Der Nahostkonflikt - Längt ist er mehr als nur ein Politikum. Er ist zu einer nahezu existenziellen Frage geworden. Sowohl für die Juden als auch für die Palästinenser. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Robert Littell, Großmeister des amerikanischen Politthrillers, hat sich diese Problematik angenommen. "Die Söhne Abrahams" ist ein überaus spannender, atmosphärisch dichter Roman. Die große Politik steht vor der Lösung des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern. Doch die Söhne Abrahams,die "feindlichen Brüder" wollen nicht. Sie wollen aus sehr gegensätzlichen Gründen, in der Zielsetzung jedoch einig, den Friedensvertrag verhindern. Die Kontrahenten: der jüdische Rabbi Isaac Apfulbaum, Chef der nationalreligiösen Terrorgruppe Yair, und der blinde palästinensische Arzt Ishmael al-Shaat, beide Fundamentalisten der Sonderklasse. Ishmael entführt Isaac. Während die Geheimdienste beider Seiten versuchen, die prekäre Situation in den Griff zu bekommen und Vertrag zu retten, kommen sich die Söhne Abrahams näher. Bevor der Palästinenser den Rabbi erschießt, wird der Muslim. Mit einem großartigem Showdown endet eine Geschichte voller Absurditäten - wie sie oft das Leben schreibt.