Der Kaufmannssohn will nichts als Geschäfte machen und der Krimileser will Spannung. Der Leser bekommt,was er will, und zwar weil Siefener seinen Kaufmannssohn durch die Hölle schickt. Dabei lernt man dann nicht nur das Gruseln, sondern so manches über das mittelalterliche Bremen, über Sekten und Aberglauben im Mittelalter, über Koggen und Reliquien, über Schreiberlinge, Bettler und sogar über flämische Kunst. Und das, ohne auch nur eine Sekunde gelangweilt zu werden. Siefener mischt Phantastik, Krimi und Geschichte so geschickt, dass man am Schluss bezaubert nach mehr lechzt. Schön ist es auch, dass hier eine Frau die Heldin ist, ohne aus der Frauenrolle der Zeit hinauszufallen. Beste Histo-Krimi-Grusel-Lektüre seit langem.