werden die "Probleme" der Einheit hinsichtlich der Verbrechen an den polnischen Zivilisten wähend des Aufstandes nicht tiefer gehend bearbeitet.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von W. E.
Format:Gebundene Ausgabe
Rezension zu: "Die SS-Sturmbrigade DIRLEWANGER"

Dieses Buch stellt die "berühmt-berüchtigte" SS-Brigade "Dirlewanger" vor, deren
Kommandeur -1934 vorbetraft wegen Vergewaltigung eines Kindes- während des II.Welt-
krieges für zahlreiche Völkerrechtsverletzungen/Kriegsverbrechen verantwortlich war.

Wer war dieser Mann?

Oskar Dirlewanger, 1895 in Würzburg geboren, wurde nach seinem Abitur -im Jahre 1913-
Soldat.
Im I. Weltkrieg wurde er zum Leutnant befördert, mehrfach verwundet und ausgezeichnet.

Nach Kriegsende -1918- kämpfte er freiwillig in verschiedenen nationalistischen Freikorps,
begann aber auch ein Studium der Wirtschaftwissenschaften, und promovierte schließlich im
Jahre 1922 zum "Doktor der Staatswissenschaften".

Dirlewanger fiel damals wegen antisemitischer Hetze auf, arbeitete aber trotzdem -als ge-
schäftsführender Direktor- von 1928-1931 in einem jüdischen Textilunternehmen in Erfurt.
Er unterschlug Firmengelder, mit denen er die -damals noch illegale- SA unterstützte.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten -1933- wurde er als "alter Kämpfer" zu-
nächst Abteilungsleiter und später stellvertretender Direktor des Heilbronner Arbeitsamtes.

1934 wurde er wegen der Vergewaltigung eines 13-jährigen Mädchens und wegen der sexuellen
Belästigung weiterer minderjähriger Mädchen zu einer 2-jährigen Haftstrafe verurteilt. Nach
Verbüßung seiner Haft wurde er erneut verhaftet und verurteilt, diesmal wegen seiner
"Erfurter"-Unterschlagungen.

Jetzt halfen Dirlewanger aber seine langjährigen guten Kontakte zur SS. Nach Intervention
höchster SS-Kreise, wurde er aus der Haft entlassen und meldete sich freiwillig als spani-
scher Fremdenlegionär zur "Legion Condor". Mit dieser nahm er von 1936-1939 am spanischen
Bürgerkrieg teil.

Zu Beginn des II. Weltkrieges wurde Dirlewanger in die Waffen SS übernommen und schließ-
lich Kommandeur der "SS-Sondereinheit DIRLEWANGER". Dazu rekrutierte er aus den Gefäng-
nissen Räuber, Diebe, v.a. Wilddiebe und "andere" Kriminelle.

Zunächst zur Überwachung jüdischer Arbeitslager eingesetzt, wurde die Truppe schließlich
nach Rußland verlegt. Zusammen mit der berüchtigten "Kaminski-Brigade" wurde Dirlewangers
Einheit "offiziell" zur Partisanen-Bekämpfung eingesetzt.
Dirlewangers Brigade war bekannt und gefürchtet wegen ihrer außerordentlichen Grausamkeit
und Brutalität. So kam es immer wieder zu Massenerschießungen, Folter, Plünderungen, Ver-
gewaltigungs- und Alkohol-Exzessen und zu Verbrechen an Kindern.

Nach Kriegsende geriet Dirlewanger -inzwischen in Zivil-Kleidung und unter falschem Namen-
in Gefangenschaft, wurde erkannt und vermutlich von ehemaligen Zwangsarbeitern mißhandelt,
getötet und "verscharrt".

1960 wurde seine Leiche exhumiert und identifiziert. Somit konnte er von der "Kriegsver-
brecher-Suchliste" gestrichen werden.

Bewertung:

Der Autor greift ein sehr heikles Thema auf.
Er beschreibt sachlich den Zweck der Aufstellung dieser Truppe und die Herkunft ihrer Ange-
hörigen. Man suchte ursprünglich "Charaktere", die nichts zu verlieren hatten und für das
Versprechen -danach rehabilitiert zu werden- fast alles taten.
Damals fügten Partisanen den deutschen Truppen schwere Verluste zu.
Der Haupt-Einsatz der Dirlwanger-Brigade war deshalb die Partisanen-Bekämpfung. Dirlewangers
Truppe war dabei sehr eifrig.
Nach der Meldung des 1500. getöteten "Partisanen" wurde Dirlewanger mit dem "Deutschen Kreuz
in Gold" ausgezeichnet. Für seine Beteiligung an der Niederschlagung des Warschauer Aufstan-
des wurde Dirlewanger das Ritterkreuz verliehen.

FAZIT:

Die Dirlewanger-Brigade war keinesfalls eine militärische Einheit, die vornehmlich zur Parti-
sanen-Bekämpfung eingesetzt wurde.
Vielmer "wütete" sie unter der Zivilbevölkerung Rußlands und Polens, plünderte, vergewaltigte
und mordete.

Dieses Buch ist gut und informativ geschrieben.
Der Autor bemüht sich bei diesem heiklen Thema um Sachlichkeit und Neutralität.

Begrüßen würde ich es, wenn der Charakter des Kommandeurs, seine kriminelle Vergangenheit,
seine Kriegsverbrechen und die Kriegsverbrechen seiner Einheit offen angesprochen würden.
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