Die Sündenheilerin von Melanie Metzenthin
Lena versucht ihr eigenes Trauma im Kloster zu verarbeiten, als sie ein Hilferuf ereilt. Graf Dietmars Frau ist an seltsamen Anfällen erkrankt und Lenas Gabe, die Leiden anderer Menschen lindern zu können hat sich bis zu ihm herumgesprochen.
Nun gilt es, das Geheimnis der Burggräfin herauszufinden, damit Lena ihr helfen kann und dabei gerät Lena selbst in Gefahr, denn manche Heimlichkeiten sind nicht dafür gedacht, aufgedeckt zu werden.
Frau Metzenthin hat hier eine wunderbare Geschichte mit liebevollen Figuren geschaffen besonders das Duo Philip und Said sind mir ans Herz gewachsen. Die spritzigen Dialoge der beiden verleiten zum Schmunzeln.
Mit der Protagonistin Lena gestaltete die Autorin eine Frau, die innere Stärke beweist, aber dennoch nicht aus ihrer Rolle, wie sie im Mittelalter üblich war, fällt. Eine schöne Abwechslung zu den vielen Heldinnen, die üblicherweise in einer Vielzahl von historischen, vor allem Mittelalterromanen zu finden sind.
Das Buch ist spannend, der Stil flüssig und der Zeitepoche angepasst (soweit ich es, als Wenigleserin von historischen Romanen, beurteilen kann). Für mich stand weniger die Epoche, als das Abenteuer im Vordergrund und damit kam ich voll auf meine Kosten. Das Buch war für mich aufgrund der plastischen Bilder, die die Autorin schuf, Kino im Kopf. Ich habe mir sogar schon die Wunschbesetzung für eine Verfilmung überlegt.
Ich hoffe sehr, bald wieder einen Roman von der Autorin lesen zu können. Und wenn ich dabei Philip und Said wieder treffen könnte, wäre ich glücklich darüber. Die beiden kann man einfach nur lieben.
Die Sündenheilerin: Historischer Roman