Als Geschichtsinteressierten,besonders des Zweiten Weltkrieges,ist es für mich ein "Muss" gewesen,mich auch mit der Geschichte der Waffen-SS zu beschäftigen.
Ich finde dieses Buch erstens sehr interessant und ebenfalls sehr gut zu lesen.
Ich finde dieses Buch verherrlicht kein "braunes" Gedankengut.
Es wird negativ rezenziert,dass nicht auf genaue Schlachtdetails eingegangen wird.Das mag in bestimmten Fällen stimmen,ist für mich aber nachvollziehbar,da ich es als unmöglich empfinde,alle Schlachten dieser Frontdivision im Detail zu beschreiben.Wo sollte man da auch anfangen.Für den einfachen SS-Soldaten ist es doch egal,ob er gefallen oder schwer verwundet wurde in einer großen Kesselschlacht wie bei Tscherkassy oder bei einem kleinen Gefecht an einer vielleicht strategisch unbedeuteneren Stelle.
Die Division "Wiking" war eine Freiwilligendivision,in der sich vielleicht zum ersten Mal bewusst Menschen verschiedener Nationen mit einem europäischen Gedanken zu einem Truppenverband zusammenschliessen.Auch wenn die Zeit und der Hintergrund moralisch fragwürdig sind.
Die Soldaten der SS-Division "Wiking" vereinte der Gedanke,Europa vor dem Einfluss des Kommunismus zu schützen.Daher wurde diese Division ausschliesslich im Ostfeldzug eingesetzt.Und dort errang sie beachtliche Erfolge.Das zeigt die hohe Auszeichnung einer der Divisionsführer Brilliantenträger Herbert Gille.Er hat diese höchste Tapferkeitsauszeichnung stellvertretend für die Leistungen der einfachen Soldaten erhalten.
Viele Generäle und auch die einfachen Soldaten der Wehrmacht waren froh,wenn der Nachbar ein Verband der Waffen-SS war.
Die Frage nach Kriegsverbrechen bei Verbänden der Waffen-SS kann ich ehrlich gesagt nicht mehr hören,weil in einem Krieg es auf allen Seiten zu fürchterlichen Taten kommt.Und auch Verbände der Wehrmacht haben sich an Verbrechen beteiligt.
Viele militärische Führer der Waffen-SS kamen aus den Reihen der Wehrmacht bzw. der Reichswehr und haben viele preußische Tugenden mitgebracht z.B. Paul Hausser und auch Herbert Gille.Sicherlich werden sie auch keine "kleinen" Verbrechen verhindert haben,aber Mord in größerem Umfang ist bei Ihnen nicht nachgewiesen worden.Selbst Sepp Dietrich,einer der höchsten Führer der Waffen-SS und ehemaliger Kommandeur der Leibstandarte,verbot sich Massenmord in seinem Einflussbereich,weil er wusste,was den Soldaten der Waffen-SS im Falle einer Niederlage blühte.Und er sollte recht behalten.
Mein Fazit zu diesem Buch fällt sehr positiv aus.Es bietet viel Wissen,überlastet den Leser aber nicht.Ich habe andere Bücher gelesen,wo ich manchmal durch Quellenangaben nicht mehr wusste,was ich gerade gelesen hatte.
Noch detailgetreuer wie von manchen Rezensionen gewünscht,wären für mich als Leser nur noch schwieriger zu verstehen.